Wehre dich gegen Hass im Netz!

Ein Mann sitzt nachdenklich vor einem Laptop.

Du selbst, gute Freunde oder Familienmitglieder sind von Hass-Kommentaren im Netz betroffen und du weißt nicht, wie ihr damit umgehen sollt? Wir und die Betroffenenberatung von HateAid sind an deiner Seite und geben dir folgende Tipps:

Wie du dich bei Hass-Kommentaren im Netz verhältst

Icon von drei Personen

1. Achte auf dich selbst! Versuche, dich zu beruhigen, falls du argumentativ angegriffen wirst. Verfalle nicht in Panik. Du solltest nicht kontinuierlich online sein und reagieren. Realisiere, dass es neben der virtuellen Welt eine echte Welt gibt, in der das alles nicht existiert.

2. Du als Einzelperson musst in diesem Moment den Druck Vieler aushalten – das ist schlimm. Mach dir aber klar, dass Verfasser von Hass-Kommentaren meist kaum an dir interessiert sind. Du stehst für sie nur symbolisch für etwas, das sie ablehnen.

3. Nutze immer sichere Passwörter und richte die Zwei-Faktor-Authentifizierung ein.

4. Überlege, ob du eine Weile deine Konten bei Instagram und Twitter auf privat stellst, verberge Posts aus der Vergangenheit für die Öffentlichkeit, schalte User stumm oder blockiere sie.

5. Wenn es ganz schlimm wird: Sprich ganz offen mit deinen Freunden oder deiner Familie, um dich zu beruhigen und über deine Ängste oder Sorgen zu sprechen.

6. Du bist nie dazu gezwungen, dich zu Kommentaren im Netz äußern. Gegenrede ist nur dann empfehlenswert, wenn du mehr Zeit und Mühe in die Diskussionen stecken kannst und willst, als es die Verfasser der Hass-Kommentare tun. Anonsten empfehlen wir dir, es nicht mit ihnen aufzunehmen.

7. Wenn du dich äußern möchtest: Bleibe sachlich, egal wie unfair und schmutzig dein Gegenüber agiert. Verfasser von Hass-Kommentaren suchen nach Schwachstellen, deshalb ist es immer wichtig, so wenig Angriffsfläche wie möglich zu bieten. Gehe nicht auf persönliche Angriffe ein, sondern dokumentiere und sammle sie.

8. Wehre dich: Dokumentiere den Hass und stelle Strafanzeige bei der Polizei. Das geht auch online! Außerdem kannst du bei Social Media-Plattformen wie Facebook und Twitter die Löschung von Hass-Postings beantragen. 

Das Logo der Betroffenen-Hilfe "HateAid", darauf ist zu lesen: "HateAid - Akute Hilfe für Betroffene von digitaler Gewalt"

Du bist nicht allein. Wenn du nicht weiter weißt, ist die Betroffenenberatung von HateAid immer da. Sie unterstützen dich – emotional, technisch und rechtlich.

Die Berater stehen montags von 10 bis 13 Uhr, mittwochs von 10 bis 12 Uhr und 14 bis 16:30 Uhr sowie donnerstags von 16 bis 19 Uhr für dich per Telefon unter 0172 4636998 zur Verfügung.

Oder melde dich schriftlich per:
Facebook
Twitter

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