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Erfolg durch Partizipation

Warum Partizipation in der Kommune so wichtig ist

Wenn Menschen merken, dass sie in ihrer Kommune etwas bewegen können, dass ihre Meinung zählt und ihre Wünsche berücksichtigt werden, wachsen Vertrauen und Zufriedenheit. Die Menschen bekommen das Gefühl, schwierige Situationen und Herausforderungen aus eigener Kraft erfolgreich bewältigen zu können. Diese Überzeugung heißt auch Selbstwirksamkeit. Weniger Menschen fühlen sich „abgehängt“, sie können sich stärker mit der Kommune, deren Zielen und Projekten identifizieren. Das Gemeinschaftsgefühl wächst. Das macht die Kommune fit für die Zukunft.

Kommunalverwaltung und -politik profitieren zudem vom Wissen und den Fähigkeiten vieler verschiedener Bürger*innen, wenn sie sie an Entscheidungen und Projekten beteiligen. Menschen mit Behinderung, Menschen mit Migrationshintergrund, Senior*innen oder Jugendliche – sie alle wissen selbst am besten, was sie brauchen, um am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können. Sie sind Expert*innen in eigener Sache. Und nur mit ihrer Expertise finden Verwaltungen, Organisationen, Institutionen die passende und für alle beste Lösung.

Vielfalt ist Bereicherung. Je mehr unterschiedliche Menschen sich in Planungen einbringen, desto kreativere Lösungen können entstehen. Natürlich sind dabei auch Kompromisse gefragt. Ein blinder Mann hat andere Bedürfnisse als eine Frau mit Migrationserfahrung oder Eltern mit kleinen Kindern.

Werden all diese Interessengruppen beteiligt und können sie aktiv an Lösungen arbeiten, lernen sie sich gegenseitig besser kennen. Es entsteht mehr Verständnis für getroffene Entscheidungen. Im besten Fall fühlen sich alle Menschen mitgenommen.

Bilden Sie sich weiter in Partizipation

Drei Frauen unterhalten sich draußen, zwei Frauen tragen ein Kopftuch.
Eine Seniorin spricht auf einer Veranstaltung in der Modellkommune Erlangen

Erfahrungen aus Erlangen

Für Felicitas Keefer, Netzwerkkoordinatorin bis 2021 in der Modellkommune Erlangen, war es anfänglich sehr schwer, die Zielgruppe der vereinsamten Senior*innen zu erreichen. Lesen Sie, wie sie es dennoch geschafft hat.

Was Kommunen für mehr Partizipation tun können

Echte Partizipation ist bei Kommune Inklusiv eine Bedingung für gelingende Inklusion. Denn nur, wenn alle Menschen wirklich mitbestimmen und mitgestalten dürfen, ist Inklusion erreicht. Der Weg zu einer echten Bürgerbeteiligung verlangt Kommunen Geduld ab: Sie müssen Zeit, Geld und Personal investieren. Neben den geeigneten Methoden braucht es Mut zur Umsetzung und Veränderung von Routine. Partizipation ist ein Prozess, den Sie mit kleinen Schritten beginnen können. Fangen Sie im Quartier an: Beteiligen Sie die Einwohner*innen als Expert*innen für ihr Viertel, beispielsweise bei Stadtteilspaziergängen oder Stadtteilfesten.

Weitere Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung haben wir im "Infoblatt: Methoden der Partizipation (PDF) “ für Sie zusammengestellt. Einige lassen sich einfach und schnell umsetzen, für andere brauchen Sie etwas mehr Ressourcen.

Wo Ihre Kommune beim Thema Partizipation steht, können Sie anhand der "Prüfliste: Ist Ihre Kommune auf dem Weg zur echten Bürgerbeteiligung? (PDF) “ überprüfen.

Den „Königsweg der Partizipation“ heißt kooperative Planung. Wir stellenIhnen diese Methode auf den folgenden Seiten vor. Einige der Modellkommunen arbeiten nach dieser Methode.

Eine junge Fußballerin mit rotem Trikot und Ball unter dem Arm lächelt in die Kamera.
Zwei Frauen unterhalten sich in Gebärdensprache, ein Mann schaut zu

Echte Beteiligung durch kooperative Planung

Für einen nachhaltigen Erfolg ist die kooperative Projektplanung eine Grundvoraussetzung. Bei dieser Methode der Partizipation sind alle Menschen gleichberechtigt beteiligt.