Natalie ist #Inkluencerin und erklärt, was das ist

Mit dem Wort #Inkluencer*in werden Menschen bezeichnet, die sich aktiv für Inklusion einsetzen. So wie Natalie Dedreux. Sie ist Redakteurin und schreibt für das Magazin Ohrenkuss. Alle Texte im Magazin werden von Menschen mit Down-Syndrom geschrieben. Natalie hat für Aktion Mensch einen Gastbeitrag geschrieben. Sie erzählt, was sie als #Inkluencerin für Inklusion von Anfang an macht.

Ein Porträt-Foto von der Online-Redakteurin Natalie Dedreux, die ein #Inkluencer-Shirt trägt.

Als #Inkluencerin aktiv


Natalie Dedreux ist 20 Jahre alt und wohnt in Köln. Sie sagt: „Das Down-Syndrom ist cool!“ Sie kämpft dafür, dass Menschen mit Down-Syndrom in der Gesellschaft mehr gehört und gesehen werden.

Das macht sie auf ihrer Webseite, ihrem Instagram-Account oder bei Ohrenkuss als Redakteurin. Dort schreibt sie über verschiedene Themen. Zum Beispiel über ihren Einsatz für Inklusion. Oder ihre Gespräche mit Politiker*innen wie Angela Merkel.

Einsatz für Inklusion

Ich bin #Inkluencerin, weil ich mich auf Instagram und Facebook für das Down-Syndrom und Inklusion einsetze. Das hat auch etwas mit der Zukunft von Menschen mit Behinderung zu tun.

In sozialen Medien, zum Beispiel auf Instagram oder Facebook, wird gezeigt, wie Menschen mit Behinderung gut klarkommen und sich damit auch zurechtfinden. Ich finde es auch cool, eine #Inkluencerin zu sein. Ich zeige, wie cool es ist, was wir so machen.

Menschen sollten sich für Inklusion einsetzen, weil wir in einer Gesellschaft leben und miteinander klarkommen sollen. Und es ist wichtig, dass auch Menschen mit Behinderung mit dabei sind und mitmachen dürfen. Das heißt nämlich auch, dass auch Menschen mit Behinderung dazugehören. Und das heißt nicht, dass der eine Teil der Menschen meint, dass Menschen mit Down-Syndrom oder mit einer Behinderung am Rand stehen müssen und nicht mitmachen dürfen.

Natalie Dedreux.

Dabei sein

Ich poste viel auf Instagram und Facebook, damit alle sehen, dass mein Leben cool ist. Damit will ich auch in Bewegung bringen, dass mehr Menschen mit einer Behinderung und mit Down-Syndrom mit dabei sind und mehr dazu gehören dürfen und mitmachen dürfen. Das ist auch die Bedeutung von Inklusion und das muss auch gemacht werden.

Mir ist wichtig, dass Inklusion mehr in Bewegung kommt und auch gemacht wird. Auch in Schulen, auf der Arbeit und in Wohngemeinschaften. Das sind auch Menschenrechte, dass Menschen mit Down-Syndrom und mit Behinderung dazugehören. Das steht im Grundgesetz.

Erzähle uns deine Geschichte!

Eine Frau steht neben einem Spiegel, in dem sich ihr Gesicht spiegelt, und schaut in die Kamera.

Noch immer gibt es viel zu viele Hürden im Alltag von Menschen mit Behinderung. Sie werden im Job benachteiligt, haben häufig nicht dieselben Bildungschancen wie andere und müssen ständig mit Vorurteilen umgehen. Und viel zu selten werden ihre Geschichten gehört. Das wollen wir ändern. Denn um Inklusion von Anfang an zu verwirklichen, müssen wir uns miteinander austauschen. Wir sind davon überzeugt, dass persönliche Geschichten wichtig sind, um Barrieren in den Köpfen von vielen Menschen abzubauen.

Deshalb suchen wir Geschichten von echten Menschen, die uns von ihren Erfahrungen und Erlebnissen erzählen.

Schicke uns deine Geschichte!

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