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Eine Tafel, auf die eine Hand ein Frage- und Ausrufezeichen schreibt.

Inklusion in der Bildung: Fragen und Antworten

20.09.2018
Methoden Praxis-Tipps
Die Schülerinnen und Schüler haben unterschiedliche Lernniveaus, Lerntempi und nehmen Lernstoff über unterschiedliche (Sinnes-)Kanäle auf. Der Unterricht muss also detailliert vorbereitet werden. Welche Methoden sind geeignet? Wie können alle Schülerinnen und Schüler nach ihren Möglichkeiten gefördert werden?

Wir haben an meiner damaligen Schule gute Erfahrungen mit dem Wochenplanunterricht und mit dem Lernen in Projekten gemacht. Aber wir brauchten innerhalb des Klassenraums auch vielfältiges Material zum selbstständigen Lernen, d. h. es geht schon lange nicht mehr darum, dass der Stoff einer bestimmten Klassenstufe vermittelt werden soll. Dafür müssen die Lehrerinnen und Lehrer im Team vielfältiges, lernanregendes Material zur Verfügung stellen und oft auch selbst herstellen. Und die Lehrerinnen und Lehrer sollten den Kindern das selbstständige Lernen und Arbeiten natürlich auch vermitteln. Das ist oft alles nicht so ganz einfach und meist auch arbeitsaufwendig. Zunehmend haben sich die Verlage und Lernmittelhersteller schon auf die neuen Anforderungen von immer heterogener werdenden Lerngruppen eingestellt, aber es bleiben noch viele Wünsche offen. In den Schulen im sozialen Brennpunkt sind dem selbstständigen Arbeiten oft auch schnell Grenzen gesetzt, weil die Kinder dort nur unzureichend über altersentsprechende Sprachkenntnisse verfügen. Oft können sie Arbeitsanweisungen nicht vollständig verstehen oder es fällt ihnen sehr schwer, eigenständig das notwendige Sachwissen aus komplexeren Texten zu erschließen. Um hier zu unterstützen werden genügend Erwachsene in den Lernsituationen benötigt, die bei auftretenden Lernschwierigkeiten zeitnah, unkompliziert und pädagogisch kompetent weiterhelfen können.