Gute Gründe für Inklusion

Sie wollen Inklusion im Verein, in Ihrer Verwaltung, an Ihrer Arbeitsstelle, bei einer Veranstaltung, in Ihrem Dorf oder Stadtviertel voranbringen? Dann sind gute Argumente und gelungene Beispiele wichtig, um Ihre Gesprächs- und Projektpartner*innen zu überzeugen.

Damit dies besser gelingt, haben wir von der Aktion Mensch zusammen mit Expert*innen aus der Wissenschaft, der Behindertenarbeit, der Selbsthilfe, der Verwaltung und mit Aktivist*innen darüber nachgedacht, welche Argumente für Inklusion sprechen. Damit auch Sie zusammen mit Ihren Projektpartner*innen gute Gründe für Inklusion vorbringen und inklusive Projekte anstoßen können, haben wir 10 gute Gründe für Inklusion auf dieser Webseite zusammengetragen.

Finden Sie eigene Argumente, die für Sie am besten passen

Die von uns zusammengestellten 10 Gründe für Inklusion sollen Ihnen als eine Art Baukasten dienen: Nehmen Sie die Gründe, die Ihnen am sinnvollsten erscheinen, und setzen Sie sie nach Ihren Anforderungen zusammen. Manche Menschen brauchen die Aussicht für eine gute Sache zu arbeiten, andere sind eher für Zahlen und Fakten empfänglich. Wieder andere lassen sich durch Kosten und Fördermöglichkeiten ins Boot holen oder sich durch die geltenden Gesetzte überzeugen.

Die 10 guten Gründe für Inklusion sollen auch als Diskussionsgrundlage dienen. Überlegen Sie, welche Gründe für Ihre Zwecke am besten wirken oder wen Sie mit welchem Argument überzeugen können. Sie können neue Gründe finden, Argumente anders aufbauen als wir und somit eine für Sie passende Argumentationsstrategie entwickeln. So ergibt sich vielleicht für Sie der gute Grund „Inklusion kostet nicht mehr“, mit den Aspekten Förderungsmöglichkeiten, Kooperationen oder kreative Lösungen.

Ein Mann im Rollstuhl und eine Frau Hand in Hand auf einer Rampe vor einem Gebäude

Grundlage ist der breite Inklusionsbegriff

Viele Menschen denken bei Inklusion in erster Linie an Menschen mit Behinderung. Die Aktion Mensch hat jedoch für die folgenden Argumente den sogenannten breiten Inklusionsbegriff zugrunde gelegt:

Jeder Mensch soll sich gleichberechtigt und unabhängig von Behinderung, sozialer Herkunft, Geschlecht, Alter, sexueller Orientierung oder sonstiger individueller Merkmale und Fähigkeiten an allen gesellschaftlichen Prozessen beteiligen können.

Das bedeutet, dass alle Menschen ganz selbstverständlich am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Dazu gehören Menschen mit und ohne Behinderung, mit und ohne Migrationshintergrund, junge und alte Menschen, Frauen, Männer, Menschen, die wenig Geld haben, Menschen mit unterschiedlichen Religionen oder sexueller Orientierung oder Identität – einfach alle!

Diese Webseite ist Teil des über fünf Jahre laufenden Projekts Kommune Inklusiv. Ziel des Projekts ist es, dass fünf ausgewählte Kommunen sich auf den Weg zu einer inklusiven Gemeinschaft aufmachen. Die Kommunen und die Aktion Mensch versuchen herauszufinden, wie sich erfolgreiche Projekte für Inklusion am besten entwickeln lassen und wie sie dauerhaft bestehen bleiben. Dabei soll sich die ganze Gemeinschaft vor Ort mit Verwaltung, Bevölkerung, Wirtschaft und Wissenschaft aktiv miteinbringen.

Damit auch andere Kommunen von den Erfahrungen des Projekts profitieren können, hat die Aktion Mensch zusammen mit den Kommunen die wichtigsten Erkenntnisse auf diesen Webseiten zusammengetragen. Mehr zum Hintergrund des Projekts finden Sie auf der Startseite: www.kommune-inklusiv.de