Von Lehrkräften für Lehrkräfte: Das große Praxishandbuch „Diklusive Lernwelten“ 

Warenkorb (0)

Das Praxishandbuch „Diklusive Lernwelten“ ist mit seinen knapp 500 Seiten eine wahre Fundgrube vor allem für Lehrkräfte und Pädagog*innen, die in Grund- und weiterführenden Schulformen oder auch im Ganztag tätig sind. Es enthält viele wertvolle Beispiele und Anregungen, wie digitale Medien die Inklusion aller Kinder und Jugendlichen beim Lernen umfassend unterstützen können.

Im Begriff „Diklusion“ verschmelzen die Begriffe „Digital“ und „Inklusion“. Er wurde geprägt von Lea Schulz, Sonderpädagogin, Studienleiterin und Expertin in Sachen Inklusion und digitale Medien in der schulischen Bildung. Sie hat das Praxishandbuch gemeinsam mit drei weiteren Kolleg*innen initiiert und mit zahlreichen Pädagog*innen aus unterschiedlichen Schul- und Fächerbereichen sowie auch mit Schüler*innen erarbeitet und herausgegeben.

Erfahrungsschatz digital-inklusiver Didaktik

Mit Beginn der Corona-Pandemie hatte sich gezeigt, dass digitales Lernen für viele Schüler*innen mit Behinderung noch mit vielen Barrieren verbunden war. Inzwischen hat sich an Schulen und anderen Bildungsorten eine Menge getan und der Erfahrungsschatz für digital-inklusives Lernen ist besonders auch bei Pädagog*innen deutlich gewachsen. Dementsprechend gibt es auch einen großen Bedarf an Wissensaustausch untereinander. 

Von einem guten inklusiven Unterricht profitieren alle. Wie ein solcher gestaltet werden kann, zeigt dieses Praxishandbuch. Der didaktisch-methodische Einsatz von verschiedenen Tools, Apps und Medien steht dabei im Vordergrund. Lehrkräfte und Pädagog*innen finden aber auch jede Menge Hintergründe zum Thema. Eingebettet in einen wissenschaftlichen Kontext eignet sich die Sammlung mit vielen Tipps, vorgestellten assistiven Technologien und Medien, Praxisbeispielen und guten Beschreibungen sowohl für Einsteiger*innen ins Thema als auch für Fachkräfte, die schon Erfahrungen mit digital-inklusivem Lernen gemacht haben. 

Aus dem Inhalt des Praxishandbuches

  • Einführung ins Thema Diklusion: Hier wird erklärt, was digital-inklusiver Unterricht ist, welche guten Gründe es dafür gibt und welche Kompetenzen dafür nötig sind. 
  • Lernen durch Assistive Technologien: Hier geht es um das Lernen durch Medien und wie durch deren Einsatz Barrieren beim Lernen abgebaut werden können. Zum Beispiel wie Screenreader oder automatische Texterkennung Texte leichter zugänglich machen und wie Apps das Bearbeiten digitaler Arbeitsblätter oder das Lernen mit Hörbehinderung erleichtern können. 
  • Lernen mit Medien zur Individualisierung: Aufgrund der heterogenen Lernvoraussetzungen und Bedürfnisse der Schüler*innen in allen Klassen sind Differenzierung und Individualisierung ein wesentlicher Bestandteil inklusiven Unterrichts. Hier wird gezeigt, wie dies digital gelingt: Zum Beispiel durch eine interaktive Pinnwand, Lernvideos oder Sprachförderung mit digitalen Medien.
  • Aus den Fächern: Hier finden Fachlehrer*innen jede Menge Anregungen: Von Apps zur Sprach- und Schreibförderung über virtuelle Arbeitsmittel im Mathematikunterricht bis zur Produktion elektronischer Musik mit dem iPad.
  • Lernen mit Medien zur Kooperation/Kollaboration: Virtuell und inklusiv zusammenarbeiten: Das geht zum Beispiel mit der gemeinsamen Produktion von Filmen, Comics oder Collagen.
  • Lernen über Medien – Förderung von Medienkompetenz: Hier werden Tools und Apps zur Medienbildung vorgestellt, zum Beispiel zum einfachen Programmieren und Erfinden. 
  • Weitere Themen des Praxishandbuchs: Diklusive Schulentwicklung, Berufliche Bildung, Diklusive Lehrer*innenbildung und ein Glossar runden das Praxishandbuch ab.
Das Cover vom Buch "Diklusive Lernwelten - Zeitgemäßes Lernen für alle Schüler:innen"
Dr. Lea Schulz. Eine Frau mit langen dunklen geflochtenen Haaren und großen Ohrringen.

Interview zum Buchprojekt

Lea Schulz und Martin Lüneberger haben zusammen mit zwei Kolleg*innen das Praxishandbuch „Diklusive Welten“ herausgegeben. Wie sie so viele Mitstreiter*innen aus verschiedenen Fachgebieten finden konnten und für wen ihr Buch interessant ist, erläutern sie im Interview.

So sind die Beispiele des Praxishandbuches aufgebaut 

Alle Praxisbeispiele zu den vorgestellten assistiven Technologien sind im Handbuch einheitlich aufgebaut und damit klar und übersichtlich gestaltet: Auf einen Blick erfährt man zunächst, um welches Tool es geht, ob es kostenpflichtig ist, ob eine Anmeldung notwendig ist und welche technischen Voraussetzungen es gibt. Dann wird die Anwendung mit Bildern, Grafiken und Beispielen ausführlich und praxisnah beschrieben. Abschließend fassen die Autor*innen ihre Einschätzung des Tools in einem Fazit zusammen und ergänzen weiterführende Links. 

Eine Seite aus dem Buch "Diklusive Lernwelten" zum Thema Inklusive Sprachbildung mit Gebärden
Eine Seite aus dem Buch "Diklusive Lernwelten" zum Inhalt der EiS-App.

Das könnte Sie auch interessieren

Eine Lehrerin steht vor einem Smartboard. Zwei Schüler schauen zu ihr hin.

Praxisbeispiel
Classroomscreen

Visualisierung von Abläufen mit dem webbasierten Tool „Classroomscreen“ am Themen-Beispiel „Schätzungen“ im Mathematikunterricht.
Ein Junge schaut auf ein Tablet. Dort sind verschiedene Piktogramme mit Erläuterung. Zum Beispiel "leiser", "lauter", "Informationen"

Apps und Software für inklusive Lernsettings

Smartphones, Tablets und Laptops sind in der pädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen nicht mehr wegzudenken. Aber welche Apps und Softwares eignen sich für den Einsatz in inklusiven Gruppen?