Hintergrundwissen

Mehr wissen, was Betroffenen zusteht: Wir haben für sie Informationen rund um die Geschichte der Rechte für Menschen mit Behinderung zusammengestellt. Bremst die Corona-Krise mühsam erkämpfter Rechte aus? Wo hakt es noch bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention? Und warum sind so viele Menschen unzufrieden im Umgang mit Behörden und Institutionen?

Mehrere Personen, einige im Rollstuhl, sitzen auf einem Podium. Dahinter viele selbstgemalte Plakate

Schon viel erreicht

Lange Zeit galt Behinderung als „Problem" oder „Defekt" des Einzelnen. Deshalb, so die verbreitete Meinung, mussten Betroffene in erster Linie versorgt werden. Heute ist die Wahrnehmung zum Glück eine andere – der Fokus liegt mehr auf den Barrieren, die eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben verhindern. Unser historischer Abriss beleuchtet den Paradigmenwechsel und zeigt die Meilensteine der Behindertenbewegung auf dem Weg in ein (weitestgehend) selbstbestimmtes Leben.

Zum Artikel "Alles was Recht ist"

Rechtlich fehlt einiges

Grafik eines Paragrafenzeichens

Seit der Verabschiedung des Übereinkommens über die Rechte von Menschen mit Behinderungen – Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) sind zehn Jahre vergangen. Das Forum behinderter Juristinnen und Juristen (FbJJ) hat geprüft, welche wichtigen Artikel bisher nicht ausreichend oder gar nicht umgesetzt wurden und Vorschläge zur Verbesserung gemacht.

Vier Beispiele
Katrin Langensiepen

Menschenrechte in der Krise

Wer soll während der Corona-Pandemie über den Schutz und die Freiheit  von besonders gefährdeten Personengruppen entscheiden? Wir haben vier Expert*innen mit und ohne Behinderung um eine Einschätzung gebeten.

Zu den Statements
Fotomontage zweier Frauen, die sich mit Tischtennisschlägern gegenüberstehen.

Ärger mit Ämtern: Keine Einzelfälle

Mit Behörden haben viele Menschen mit Behinderung schon einmal schlechte Erfahrungen gemacht. Was muss sich ändern? Cornelia Rüffer, Bundestagsabgeordnete, und Carolin Krause, Bonner Sozialdezernentin, diskutieren.

Zum Interview

Das historische schwarz-weiße Bild zeigt mehrere Männer und Jugendliche mit und ohne Behinderung draußen. Ein lachender schwarzer Mann trägt einen weißen.

Film Crip Camp

Im  „Camp Jened“ trafen sich in den 1970er behinderte Jugendliche in einer Ferienfreizeit, dem „Crip Camp“ – „Krüppel Camp“, wie sie es nannten. Das Camp entwicklete zum Ausgangspunkt der US-amerikanischen Behindertenrechtsbewegung. Eine Doku bei Netflix stellt die Geschichte vor.

Mehr zum Film

Teilhabeplanung: Gut gemeint oder gut gemacht?

Stuhlkreis aus bunten Stühlen

Die im Bundesteilhabegesetz verankerte Gesamt- beziehungsweise Teilhabeplanung soll dafür sorgen, dass Antragsteller, die verschiedene Leistungen von einem oder mehreren Trägern benötigen, diese mit nur einem Antrag wie aus einer Hand erhalten. Eine gute Idee. Aber erste Erfahrungen mit dem neuen Instrument zeigen, dass es noch Verbesserungsbedarf gibt.

Kommentar von Ottmar Miles-Paul