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Menschen mit und ohne Behinderung gehen an einem innerstädtischen Bahnhof ihrem Alltag nach
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Inklusionsbarometer Mobilität

Wie inklusiv sind wir unterwegs? Die neue Studie der Aktion Mensch zeigt, welche Faktoren Mobilität für Menschen mit Beeinträchtigung erschweren.
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Die neue umfassende Studie der Aktion Mensch untersucht die Frage: "Wie inklusiv ist Mobilität in Deutschland?"  Ab sofort ist das Inklusionsbarometer Mobilität hier zum Download und als Printversion verfügbar. Einen Blick auf den Aufbau der Studie, die wichtigsten Erkenntnisse sowie spannende weiterführende Artikel gibt es auf dieser Seite.
Grafik wie Menschen mit und ohne Behinderung Mobilität in ihrer Kommune bewerten

Beim Thema Mobilität bewerten Menschen mit Beeinträchtigung die Aspekte Zeit und Kosten, Zugänglichkeit sowie soziale Komponenten, wie zum Beispiel fehlende Unterstützung, signifikant schlechter als Menschen ohne Beeinträchtigung.

* statistisch signifikante Unterschiede


Wie barrierefrei ist Mobilität in Deutschland gestaltet? Wird Inklusion auf unseren Straßen, im öffentlichen Verkehr und dem dazugehörigen digitalen Raum gelebt? Und inwiefern wird die Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigung am Alltag dadurch ermöglicht oder eben verhindert? All diese Fragen beantwortet die neue Studie der Inklusionsbarometer-Familie: das Inklusionsbarometer Mobilität. Für die repräsentative Online-Befragung untersuchte die Aktion Mensch in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Ipsos, einer Ko-Forschenden-Gruppe sowie Mobilitäts- und Inklusions-Expert*innen die Aussagen von 1.000 Menschen mit und 500 ohne Beeinträchtigung.

Der Aufbau der Studie

In Sachen Teilhabe an Mobilität gibt es für Menschen mit Beeinträchtigung zwei Medaillen-Seiten: die gewünschte Teilhabe – und die tatsächliche. Wie Letztere aussieht, das zeigt das Inklusionsbarometer Mobilität. Nach einem partizipativen Ansatz, sprich unter Beteiligung von Menschen mit Beeinträchtigung, wurden Fragen zu sechs Dimensionen von Mobilität entwickelt: Verfügbarkeit, Zugänglichkeit, Zeit und Kosten, Soziale Aspekte, Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Einige dieser Aspekte beurteilen Menschen mit Beeinträchtigung und solche ohne sehr ähnlich, andere signifikant unterschiedlich (siehe Grafik links). Die Ergebnisse der sechs Dimensionen ergeben in unterschiedlicher Gewichtung den Gesamtindex des Inklusionsbarometers Mobilität.

Nicht nur Fakten und Zahlen

Neben klassischen Studien-Inhalten bringt das Inklusionsbarometer Mobilität noch mehr mit. So wurden zum Beispiel Mobilitätsportraits von vier Personen mit Beeinträchtigung erstellt sowie ausführliche Steckbriefe zu inklusiver Mobilität in acht Metropolregionen Hamburg, Berlin, Ruhrgebiet, Düsseldorf, Köln, Frankfurt, Stuttgart und München. Außerdem gibt es interessante Gastbeiträge: Unter anderem von Olga Nevska (CEO von Telekom MobilitySolutions), Kilian Frey vom Umweltbundesamt, oder auch Katja Diehl, Autorin zum Thema Verkehrswende. 

Abgeleitet von den Ergebnissen der Umfrage im Hinblick auf die Mobilitätserfahrungen der Befragten sind am Ende der Studie Empfehlungen zusammengestellt, was zu tun ist um Mobilität so zu gestalten, dass alle an ihr teilhaben können.

Die Kern-Ergebnisse des Inklusionsbarometer Mobilität

Derzeit gibt es noch zu viele Barrieren in den verschiedenen Bereichen. So zum Beispiel werden der zeitliche Aufwand sowie die Kosten für Mobilität von Menschen mit Beeinträchtigung meist höher empfunden als von Menschen ohne Beeinträchtigung. Mangelnde Zugänglichkeit und Verfügbarkeit sind für mobilitätseingeschränkte Personen ein noch größeres Problem als für andere Nutzer*innen. Auch das Thema Unsicherheiten und fehlende Unterstützung auf dem Weg von A nach B spielt bei Menschen mit Beeinträchtigung eine größere Rolle als bei Menschen ohne. Das Inklusionsbarometer Mobilität zeigt diese Barrieren auf und bietet Handlungsempfehlungen für eine inklusivere Mobilität in Deutschland. Klar ist: Es müssen neue Konzepte entwickelt werden, die Mobilität für Menschen mit und ohne Beeinträchtigung gleichwertig möglich und besser machen.
Die Titelseite des neuen Inklusionsbarometers Mobilität. Auf dem Bild werden Menschen mit und ohne Behinderung an einer S-Bahn  Haltestelle gezeigt

Zur gesamten Studie

Das gesamte Inklusionsbarometer Mobilität können Sie über den Button unten als PDF downloaden. Alternativ können Sie die Studie auch:

Zentrale Erkenntnisse

Das Wichtigste kurz und knapp zusammengefasst

Worum geht es im Inklusionsbarometer Mobilität? Was sind die wichtigsten Ergebnisse und wie kann es nun weiter gehen? All diese Fragen erklärt Christina Marx, Sprecherin der Aktion Mensch im Video. "Die Barrierefreiheit sollte von Anfang an mitgedacht werden", sagt sie. Wie das gelingen kann, das gilt es nun im nächsten Schritt herauszufinden.

Grafik wie stark Menschen mit und ohne Beeinträchtigung sich beim Zugang zum ÖPNV behindert fühlen.
Für Menschen mit Beeinträchtigung sind nicht funktionierende Aufzüge und Rolltreppen ein signifikant größeres Problem als für Menschen ohne Beeinträchtigung.
Grafik: jeder 4. Mensch mit Beeinträchtigung empfindet den Zeitaufwand für Wege als zu hoch
Mehr als jeder vierte Mensch mit Beeinträchtigung empfindet den Zeitaufwand  für seine Wege als zu hoch. Auch die Fahrkosten stellen für sie ein Hindernis dar.  
Grafik: Anteil der Menschen mit und ohne Beeinträchtigung, die sich im ÖPNV mangelhaft unterstützt fühlen

Im Vergleich zu Menschen ohne Beeinträchtigung empfinden jene mit Beeinträchtigung unterwegs fast doppelt so häufig Unsicherheit und das Gefühl allein gelassen zu sein.

Ergänzende Beiträge

Ein Porträtfoto von Jürgen Dusel.

Zur Bedeutung barrierefreier Mobilität

In seinem Grußwort stellt der Bundes-Behindertenbeauftragte Dusel klar: Barrierefreiheit ist ein wichtiger Schlüssel für eine zukunftsfähige Gesellschaft - und nichts was man aufschieben kann. 
Ein Mann mit Langstock und eine Frau gehen über eine Straße.

Eine partizipative Studie

Premiere bei einer Studie der Aktion Mensch: Beim Inklusionsbarometer Mobilität haben Menschen mit verschiedensten Beeinträchtigungen als Ko-Forschende agiert.
Portrait Dr. Michael Zander

Umgang mit Menschen mit Behinderung im ÖPNV

Im öffentlichen Nahverkehr begegnen Menschen mit Behinderung oft Diskriminierung. Dr. Michael Zander erklärt im Interview, wie Betroffene sich gegen Ableismus wehren können. 

Illustration diverser Bürgerbeteiligung-Situationen

Bürger*innen-Beteiligung für mehr Inklusion

Ob Bürgerinitiative, Bürgerbegehren oder Petition – es gibt viele Möglichkeiten, selbst aktiv für inklusive Mobilität einzutreten.

Junge Frau mit hochgesteckten dunklen Haaren und großer Brille

Das Inklusionsbarometer Mobilität 2022 zeigt, dass sich Frauen im ÖPNV und generell nachts auf den Straßen unsicherer als Männer fühlen, besonders Frauen mit Beeinträchtigung. 

Katja Diehl, Publizistin
Olga Nevska, eine Frau mit langen blonden Haaren und pinkem Lippenstift.

Die Mobilität der Zukunft muss für alle zugänglich und bezahlbar sein.

Olga Nevska, Geschäftsführerin Telekom MobilitySolutions
Ottmar Miles-Paul - ein Mann mit kurzen, grauen Haaren - steht vor dem Brandenburger Tor. Im Hintergrund sieht man unscharf weitere Menschen.

Das ist eine Vision, für die sich der Einsatz lohnt. 

Ottmar Miles-Paul, Aktivist und Politiker

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