Neuigkeiten nach Themen

Inklusionsbarometer Arbeit 2019

100 Tage länger arbeitslos

Trotz sinkender Arbeitslosenzahlen bleibt die Kluft zwischen erwerbslosen Menschen mit und ohne Behinderung groß. Zu diesem Ergebnis kommt das aktuelle Inklusionslagebarometer Arbeit der Aktion Mensch und des Handelsblatt Research Institute (HRI).

Ein Mann im schwarzen T-Shirt verschließt ein Paket mit Hilfe eines Klebebandrollers.

Obwohl sich die Arbeitsmarktsituation für Menschen mit Behinderung insgesamt verbessert hat, haben Menschen ohne Behinderung die deutlich besseren Chancen auf einen Job. So sind Menschen mit Behinderung im Schnitt 100 Tage länger arbeitslos – durchschnittlich 359 Tage.

Hinzu kommt, dass immer weniger Unternehmen die Pflichtquote zur Beschäftigung von Menschen mit Behinderung erfüllen. 44.980 von insgesamt 1.146.111 Pflichtarbeitsplätzen für schwerbehinderte Arbeitnehmer*innen wurden stattdessen von Menschen ohne Behinderung besetzt – eine Lücke, die sich in den letzten Jahren stetig vergrößert hat (Vorjahr: 37.182).

Alle aktuellen Ergebnisse der Studie sind hier verfügbar:

zum Inklusionsbarometer Arbeit 2019

 


Auszeichnung durch den DBS

Ehrenpreis für die Aktion Mensch

Im Rahmen der Ehrung der Para-Sportler*innen des Jahres erhielt am vergangenen Samstag auch die Aktion Mensch eine besondere Auszeichnung: Den Ehrenpreis des DBS.

Christina Marx nimmt den Ehrenpreis für die Aktion Mensch entgegen. Ralf Kuckuck, DBS

Den Deutschen Behindertensportverband (DBS) und die Aktion Mensch verbindet bereits eine langjährige Partnerschaft mit dem gemeinsamen Ziel, die Angebote für Menschen mit und ohne Behinderung im Breitensport ständig zu erweitern. Am vergangenen Samstag hat der DBS die Aktion Mensch für ihr außergewöhnliches Engangement für Inklusion und Teilhabe im Sport mit dem DBS-Ehrenpreis ausgezeichnet.

"Ohne die Unterstützung der Aktion Mensch wäre der Para-Sport in Deutschland um vieles ärmer", so die Begründung des DBS-Präsidenten Friedhelm Julius Beucher. Entgegengenommen wurde der Preis von Christina Marx, Leiterin Aufklärung.

Ein kurzer Filmbeitrag, der im Rahmen der Veranstaltung präsentiert wurde, gibt einen schönen Überblick über das Engagement der Aktion Mensch:


MIA - Mehr Inklusion für Alle

Modellprojekt erfolgreich abgeschlossen

Inklusion im und durch Sport stand im Fokus des Modellprojektes MIA, das der Deutsche Behindertensportverband (DBS) ins Leben gerufen hat. Nach drei Jahren feierte das von der Aktion Mensch Stiftung geförderte Projekt seinen erfolgreichen Abschluss.

Logo des Projektes Mehr Inklusion für Alle

Ein gemeinschaftliches Miteinander und sich frei entfalten können - das funktioniert im Sport, wo Teamgeist und persönlicher Einsatz gefragt sind, besonders gut. Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) setzt sich daher schon lange für eine inklusive Sportlandschaft ein. Im Rahmen des Projekts MIA - Mehr Inklusion für Alle, hat der Verband zehn Modellregionen dabei unterstützt ihre örtlichen Strukturen so zu verbessern, dass Teilhabemöglichkeiten für Menschen mit Behinderung enstehen konnten.

Über drei Jahre wurden in den Modellregionen unter anderem starke, inklusive Netzwerke aufgebaut, Qualifizierungsmaßnahmen und Beratungsstellen ins Leben gerufen sowie Teilhabemöglichkeiten und Barrieren für Menschen mit Behinderung ermittelt. Im Zentrum stand dabei die praktische Erprobung der durch den DBS in Zusammenarbeit mit Fachleuten entwickelte "Index für Inklusion im Sport". Zusätzlich können sich Interessierte bundesweit im Rahmen eines MIA-Forums zur Umsetzung von Inklusion im Sport austauschen.

Am vergangenen Freitag feierten die Projektvertreter*innen den erfolgreichen Abschluss des Projekts - mit dem festen Ziel weiter am Ball zu bleiben und die bereits umgesetzten Maßnahmen und Erfolge weiter fortzusetzen und auszubauen.


Mehr Informationen findet ihr auf der Projektseite des DBS:

MIA - Mehr Inklusion für Alle
 


Fox-Award für "Menschen. Inklusiv leben"

Ausgezeichnetes Magazin

Inhaltsstark, impulsgebend und markenstärkend - Das Magazin der Aktion Mensch "Menschen. Inklusiv leben" wurde mit dem Fox Award ausgezeichnet.

Ein Magazin-Titel, der zwei junge Männer mit und ohne Behinderung freundschaftlich Arm in Arm zeigt. Daneben ist das Siegel des Fox-Awards zu sehen.

Die Auszeichnung aus dem Bereich Corporate Publishing geht an Medien, die durch besondere inhaltliche Effizienz hervorstechen. Die Jury würdigte insbesondere das Konzept und die inhaltliche Qualität von "Menschen. Inklusiv leben" sowie den positiven und wirkungsstarken Mehrwert für unsere Fachzielgruppe.

Der Preis zeichnet das Magazin der Aktion Mensch als markenstärkenden Impulsgeber, Informationslieferanten und Relevanz-Garanten aus. Ein tolles Zeugnis, das auch die guten Ergebnisse unserer Leser*innen-Befragung aus diesem Jahr bestätigt.

Du kennst unser Magazin noch nicht? Dann schau doch mal rein!

zu "Menschen. Inklusiv leben"


Diskussion mit Minister Dr. Stamp

#MissionInklusion im Landtag

Beim Jugendaktionscamp kamen im Mai unter dem Motto #MissionInklusion rund 100 Jugendliche mit und ohne Behinderung zusammen. Die dort zusammengetragenen Wünsche, Forderungen und Ideen rund um das Thema Inklusion diskutierten sie vergangene Woche in Düsseldorf mit Dr. Joachim Stamp.

Minister Joachim Stamp in der Diskussion mit einigen Jugendlichen.

Was bedeutet für Sie Inklusion? Warum gibt es keine Gebärdensprachdolmetscher*innen bei öffentlichen Veranstaltungen? Bis zu welchem akademischen Grad geht Inklusion? Die Fragen, die die Jugendlichen zum Gespräch mit dem stellvertretenden Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen mitgebracht hatten, waren vielfältig. Sie bildeten die Diskussionsgrundlage für einen regen und sehr offenen Austausch zwischen den Teilnehmer*innen des Jugendaktionscamps 2019 und dem Politiker.

Einige der Anregungen hat der Minister für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration sich direkt konkret auf seine persönliche Agenda gesetzt. So möchte er sich dafür einsetzen, dass zukünftig regelmäßig Gebärdensprachdolmetscher*innen bei Debatten zugegen sind und die Inklusionsdebatte generell mehr Fahrt aufnimmt. Und auch die eigene Sprache will er im Blick behalten – lieber leichte Sprache statt "Politiker-Jargon" verwenden.

Die jugendlichen Teilnehmer*innen werden sicher gespannt verfolgen, ob ihre Forderungen tatsächlich umgesetzt werden. Den Austausch haben sie auf jeden Fall als sehr positiv und transparent empfunden, und als Anreiz, sich künftig noch stärker für Inklusion einzusetzen. Sei es auf politischer Ebene oder auch in ihrem schulischen und persönlichen Umfeld. Wir freuen uns über diesen gelungenen Abschluss des diesjährigen Jugendaktionscamps!

Du möchtest mehr über das Jugendaktionscamp erfahren? Hier findest du einen vielfältigen Rückblick:

zum Jugendaktionscamp 2019