Kommunizieren ohne Barrieren

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Für das Lehren und Lernen ist Kommunikation essentiell – egal, ob in der Schule oder außerhalb. Wenn Sinne eingeschränkt sind, behindert das automatisch die Kommunikation. Daneben können aber auch Orte mit schlechter Akustik und vielen Störgeräuschen dafür sorgen, dass Schüler mit und ohne Behinderung und ihre Lehrer Wissenswertes oder Wichtiges nicht vollständig wahrnehmen.

Barrierefreie Kommunikation durch das Zwei-Sinne-Prinzip

Eine mögliche Lösung ist immer, die Akustik des Ortes zu verbessern oder akustische Informationen mit technischer Hilfe ins Ohr zu befördern. Ein weiterer Ansatz wäre es, einfach auf einen anderen Sinn „auszuweichen“.

  • Was nicht gehört werden kann, kann gelesen werden.
  • Was nicht gesehen wird, kann ertastet, gerochen oder erzählt werden.
Ein Junge und ein Mädchen sitzen in einer Klasse. Das Mädchen spricht in ein Mikrofon.

Das Zwei-Sinne-Prinzip

Lehren & lernen mit Kommunikation für alle

Leichte Sprache und Einfache Sprache helfen dabei, dass alle an der Kommunikation teilhaben können.

Wer in Leichter Sprache kommuniziert, bildet kurze Sätze und nutzt einfache Worte. Dabei entstehen klare Aussagen, die bei allen Hörern ankommen. Bilder können das Verständnis zusätzlich fördern. Leichte Sprache hilft Menschen, die Schwierigkeiten beim Lesen haben, Texte zu verstehen.

Die Kommunikation in Einfacher Sprache kann Schülern mit verschiedenen Leseschwierigkeiten helfen, da es sich auch hier um Inhalte handelt, die mithilfe kürzerer Sätze und Wörter sowie mit wenigen Kommata verwirklicht wird.

Kommunikation mithilfe Leichter beziehungsweise Einfacher Sprache ist eine wichtige Unterstützung für Menschen mit Lese- und Rechtschreibschwäche und Schüler mit Förderbedarf "Lesen".

Vielfältige Kommunikationswege nutzen

An inklusiven Schulen sollten Informationen zudem auf allen verfügbaren Kommunikationswegen vermittelt werden. Dazu zählt nicht nur Einfache und Leichte Sprache, sondern auch Gebärdensprache und Blindenschrift. Unterricht mit und für Kinder und Jugendliche mit Sehbehinderungen und -einschränkungen gewährleistet das Verständnis aller Schüler. Unterrichtsmaterialien sollten daher so angefertigt werden, dass alle am Unterricht beteiligten davon profitieren. Eine Hilfestellung bietet der gesetzliche Standard PDF/UA der gewährleistet, dass Dokumente wie Arbeits- und Unterrichtsmaterialien digital nach festen Regeln erstellt werden und barrierefrei nutzbar sind.

Sie möchten Ihren Unterricht ohne kommunikative Barrieren gestalten?

  • Stellen Sie sicher, dass alle Informationen in Leichter oder Einfacher Sprache beziehungsweise Gebärdensprache oder Brailleschrift vorliegen.
  • Integrieren Sie als Verständnishilfe stets auch Piktogramme oder Bilder zusätzlich zu Texten.
  • Achten Sie darauf, dass alle Ausdrucke und sonstigen Materialien, die Sie im Unterricht verwenden ausreichende Kontraste aufweisen. Texte sollten mindestens in Schriftgröße 12 vorliegen, rot-grün Kombinationen sind zu vermeiden.
  • Beim Einsatz von digitalen Materialien sollten Sie auf barrierefreie PDF-Dokumente und Webseiten zurückgreifen, die es ermöglichen alle Informationen zu erfassen und auch für Screenreader geeignet sind.

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