Studie: Frauen mit Behinderung auf dem Arbeitsmarkt

Frauen mit Behinderung sind auf dem Arbeits­markt mehrfach benach­teiligt. Sie verdienen weniger, arbeiten seltener in Führungs­positionen und erleben häufiger Diskriminierung im Berufs­leben. Eine Studie der Aktion Mensch zeigt, vor welchen Heraus­forderungen sie stehen und welche Veränderungen für mehr Chancen­gerechtigkeit notwendig sind.

Duygu Özen sitzt im Rollstuhl und hat Lern-Schwierigkeiten. Ihre Schulzeit hat sie in einer Förderschule zunächst für körperbehinderte dann für geistig behinderte Menschen verbracht. Das war wenig fordernd. Ihr fehlten Menschen auf ihrem Niveau, mit denen sie sich austauschen konnte. Aufgrund dessen zog sie sich immer mehr zurück. 

Nach dem Ende ihrer Schulzeit wollte Duygu Özen deshalb unbedingt inklusiv auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten. Sie möchte sich dieser Herausforderung stellen. Denn Duygu Özen und alle Unterstützer*innen glauben fest, dass in ihr viel Potential steckt. Doch dafür braucht sie Assistenz, einen Fahrdienst, eine Person die ihr und dem Betrieb zur Seite steht und etwas Unterricht in Mathe und Deutsch, um sich stetig zu verbessern. 
Doch die Agentur für Arbeit Berlin Nord sagt: Duygu Özen muss in einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) eine Ausbildung machen. Erst dann darf sie auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten. So steht es in derem medizinischen und psychologischen Gutachten. Alles andere bezahlen sie nicht. 

++ am 14.02.2019 in Berlin (Berlin).

(c) Andi Weiland | Gesellschaftsbilder.de
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