Warenkorb (0)
Eine Tafel, auf die eine Hand ein Frage- und Ausrufezeichen schreibt.

Inklusion in der Bildung: Fragen und Antworten

09.05.2018
Inklusionsquote
Bezogen auf die Entwicklung von inklusiver Bildung in Deutschland fällt auf, dass die Inklusionsanteile in allen Bundesländern ansteigen – die Zahl der Schüler an Förderschulen aber trotzdem nicht viel weniger wird. Woran liegt das, beziehungsweise was bedeutet das? Welche Zahlen beschreiben den Status Quo der Inklusion in Deutschland am besten?

Laut Statistik wurde 2016 in Deutschland bei 7,2 Prozent (Förderquote) aller Schülerinnen und Schüler ein sonderpädagogischer Förderbedarf diagnostiziert. 4,3 Prozent davon besuchte Förderschulen (Exklusionsquote), 2,9 Prozent allgemeine Schulen (Inklusionsquote). In den Jahren seit 2008 hat sich der Anteil der exklusiv in Förderschulen unterrichteten Schülerinnen und Schüler nur um 0,6 Prozentpunkte von 4,9 Prozent auf 4,3 Prozent verringert. Damit wird die Vorgabe der UN-Konvention, allen Kindern den Zugang zu inklusiven Schulen zu bieten, verfehlt. Diese Feststellung steht im Widerspruch dazu, dass der Anteil der Kinder mit einem besonderen Förderbedarf, die allgemeine Schulen besuchen, an der Gesamtheit der zu fördernden Kinder (Inklusionsanteil) von 18,4 Prozent (2008) auf 39,3 Prozent (2016) angestiegen ist. Dies erklärt sich wie folgt: In den allgemeinen Schulen werden vermehrt schwache Schülerinnen und Schüler als "förderungsbedürftig" diagnostiziert, sodass dort die Gruppe mit sonderpädagogischem Förderbedarf wächst – ohne dass die Schülerinnen und Schüler mit diesem Bedarf in den Förderschulen entsprechend kleiner wird.

Zahlen, Daten und Fakten zu inklusiver Bildung im Überblick