Wieder offene Türen bei der Smörebröd-Hilfe in Flensburg

Die Corona-Pandemie stürzt die ganze Welt in eine Krise. In dieser Ausnahmesituation leiden vor allem Menschen, die sich im Alltag größtenteils mit Hilfen von gemeinnützigen Organisationen versorgen – etwa bedürftige und wohnungslose Menschen oder auch Menschen mit Behinderung. Denn zahlreiche karitative Einrichtungen und Projekte mussten aufgrund der Corona-Krise in den vergangenen Wochen schließen, um Kund*innen und Ehrenamtlichen zu schützen.

Um weiterhin Hilfe für diese Gruppen zu gewährleisten, haben wir Ende März eine Corona-Soforthilfe gestartet, mit der wir soziale Projekte aus den Bereichen Lebensmittelhilfe und Assistenz bei ihrer wichtigen Arbeit in der Krise unterstützen. Die Smörebröd-Hilfe in Flensburg hat diese unbürokratische Sofort-Förderung in der letzten Woche erhalten und konnte so bereits wieder beginnen, bedürftigen Menschen günstig Lebensmittel bereitzustellen.

Das Schaufenster der Smörebröd-Hilfe in Flensburg.

In der Krise für andere da

Der Verein ist seit vier Jahren für rund 14.000 Menschen in Flensburg und Umgebung da und organisiert eine Lebensmittelhilfe sowie einen Flohmarkt. Aufgrund der Krise musste der Flohmarkt im vergangenen Monat schließen. Und auch die Lebensmittelhilfe erlebt derzeit durch Corona einen erheblichen Einbruch von Spenden sowie einen Ausfall von Ehrenamtlichen, da sie der Risikogruppe angehören.

Für Roswitha Ruff vom Verein ist dies auch emotional eine schwierige Zeit: "Wir im Verein sind wie eine große Familie. Für mich ist es in dieser Zeit schwer, dass ich die Menschen nicht in den Arm nehmen kann, sie nicht trösten kann. Das ist eine Sache, mit der ich gar nicht gut klarkomme."

Im Verein packen 30 freiwillige Mitarbeiter*innen an. Ausfälle können derzeit durch Student*innen aufgefangen werden, die sich freiwillig zur Unterstützung gemeldet haben. Zwar ist es in den Verkaufsräumen des Vereins ruhiger geworden, aber die Arbeitsaufwände sind insgesamt angestiegen, denn nun werden Angehörige der Risikogruppe mit dem Auto beliefert – ein Service, der kostet.

Mit Elan weiter

Eine ehrenamtliche Helferin an der Theke der Smoerebroed e.V.

In den Verkaufsräumen des Vereins ist es zwar ruhiger geworden, deshalb können Abstandsregelungen gut eingehalten werden. Aber trotzdem gibt es mehr zu tun, weil nun ein Lieferservice für Bedürftige angeboten wird.

Deshalb sind Roswitha Ruff und die Ehrenamtlichen vor Ort glücklich über die Corona-Soforthilfe in Höhe von 26.000 Euro, die ihnen nun durch die Aktion Mensch-Förderung zur Verfügung steht. Jetzt kann die Arbeit weitergehen, weiß Ruff, die nun zuversichtlicher in die Zukunft blickt.

Und auch die Kund*innen vor Ort sind glücklich, dass die Lebensmittelhilfe ihre Türen weiter geöffnet hat: "Ich spare hier in der Woche gut 50 bis 60 Euro und komme damit auch gut über den Monat. Es ist echt klasse, was sie hier aufziehen", erklärt ein Mann mit einem leisen Lächeln auf den Lippen, der gerade an der Theke versorgt wird.

Weitere Informationen in der Corona-Krise

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Links zu Informationen in Leichter, Einfacher und Gebärdensprache

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