Neuigkeiten nach Themen

Aktuelle Studie

Benachteiligung am Arbeitsmarkt

Frauen mit Schwerbehinderung sind auf dem Arbeitsmarkt von doppelter Diskriminierung betroffen: Sie bilden das Schlusslicht bei Lohn sowie Vollzeit- und Führungspositionen und sind durch Haushalts- und Familienaufgaben besonders belastet. So das Ergebnis einer aktuellen Studie, die die Aktion Mensch veröffentlicht hat.

Grafik mit Informationen zur Benachteiligung von Frauen mit Schwerbehinderung auf dem Arbeitsmarkt

Grundlage der repräsentativen Studie ist ein erstmaliger systematischer Vergleich der Erwerbssituation von Frauen mit und ohne Schwerbehinderung sowie den entsprechenden männlichen Bevölkerungsgruppen. Die Ergebnisse machen deutlich, dass für eine gerechte Teilhabe am Arbeitsleben ein Bewusstseinswandel erforderlich ist. Die Aktion Mensch plädiert deshalb für ein Bekenntnis zu Inklusion und Gendergerechtigkeit.

Die kompletten Studienergebnisse sowie anschauliche Beispiele aus der Praxis findest du auf unserer Webseite:

Zur Studie

Themenhinweis im Podcast

Du suchst weitere Informationen zu diesem Thema? Am 18. März wird die Soziologin Jutta Allmendinger zu Gast sein in unserem Podcasts "All Inclusive". Im Gespräch mit ihr geht es um die Situation von Frauen mit Behinderung im Arbeitsleben und darüber hinaus. Hör doch mal rein!

zum Podcast

 


Arbeitsmarkt-Studie

Inklusionsbarometer 2020

Die Corona-Krise führt zu einem deutlichen Rückschlag von Inklusion auf dem Arbeitsmarkt. Zu diesem Ergebnis kommt das aktuelle Inklusionsbarometer Arbeit, das das Handelsblatt Research Institute im Auftrag der Aktion Mensch erstellt hat.

Deutschlandkarte, die den Coronabedingten Anstieg der Arbeitslosenzahlen von Menschen mit Behinderung nach Bundesländern abbildet: Schleswig-Holstein +15,9%, Hamburg +18,9%, Bremen +8,6%, Niedersachsen +11,7%, Nordrhein-Westfalen +11,2%, Hessen +16,2%, Rheinland-Pfalz +12,4%, Saarland +9,6%, Baden-Württemberg +16,4%, Bayern +19,1%, Thüringen +8,7%, Sachsen +10,9%, Sachsen-Anhalt +6,6%, Berlin +12,8%, Brandenburg +7,6%, Mecklenburg-Vorpommern +6,7% (Vergleichszeitraum jeweils Oktober 2019 und Oktober 2020).

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Arbeitsmarkt sind für Menschen mit Behinderung besonders gravierend. Die Zahl der arbeitslosen Menschen mit Behinderung steigt auf den höchsten Stand seit 2016 und wirft die Inklusion auf dem Arbeitsmarkt damit um vier Jahre zurück.

Das sind die wichtigsten Studienergebnisse auf einen Blick:

  • Inklusion auf dem Arbeitsmarkt erleidet durch Corona-Krise deutlichen Rückschlag
  • Bundesweit 13 Prozent mehr arbeitslose Menschen mit Schwerbehinderung als im Vorjahr (Stand Oktober)
  • Besonders schwerwiegend äußert sich die Situation in Bayern, Hamburg und Baden-Württemberg

Mehr Informationen zu den Studienergebnissen und die gesamte Studie zum Download gibt es hier:

Zum Inklusionsbarometer 2020


Top 10-Platzierung

"Familienfreundlichste Arbeitgeber Deutschlands"

In einer gemeinsamen Studie der Zeitschrift "freundin" und der Arbeitgeber-Bewerungsplattform "kununu" wurde die Aktion Mensch gemeinsam mit vielen anderen Unternehmen als einer der familienfreundlichsten Arbeitgeber Deutschlands ausgezeichnet.

Das Siegel "Familienfreundlichste Unternehmen 2020" von freundin und kununu Copyright: freundin.de

freundin und kununu hatten ihre Nutzer*innen in Deutschland und Österreich dazu aufgerufen, ihre Arbeitgeber in Sachen Familienfreundlichkeit zu bewerten. Mehr als 2 Millionen Menschen folgten dem Aufruf und bewerteten ihre Arbeitgeber in Famillienfreundlichkeits-Kategorien wie beispielsweise Work-Life-Balance, Vorgesetztenverhalten, Gleichberechtigung und Gehalt/Sozialleistungen. Auch das Angebot von Benefits wie flexiblen Arbeitszeiten, Homeoffice, Kinderbetreuung und betrieblicher Altersvorsorge war Bedingung, um als Arbeitgeber für die Auszeichnung in Betracht zu kommen.

Alle Unternehmen, die mindestens 50 Bewertungen erhielten und einen kununu-Score von mindestens 3,5 haben, wurden in das abschließende Ranking einbezogen: insgesamt traf das auf über 200.000 deutsche und österreichische Unternehmen zu.

Die Bewertung erfolgte anschließend für Deutschland in 30 unterschiedlichen Branchen-Kategorien. In der Kategorie "Öffentliche Verwaltung / Vereine" belegte die Aktion Mensch Platz 10 und darf sich nun über die Auszeichnung "Familienfreundlichste Unternehmen Deutschlands 2020" freuen. Platz 1 in der entsprechenden Kategorie belegte der Verein Kindernothilfe e.V. mit Sitz in Duisburg, gefolgt von der Robert Bosch Stiftung in Stuttgart und dem Humanistischen Verband Berlin-Brandenburg.

Einen Artikel mit den Top 10-Platzierungen in allen 30 Kategorien sowie den Gewinner*innen aus Österreich hat "freundin" online veröffentlicht.

Zum Artikel bei freundin.de


Preisverleihung 2020

Vier Unternehmen mit „Inklusionspreis“ ausgezeichnet

Am 3. September 2020 wurde von der Bundesagentur für Arbeit, der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, der Charta der Vielfalt und dem UnternehmensForum auch in diesem Jahr wieder der „Inklusionspreis für die Wirtschaft“ verliehen. Mit dem Preis werden Unternehmen im gesamten Bundesgebiet gewürdigt, die sich mit ihrem Engagement für ein inklusives und chancengleiches Arbeitsumfeld einsetzen.

Das Logo des Inklusionspreis für die Wirtschaft 2020.

In einer Online-Veranstaltung wurden die diesjährigen Preisträger*innen ausgezeichnet: die Porzellanfabrik Hermsdorf, Shuyao Teekultur, Matthias Hartmann Orthopädie + Sport sowie die Zahntechnik Leipzig.

Als Teil der 11-köpfigen Expert*innen-Jury war auch Christina Marx, Leiterin des Bereichs Aufklärung bei der Aktion Mensch, daran beteiligt, die finalen Preisträger*innen auszuwählen. Schirmherr des Inklusionspreises ist Hubertus Heil, Bundesminister für Arbeit und Soziales.

„Inklusion sichert den Fachkräftebedarf und stärkt die Motivation der Mitarbeitenden, ganz gleich ob mit oder ohne Behinderungen", so Olaf Guttzeit, Vorstandsvorsitzender des UnternehmensForum und einer der vier Initiierenden des renommierten Preises.

Und auch die Preisträger*innen sind sich einig: „Inklusion lohnt! Das Investment an Zeit und Geduld wird um ein Vielfaches belohnt – ein Gewinn für alle!“

Mehr zum Inklusionspreis für die Wirtschaft 2020

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Kategorien:
Arbeit

Statistiken zur beruflichen Teilhabe

REHADAT-Portal erweitert

Mit frischen Layout und zusätzlichen Inhalten wartet das Internetportal REHADAT-Statistik auf. Statistiken mit Bezug zur beruflichen Teilhabe von Menschen mit Behinderung sind nun noch schneller und einfacher zu finden – auch über mobile Endgeräte.

Eine Frau im Rollstuhl und ein Mann sitzen bei einer Besprechung im Büro.

Wie viele Menschen mit einer anerkannten Behinderung leben in Deutschland? Wie hoch sind die Ausgaben für Leistungen zur beruflichen Teilhabe? Wie wird die Ausgleichsabgabe verwendet? Auf Fragen wie diese gibt das Internetportal REHADAT-Statistik Antworten.

Neben allgemeinen Zahlen zu Behinderungen bietet das Portal Links auf Statistiken zu den Themen Bildung, Ausbildung, berufliche Teilhabe, Leistungen der Kostenträger und barrierefreies Leben. Zu jeder Statistik werden ausgewählte Ergebnisse aufgeführt sowie Links zur Quelle und Hinweise zur Methodik angegeben. Zusätzlich gibt es mehr Infografiken, um die Ergebnisse auch optisch schnell zu erfassen.

Die umfangreichen Daten zum Thema Behinderung und Beruf sind barrierefrei und kostenlos zugänglich.

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