Fragen und Antworten

Es gibt verschiedene Strategien dafür, dass Ihr Projekt nachhaltig weiterwirkt, dass also das, was Sie in der Umsetzungsphase erreicht haben, nicht einfach verpufft. Die Strategien haben nicht nur etwas mit Geld zu tun. Gute Netzwerk- und Team-Strukturen und Kontakte sind mindestens genauso wichtig. Außerdem ist es wichtig, dass Sie die Menschen vor Ort von Ihrem Projekt und dem Wert von Inklusion überzeugen und sie gut einbinden.

 

Im Kapitel „Projekte in der Kommune dauerhaft verankern“  haben wir verschiedene Strategien zusammengestellt. Wir haben sie mit Hilfe der Erfahrungen aus anderen Projekte zusammengestellt, die nach der Umsetzungsphase erfolgreich weiter wirken konnten.

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Projekte durchlaufen drei Phasen: Planung, Umsetzung, Verstetigung. Verstetigung bedeutet: Was das Projekt in der Umsetzungsphase erfolgreich in Gang gesetzt hat - Maßnahmen, Aktionen, eine Bewusstseinsänderung bei den Menschen in der Kommune - soll zu einem selbstverständlichen Teil des Stadt- oder Gemeindelebens werden. Dafür ist es wichtig, dass Sie bereits während der Umsetzung an die Zeit nach der ersten Förderung denken. Leiten Sie Schritte ein, um die Erfolge Ihres Projekt dauerhaft zu sichern. Welche Schritte das sind, lesen Sie unter „Die Planung nach dem Förderzeitraum mitdenken“.

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Soziale Projekte leben davon, dass Menschen sich ehrenamtlich engagieren - das heißt, ohne dass sie Geld dafür bekommen. Ehrenamtlich Engagierte bringen frische Ideen mit und ihre persönliche Sicht „von außen“ auf die Netzwerkthemen. Oft verfügen sie über Fachwissen in Bereichen, in denen andere Netzwerkpartner*innen keine Erfahrung haben. Sie tragen die Ziele und Ideen des inklusiven Netzwerks zu den Bürger*innen, zum Beispiel, wenn sie von ihrer ehrenamtlichen Arbeit erzählen. Ehrenamtlich Aktive sind auch wichtig dafür, dass ein Inklusionsprojekt über den ersten Förderzeitraum hinaus weiterbestehen kann: Wenn sie das Projekt oder Teile des Projekts eigenständig weiterführen, kann es in der Kommune weiter wirken. 

 

Mehr dazu erfahren Sie auch im Abschnitt „Inklusion in der Kommune selbstverständlich machen“.

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In einem Projekt wie Kommune Inklusiv ist es wichtig, dass alle Akteur*innen wertschätzend miteinander umgehen. Denn: Wer sich für ein inklusives Projekt engagiert, hat oftmals keinen 9-bis-17-Uhr-Job - das gilt für ehrenamtliche und für hauptamtliche Mitarbeiter*innen gleichermaßen. Viele Netzwerkpartner*innen nehmen außerhalb ihres eigentlichen Jobs und ihrer regulären Arbeitszeiten an Netzwerktreffen oder öffentlichen Veranstaltungen teil. Ehrenamtlich Aktive investieren ihre Freizeit in Arbeitsgruppen-Sitzungen oder in die Vorbereitung und Umsetzung von Aktionen. Die Netzwerkkoordinator*innen arbeiten auch oft noch nach Feierabend und am Wochenende für das Projekt und machen viele (unbezahlte) Überstunden. Unsere Erfahrung: Ein wertschätzender Umgang miteinander motiviert ungemein. Loben Sie sich gegenseitig für gute Arbeit, zeigen Sie dem oder der anderen, wie wichtig seine oder ihre Arbeit ist. Sehr motivierend ist es auch, wenn beispielsweise die Oberbürgermeisterin oder der Gemeindebürgermeister auf einer öffentlichen Veranstaltung allen Akteur*innen dankt.

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Diskussionen, auch heftigere, sind in einem Netzwerk normal. Die beiden Seiten sollten zunächst versuchen, ihren Konflikt untereinander zu klären. Klappt das nicht, können sie sich eine Person suchen, die vermittelt und moderiert. Unter „Erfolgreich zusammenarbeiten“ lesen Sie mehr über die Themen Kommunikation und Konflikte lösen.

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