Hintergrundwissen

Mehr wissen, was Betroffenen zusteht: Wir haben für sie Informationen rund um die Geschichte der Rechte für Menschen mit Behinderung zusammengestellt. Bremst die Corona-Krise mühsam erkämpfter Rechte aus? Wo hakt es noch bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention? Und warum sind so viele Menschen unzufrieden im Umgang mit Behörden und Institutionen?
drei Menschen mit Behinderung auf einem Podium mit Mikros. Hinter ihnen stehen Transparente und Schilder mit Sprüchen zur gesellschaftlichen Situation von Menschen mit Behinderung

Schon viel erreicht

Lange Zeit galt Behinderung als „Problem" oder „Defekt" des Einzelnen. Deshalb, so die verbreitete Meinung, mussten Betroffene in erster Linie versorgt werden. Heute ist die Wahrnehmung zum Glück eine andere – der Fokus liegt mehr auf den Barrieren, die eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben verhindern. Unser historischer Abriss beleuchtet den Paradigmenwechsel und zeigt die Meilensteine der Behindertenbewegung auf dem Weg in ein (weitestgehend) selbstbestimmtes Leben.

Rechtlich fehlt noch einiges

Seit der Verabschiedung des Übereinkommens über die Rechte von Menschen mit Behinderungen – Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) sind zehn Jahre vergangen. Das Forum behinderter Juristinnen und Juristen (FbJJ) hat geprüft, welche wichtigen Artikel bisher nicht ausreichend oder gar nicht umgesetzt wurden und Vorschläge zur Verbesserung gemacht.
Fotomontage zweier Frauen, die sich mit Tischtennisschlägern gegenüberstehen

Ärger mit Ämtern: Keine Einzelfälle

Mit Behörden haben viele Menschen mit Behinderung schon einmal schlechte Erfahrungen gemacht. Was muss sich ändern? Cornelia Rüffer, Bundestagsabgeordnete, und Carolin Krause, Bonner Sozialdezernentin, diskutieren.
Eine junge Frau mit Pagenkopf-Haarschnitt steht vor einem Bücherregal

„Hart erkämpfte Rechte werden in der Corona-Pandemie erneut missachtet“

Richterin Nancy Poser protestiert dagegen, dass viele behinderte Menschen nicht den Schutz bekommen, den sie brauchen - und befürchtet, dass sie das Nachsehen haben, wenn es um Leben und Tod geht.
Das historische schwarz-weiße Bild zeigt eine Gruppe Mädchen mit und ohne Behinderung auf einer Wiese

Film Crip Camp

Im  „Camp Jened“ trafen sich in den 1970er behinderte Jugendliche in einer Ferienfreizeit, dem „Crip Camp“ – „Krüppel Camp“, wie sie es nannten. Das Camp entwicklete zum Ausgangspunkt der US-amerikanischen Behindertenrechtsbewegung. Eine Doku bei Netflix stellt die Geschichte vor.
Stuhlkreis aus bunten Stühlen

Teilhabeplanung: Gut gemeint oder gut gemacht?

Die im Bundesteilhabegesetz verankerte Gesamt- beziehungsweise Teilhabeplanung soll dafür sorgen, dass Antragsteller, die verschiedene Leistungen von einem oder mehreren Trägern benötigen, diese mit nur einem Antrag wie aus einer Hand erhalten. Eine gute Idee. Aber erste Erfahrungen mit dem neuen Instrument zeigen, dass es noch Verbesserungsbedarf gibt.
Katrin Langensiepen

Menschenrechte in der Krise

Wer soll während der Corona-Pandemie über den Schutz und die Freiheit  von besonders gefährdeten Personengruppen entscheiden? Wir haben vier Expert*innen mit und ohne Behinderung um eine Einschätzung gebeten.
Stapeln von Mappen liegen nebeneinander
deutschlandfunk-logo Partnerbeitrag

Rechtsberatung boomt

Der Weg von der Beantragung bis zur Inanspruchnahme von Sozialleistungen gleicht oft einem Hürdenlauf. Häufig liegt das an fehlerhaften Bescheiden von Behörden.
Portrais eines Mannes im hellblauen Hemd

Die Erfolgsquote ist relativ hoch

Sozialgerichte behandeln oft Fälle, bei denen es um Leistungsansprüche von Menschen mit Behinderung geht. Richter Jörn Trütner, vom Sozialgericht Hamburg, erklärt wo die Probleme dort liegen.