Was ist nötig, damit Schulen mit Inklusion starten können?

Ganz unabhängig von der Aufnahme eines Schülers mit einem sogenannten „sonderpädagogischen Förderbedarf“ oder einer Behinderung können Schulen jederzeit damit beginnen, einen inklusiven Schulentwicklungsprozess zu starten. Zusätzliche Ressourcen und Personal für Inklusion können für die Schulentwicklung wichtige Beiträge leisten und sind daher grundsätzlich begrüßenswert.

Sie ersetzen jedoch nicht die hierfür erforderlichen Einstellungen und Haltungen der am Schulentwicklungsprozess beteiligten Akteure. Für den Einstieg in eine inklusive Schulentwicklung ist vor allem die Bereitschaft notwendig, sich mit der vorhandenen Vielfalt in der Schülerschaft, unter den Eltern und KollegInnen aktiv auseinanderzusetzen und sich das Ziel zu setzen, auch die Diversität pädagogischer Konzepte zum Ausgangspunkt der Gestaltung des Schullebens und der Lernangebote zu machen.

Inklusion findet nicht erst statt, wenn ein Kind mit einer sogenannten geistigen oder schweren Behinderung zur Schülerschaft gehört.
Inklusive Pädagogik zielt darauf, die unterschiedlichen Ausgangsbedingungen, Kompetenzen und Interessen aller Schülerinnen und Schüler stärker zu berücksichtigen und dieser Vielfalt nicht mit externen Differenzierungen oder Gruppenbildungen, sondern z.B. mit einer individualisierungsfähigen Didaktik in gemeinsamen Lernangeboten zu begegnen.

Instrumente, wie der Index für Inklusion, können die gesamte Schulgemeinschaft im Schulentwicklungsprozess und den dazu erforderlichen Reflexionen und Handlungen unterstützen.



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