Inklusion in der Kommune selbstverständlich machen

Zwei Männer sitzen draußen und unterhalten sich. Ein Mann sitzt im Rollstuhl, der andere auf dem Rand eines Springbrunnens, im Hintergrund laufen Menschen vorbei

Verankern Sie Ihr Inklusionsprojekt fest in der Kommune. Machen Sie es zu einem selbstverständlichen Teil des Lebens im Stadtteil, in der Stadt oder Gemeinde. Dafür ist es wichtig, dass Sie Ihr Netzwerk so weit wie möglich über alle Gesellschaftsbereiche spannen und dass die Kommunalverwaltung Teil Ihres Netzwerks ist.

Je mehr Menschen Ihr inklusives Netzwerk und Ihre Projekte kennen und gut finden, desto eher wird Ihr Inklusionsprojekt weiter bestehen – mitgetragen von Bürger*innen, von Aktiven aus Ihrem Stadtviertel, Ihrer Kommune, Ihrem Kreis.

  • Pflegen Sie Ihre Kontakte zu Kommunal- und Stadtteilverwaltungen, zu Kommunalpolitiker*innen, in die Vereine. Im besten Fall macht die Kommune Ihr Ziel einer inklusiven Gesellschaft zu ihrem eigenen Ziel und arbeitet konsequent darauf hin: indem sie Ihre Projekte fördert, eigene Inklusionsprojekte ins Leben ruft und Inklusion in allen Bereichen mitdenkt. Hat die Verwaltung für Ihr Projekt beispielsweise Stellen geschaffen, wird sie sie sehr wahrscheinlich auch dann weiter finanzieren, wenn andere Förderungen für Ihr Netzwerk enden. 
  • Machen Sie Ihr Netzwerk fit für die Zeit nach der Förderung: Festigen Sie die Netzwerkstrukturen, indem Sie Mitarbeiter*innen, Partner*innen und ehrenamtlich aktive Bürger*innen sinnvoll einbinden und Verantwortung auf verschiedene Schultern verteilen. Lesen Sie dazu mehr unter "Neue Partner*innen an Bord holen". Arbeiten die Steuerungsgruppe und die Arbeitsgruppen selbstständig? Weiß jede und jeder, was sie oder er zu tun hat? Dann können Projekte weiterlaufen – gegebenenfalls auch ohne die Unterstützung durch eine hauptamtliche Netzwerkkoordination.
  • Denken Sie an Öffentlichkeitsarbeit! Ein schön gestalteter, informativer Newsletter, auf den sich die Abonnent*innen freuen, eine gut gepflegte Social-Media-Präsenz, auf der Bürger*innen mit diskutieren können, ein guter Kontakt zu Journalist*innen vor Ort - das alles trägt zur Bekanntheit und Beliebtheit Ihres Projekts bei.

Lesen Sie mehr auf der Seite "Presse- und Öffentlichkeitsarbeit".

Icon einer Glühbirne

Überlegen Sie, ob ein Verein eine passende Form wäre

Möglicherweise ist es sinnvoll, dass Sie für Ihr Projekt eine eigene Rechtsform gründen, beispielsweise einen Verein. Ein Verein hat gegenüber einem Netzwerk folgende Vorteile:

  • Er kann Mitarbeiter*innen einstellen.
  • Er kann Spenden einwerben.
  • Er kann sich durch Mitgliedsbeiträge finanzieren.
  • Er kann Gemeinnützigkeit beantragen, Eigentum erwerben und Vermögen bilden.
  • Die Strukturen sind fester und verbindlicher, alle Mitglieder haben automatisch die gleichen Rechte und Pflichten.

3. Phase: Verstetigung

Zwei Frauen laufen auf die Kamera zu, eine Frau hat einen Blindenführhund dabei

Die fünf Modellkommunen Rostock, Nieder-Olm, Erlangen, Schwäbisch Gmünd und Schneverdingen sind noch nicht in der Verstetigung. Für den Anfang werden wir deshalb auf andere Projekte und gute Beispiele zurückgreifen. Lesen Sie bald mehr unter 3. Phase: Verstetigung.

Damit erreichte Ziele nachhaltig Wirkung entfalten