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Die Bandbreite der digitalen Medien birgt viel kreatives Potential

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Wer an digitale, schulische Bildung denkt, ist schnell bei Smartboards und Tablets. Für Hauke Behrens, Lehrer und didaktischer Leiter an der Hattener Waldschule, war aber schon die Arbeit mit Beamer und Laptop eine kleine Unterrichts-Revolution. Im Interview berichtet er von den Vorteilen digitaler Medien in seinem Unterricht, seinen ersten digitalen Gehversuchen und seinen Lieblings-Apps.

Was sind ganz konkrete Mehrwerte von digitalen Medien in Ihrem Unterricht? 

Man hat heute einfach tolle Möglichkeiten. Es gibt so viel mehr als ein Arbeitsblatt oder ein Plakat. Ich kann jetzt einen Podcast, einen Film, eine Präsentation oder einen Comic machen. Es ist schön, diese Bandbreite zu haben. Mithilfe dieser ganzen technischen Unterstützung kann ich kreatives Potenzial entwickeln und auch selbst kreativ damit umgehen. Erst dann werden die Dinge in ein Selbstkonzept übernommen. Wenn ich mit etwas kreativ umgegangen bin, dann ist es meins. Dann ist es wirklich Wissen oder eine Kompetenz, die ich erworben habe.

Was waren Ihre wichtigsten Schritte hin zum digitalen Lehren?

Für mich war die erste große Entwicklung, einen Beamer und Internetzugang zu haben. Damit kann ich schon viel machen, zum Beispiel einfach mal ein Video, eine Abbildung oder eine Karte zeigen. Früher musste ich eine Farbfolie machen. Da musste ich noch in den Copyshop und vielleicht noch in den Karten-Raum. Und dann war ich im Unterricht auch nicht flexibel. Wenn Schüler*innen nicht wissen, was ich zum Beispiel mit einem bestimmten Begriff meine, dann zeige ich noch ein weiteres Bild oder eine Karte oder ein zusätzliches Video dazu. In Geschichte gibt es zum Beispiel tolle kleine Videos, die auch didaktisch gut aufbereitet sind. Das hat mich unheimlich entlastet. Ich habe Zugriff auf ganz viele Möglichkeiten der Visualisierung. Visualisierung spielt heute in der Gesellschaft eine immer größere Rolle. Auch Bildung steht und fällt mit Visualisierung.

Im nächsten Schritt habe ich angefangen, fachübergreifende Apps zu nutzen. Zum Beispiel Notability, um selbst Arbeitsblätter zu machen und Fotos einzufügen oder etwas zu notieren. Ich habe gemerkt, dass auch viele ältere Kolleg*innen Notability nutzten und begeistert waren, was sie damit alles machen können. 
Als die Corona-Pandemie anfing, habe ich dann einen eigenen YouTube-Kanal eröffnet. Hier habe ich Themen erklärt und auch Schaubilder an die Tafel gezeichnet und den Schüler*innen die Videos als Link zur Verfügung gestellt, sodass sie diese bei Bedarf auch mehrmals angucken konnten. Das war gerade in der Pandemie wichtig. Ich habe gemerkt, dass es den Schüler*innen eine ganze Menge bringt. Ich habe das in meiner eigenen Klasse erlebt: Ein Video, das ich für 20 Schüler*innen freigeschaltet habe, wurde 60-mal angeklickt. Einige haben es vielleicht auch drei- oder viermal geschaut. Da merkte ich: Einmal Erklären im Unterricht reicht nicht aus. Auch wenn man zu Hause Aufgaben macht, hilft es, nochmal auf ein Video zurückgreifen zu können. 

Lehrer Hauke Behrens sitzt an einem Tisch. Ihm Gegenüber und nur unscharf von hinten zu sehen ist eine weitere Person mit Laptop vor sich.

Hauke Behrens

... ist Lehrer und didaktischer Leiter an der Waldschule Hatten. Da seine Schule zu den bundesweiten Vorreitern in Sachen digitale Bildung zählt, sind Tablets und Smartboards schon lange fester Bestandteil seines Schulalltags. Als didaktischer Leiter ist er dafür verantwortlich, das Digitalkonzept der Schule stetig weiterzuentwickeln und mit der inklusiven Ausrichtung der Schule zu verknüpfen.

Man muss nicht in allem perfekt sein. Wenn man den Anspruch hat, dann kommt man nie weiter.

Hauke Behrens, Lehrer und didaktischer Leiter an der Waldschule Hatten

Was würden Sie Lehrkräften mitgeben, die sich noch scheuen, digital und inklusiv zu arbeiten?

Man muss nicht gleich alles können und beherrschen, sondern man kann sich mit kleinen Schritten und auch mit Mut zur Lücke darauf einlassen und auch Scheitern in Kauf nehmen. Wenn man neues Terrain betritt, kann man auch – ich sag es mal so platt – auf die Fresse fallen. Das ist auch Teil des Lernprozesses. Man muss nicht in allem perfekt sein. Wenn man den Anspruch hat, dann kommt man nie weiter.

Was sind Ihre Lieblings-Apps?

Ich habe immer viel iMovie genutzt, um Filme selbst zu erstellen und zu schneiden. Das ist toll für die kreative Auseinandersetzung mit Themen. Außerdem bin ich großer Notability Fan. Die App ist fächerübergreifend nutzbar und man kann sehr einfach gute Arbeitsmaterialien erstellen.
Ein Junge schaut auf ein Tablet. Dort sind verschiedene Piktogramme mit Erläuterung. Zum Beispiel "leiser", "lauter", "Informationen"

Apps und Software für inklusive Lernsettings

Smartphones, Tablets und Laptops sind in der pädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen nicht mehr wegzudenken. Aber welche Apps und Softwares eignen sich für den Einsatz in inklusiven Gruppen?

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