Eine Gruppe junger Menschen joggt im Grünen.

Zusammenarbeit im Sport

Deutscher Behindertensportverband (DBS) und
Deutsche Behindertensportjugend (DBSJ)

DBS Logo: Nationalfarben markieren eine Art Tartanbahn

Der Deutsche Behindertensportverband ist die größte Organisation von Sportlern mit Behinderung in Deutschland. In rund 6.000 Vereinen und Sportgemeinschaften treiben mehr als 650.000 Mitglieder Sport. Die Aktion Mensch und der Deutsche Behindertensportverband haben ein gemeinsames Ziel: Sie wollen mehr Sportangebote für ein gemeinsames Training von Menschen mit und ohne Behinderung schaffen - ganz besonders im Breitensport. Dabei ist es wichtig, Trainer gut auszubilden. Menschen mit und ohne Behinderung sollen die Möglichkeit haben, das Deutsche Sportabzeichen gemeinsam abzulegen. Die UN-Behindertenrechtskonvention schreibt dies in Artikel 30 vor: Menschen mit Behinderung sollen ganz selbstverständlich an Sportaktionen teilnehmen können.

Deutsche Fußball Liga (DFL) und
DFL Stiftung

Logo der DFL Stiftung: Ein Herz statt einem Mittelkreis eines Fußballfeldes

Die Deutsche Fußball Liga organisiert den Spielbetrieb der 1. und 2. Bundesliga. Zum Beispiel legt sie fest, wann Schalke gegen Dortmund spielt. Und sie kontrolliert, ob sich die Vereine an die Regeln der Bundesliga halten. Die DFL Stiftung ist die Förderorganisation der Deutschen Fußball Liga. Sie unterstützt Kinder, Menschen mit Behinderung und Sportler anderer Sportarten mit Geld oder Projekten. Das Ziel ist: Alle Menschen sollen in unserer Gesellschaft gut zusammenleben können und die gleichen Chancen haben. Die Aktion Mensch, die DFL und die DFL Stiftung arbeiten zusammen daran, mehr Inklusion im Sport zu erreichen - damit alle dabei sein können, egal, ob mit oder ohne Behinderung. Der Sport kann Vorbild für andere Bereiche sein: Zum Beispiel in der Schule, im Beruf oder in der Freizeit.

Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB)

DOSB Logo

Der Deutsche Olympische Sportbund ist die Hauptorganisation des gemeinnützigen Sports in Deutschland. Insgesamt sind rund 27 Millionen Menschen über ihre Verbände Mitglieder des DOSB. Der DOSB setzt sich dafür ein, dass Menschen mit und ohne Behinderung ganz selbstverständlich zusammen Sport treiben können. Zum Beispiel gibt es Arbeitsgruppen mit allen Verbänden, den Behindertensportverbänden und der Deutschen Sportjugend. In diesen Arbeitsgruppen überlegen sich die Teilnehmer, wie sie mehr Inklusion im Sport erreichen können. Im April 2016 gab es einen Kongress zum Thema „Mit Inklusion gewinnen!“ Dort haben die Teilnehmer gelernt, wie gut Sport geeignet ist, Inklusion voranzutreiben. Bestimmte Voraussetzungen müssen jedoch erfüllt sein, damit Inklusion im Sport funktioniert. In einigen Projekten wird dies schon getestet: bei der inklusiven Sportabzeichen-Tour oder dem Sport-Inklusionsmanager (www.inklusion-sport.de).


Beispiele von gemeinsamen Projekten im Sport
 

Inklusions-Spieltag

Zum ersten Mal gab es am 26. September 2015 einen Bundesliga-Spieltag mit dem Motto "Gemeinsam für Inklusion". Die Aktion Mensch, Werder Bremen und die Bundesliga-Stiftung haben diese Aktion organisiert. Dabei haben sie für ein selbstverständliches Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung geworben. Die Aktion Mensch und die Bundesliga-Stiftung wollen mit der Aktion Berührungsängste auf dem Fußballplatz, bei den Zuschauern, in den Vereinen und bei den Fans abbauen.

Blindenreporter

Im Blindenreporter-Kompetenzzentrum (ZSBR) lernen Reporter, Fußballspiele für blinde und sehbehinderte Menschen zu beschreiben. Die Arbeiterwohlfahrt, die Deutsche Fußball Liga und die Aktion Mensch arbeiten zusammen daran, dass die Blindenreporter immer besser werden. Das Blindenreporter-Kompetenzzentrum ist also eine Schule für Blindenreporter. In ganz Europa gibt es nur dieses eine Zentrum.

Zwei Blindenreporter beschreiben das Spiel, ein blinder Mann hört der Reportage zu.

Barrierefrei ins Stadion und Lernort Stadion

Die Aktion Mensch und die Bundesliga-Stiftung arbeiten gemeinsam am Online-Reiseführer „Barrierefrei ins Stadion“: In diesem Reiseführer steht, wie Fans am besten zu Fußballspielen der Bundesliga, 2. Bundesliga und 3. Liga reisen können: Zum Beispiel wo die Behindertentoiletten sind oder ob es im Stadion eine Audiodeskription (Hörbeschreibung) des Spiels gibt. „Lernort Stadion“ ist ein weiteres Projekt. Dort können Jugendliche zum Beispiel lernen, wie man gemeinsam ein Ziel erreicht oder was Inklusion bedeutet. Mit diesen Lernangeboten wollen die Aktion Mensch, die Bundesliga-Stiftung und die Vereine junge Menschen erreichen.

DFL Sommercamp der Kids-Clubs

Die DFL organisiert Sommercamps für Kinder. Die Aktion Mensch unterstützt sie dabei. Hier treffen sich die jüngsten Fans der Fußballvereine aus ganz Deutschland. Gemeinsam spielen sie Fußball und haben Spaß. In diesen Camps gibt es auch Lerneinheiten zum Thema Inklusion: Die Kinder lernen dort, wie das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung ganz selbstverständlich funktioniert. Diese Lerneinheiten zum Thema Inklusion übernehmen Sportler mit Behinderung.

Jugendliche spielen ein Spiel mit großen Gummibällen.
Sportmotive der Aktion Mensch Förderung

Wir wollen Inklusion im Sport voranbringen