Inklusiver Lern- und Gedenkort
Ein Mahnmal und eine begleitende Wanderausstellung in Chemnitz erinnern an die Ermordung psychisch kranker sowie geistig und körperlich behinderter Menschen im Auftrag des nationalsozialistischen Regimes. Im Rahmen des Projekts wird der Gedenkort barrierefrei gestaltet.
Von 1941 bis 1942 wurden in Deutschland mehr als 200.000 geistig und körperlich behinderte Menschen ermordet, darunter auch 243 Insassen der damaligen „Königlich-Sächsischen Landeserziehungsanstalt für Blinde und Schwachsinnige“ in Chemnitz. Heute befindet sich auf diesem Gelände die SFZ Förderzentrum gGmbH, ein Berufsbildungswerk für blinde und sehbehinderte junge Menschen.
Infos in Einfacher Sprache
Zum 100jährigen Jubiläum der Einrichtung 2005 entwickelten Chemnitzer Künstler gemeinsam mit Mitarbeitenden und Auszubildenden des SFZ ein Kunstwerk, das seit 2007 als Mahnmal für die Euthanasie-Morde auf dem Gelände des SFZ steht. Um allen Besucher*innen den Gedenkort zugänglich zu machen, werden die Zugangswege im Kulturhauptstadt-Jahr 2025 barrierefrei gestaltet, Infostelen mit Braille-Schrift und QR-Codes aufgestellt sowie Audioguides mit Infos in Einfacher Sprache angefertigt.
Projektdaten
Projektzeitraum:
16. Juni 2025 bis 2. Mai 2026
Fördersumme:
130.000 Euro
Bewilligungsdatum:
27. Mai 2025
Kontakt
SFZ Förderzentrum gGmbH
Flemmingstraße 8 c
09116 Chemnitz
Telefon: 0371 / 3344-0
lwuestner@sfz-chemnitz.de