Beispiele für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit aus den Modellkommunen

Bunte Zahnräder greifen ineinander und zeigen fünf menschliche Silhouetten. Zu lesen ist: Die fünf Inklusionsweisen. Das schlaue Buch der Vielfalt.

Alle fünf Modellkommunen haben ihre Social-Media-Angebote ausgebaut und gehen neue Wege in der Öffentlichkeitsarbeit.

Als gemeinsames Projekt haben sich die fünf Modellkommunen die Videoreihe „Das schlaue Buch der Vielfalt“ ausgedacht. Alle paar Wochen erscheint bei YouTube ein neues Kapitel, beispielsweise zu den Themen Inklusion und Tourismus, Vielfalt im Job, Vielfalt in der Werbung oder Barrierefreiheit. Die Projektkoordinator*innen diskutieren gemeinsam mit Gästen wie Schauspieler*innen, Medienmacher*innen oder Arbeitsmarktexpert*innen.

Auch einzeln sind die Kommunen bei YouTube vertreten. Schneverdingen bietet auf seinem Kanal beispielsweise ein Bilderbuchkino an. Menschen aus der Stadt lesen vor, darunter bekannte Personen wie die Heidekönigin oder die Bürgermeisterin. Die Verbandsgemeinde Nieder-Olm veröffentlicht „Das virtuelle Gespräch am Donnerstagabend“. Projektkoordinatorin Gracia Schade spricht mit Expert*innen aus der Politik, aus Verbänden und Bürgerinitiativen über Themen wie Frauenrechte oder Ausgrenzung durch Sprache. In der Reihe „30 Tage – 30 Gesichter“ geben Menschen aus der Verbandsgemeinde ihr Statement für Gleichberechtigung, Respekt und Vielfalt ab.

Mit Social-Media-Angeboten ganz nah an den Bürger*innen

Eine Frau und ein Mann machen ein Selfie.

Auf Rostocks YouTube-Kanal finden sich die neuesten Folgen des Inklusions-Podcasts „Kaffee, Klatsch und Inklusion“. Die Folgen lassen sich außerdem bei Spotify abonnieren. Die Netzwerkkoordinator*innen Anja Schulz und Erik Ortlieb unterhalten sich in ihrem Podcast über positive Nachrichten aus Rostock und der Welt – die Nachrichten kommen aus allen Lebensbereichen. Es geht um Unterstützung beim Gießen von Stadtbäumen, Prothesen aus dem 3D-Drucker oder lokale Spendenprojekte. Podcast-Fans können Fragen und Themenvorschläge schicken. Inklusion spielt bei den lockeren Gesprächen immer eine Rolle – sie steht allerdings nicht im Vordergrund. Das Ziel: noch mehr Hörer*innen quasi nebenbei mit dem Thema Inklusion erreichen und deutlich machen, dass Inklusion für alle Bereiche der Gesellschaft wichtig ist.

Auch Schwäbisch Gmünd ist auf der Hör-Plattform Spotify präsent. In der Reihe „So wie ich bin“ erzählen Menschen mit und ohne Behinderung aus ihrem Leben, von ihrer Arbeit und ihrem Engagement für mehr Inklusion. „Die Hörerinnen und Hörer mögen, dass es um Bürgerinnen und Bürger aus Gmünd und deren Leben geht, um Geschichten und Biographien“, sagt Netzwerkkoordinatorin Sandra Sanwald. Auch das Format „Zeig dich“ komme gut an, so Sanwald. Inspiriert durch die Rubrik „Sagen Sie jetzt nichts“ im Magazin der Süddeutschen Zeitung hat das Kommune Inklusiv-Team dieses Format umgesetzt. Der oder die Interviewte beantwortet Fragen zur Inklusion ausschließlich mit Körpersprache. Die neuen Folgen werden auf der Facebook-Seite der Stadt Gmünd und auf dem Gmünder Kommune Inklusiv-Blog angekündigt. Unter dem Motto „Bock auf Blog – Gmünd für alle“ schreiben die Projektpartner*innen dort über Veranstaltungen, Ereignisse und Aktionen, die Inklusion voranbringen. Auch aus ihrem Alltag berichten sie. Sanwalds Wunsch ist, dass nach und nach immer mehr Gmünder*innen Blogartikel schreiben.

Verschiedene Social-Media-Kanäle für unterschiedliche Zielgruppen

Screenshot zur Ankündigung der Gesprächsreihe auf dem Instagram-Kanal von Schneverdingen

Erlangen hat ebenfalls ein Blog mit Neuigkeiten aus Kommune Inklusiv gestartet. Darin berichtet Projektkoordinatorin Felicitas Keefer beispielsweise über „Erlangen erzählt Lebensgeschichten“. Das Konzept: In Workshops treffen sich Menschen jeden Alters und tauschen sich über ihre Lebenserfahrungen aus. Anregungen zum Erinnern geben unter anderem Geschichten, Lieder oder auch Düfte und Rezepte aus der Kindheit. Keefer und ihr Team haben aus den gesammelten Lebensgeschichten eine multimediale Ausstellung gemacht. „Wir hatten von Anfang an die Idee, allen Menschen in Erlangen zu zeigen, was die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den Workshops erschaffen“, sagt Keefer. Wegen des Lockdowns ist die Ausstellung zurzeit geschlossen.

Bei Facebook und Instagram ist das Schneverdinger Kommune Inklusiv-Team sehr aktiv. Wer mehr über die neuesten Aktionen, Veranstaltungen und Angebote und über Zusammenhalt in einer Kleinstadt wie Schneverdingen erfahren möchte, findet dort viele Infos. „Webseite, YouTube, Facebook, Instagram – mit den verschiedenen Kanälen lassen sich unterschiedliche Zielgruppen ansprechen“, sagt Netzwerkkoordinatorin Ulrike Schloo. „Wir bekommen viele positive Rückmeldungen, was echt toll ist und uns motiviert.“

Die Erfahrungen aus den Modellkommunen zeigen: Es lohnt sich, neue Formate auszuprobieren, um die Menschen vor Ort zu erreichen und ihnen bewusst zu machen, wie wichtig Inklusion ist.

Zeit für einen Boxenstopp einlegen

Vier Frauen und ein Mann in verschiedenem Alter sitzen draußen auf Stühlen vor einem Gebäude und sprechen miteinander

Sie sollten Ihr Projekt und Ihr Netzwerk in regelmäßigen Abständen überprüfen. Denn Sie sparen Zeit, Geld und Nerven, wenn Sie frühzeitig auf Veränderungen reagieren.

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