Der Unterhalter: Erik Ortlieb

Koordinator*innen vor Ort

Erik Ortlieb leitete vor Kommune Inklusiv eine integrative Kindertagesstätte. Vielleicht hat er sich seinen Frohsinn und seine gute Laune von den Rostocker Kindern abgeguckt.

Erik Ortlieb

„Auf die Stelle des Koordinators wurde ich aufmerksam gemacht mit den Worten: ‚Erik, du kannst so gut reden! ’ Und da dachte ich mir: ‚Wenn das eine Voraussetzung für die Stelle ist, dann schau ich sie mir doch mal an! ’ Natürlich besteht meine Aufgabe als Koordinator und Projektleiter nicht nur darin zu reden. Aber der Anteil an Kommunikation ist schon sehr hoch. Besonders großartig an der Arbeit finde ich, dass wir so viele interessante Menschen treffen. Zum Beispiel den Rostocker Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen. Auch in vielen anderen Bereichen haben wir inspirierende Begegnungen, aus denen ich Kraft und Motivation für meine tägliche Arbeit schöpfe.

Ich bewundere vor allem jene Menschen, die das lieben, was sie tun. Und die darin kompromisslos sind. Auch da ist unser Oberbürgermeister ein gutes Beispiel: Er möchte nicht daran gemessen werden, welche Bauwerke während seiner Amtszeit entstehen. Sondern daran, wie er das Zusammenleben der Bürger*Innen in Rostock beeinflusst.

Das Leben der Menschen positiv verändern wollen auch wir. Ich wünsche mir, dass uns das gelingt. Dass wir die Lebensbedingungen vor Ort nachhaltig verbessern. Ich kann es nur schwer aushalten, wenn jemand ungerecht behandelt wird. Und Beschränkungen im Alltag nehme ich bei vielen Gruppen wahr. Während meiner Kita-Zeit habe ich allerdings speziell die Situation von alleinerziehenden Eltern kennengelernt. Ich habe oft gedacht: Was sind die alleinerziehenden Mamas und Papas doch für starke Menschen. Unglaublich, wie die das schaffen!

Meine Frau und ich haben selber eine dreijährige Tochter. Neben Kommune Inklusiv widme ich also viel Zeit meiner Familie. Ansonsten bin ich wohl einer der letzten meiner Generation, der gerne Fernsehen schaut. Filme und „Die große Samstagabendshow“ haben es mir angetan. Gute Unterhaltung und eine überzeugende schauspielerische Leistung sind mir extrem wichtig. Ich habe selbst zehn Jahre lang semiprofessionell Theater gespielt, spiele Gitarre und – wenn dann noch Zeit bleibt – Gesellschaftsspiele mit meinen Kumpels. Dass ich meine künstlerische Ader in unsere YouTube-Videos und unseren Podcast einbringen kann, macht mich sehr glücklich. Es bereichert meinen Alltag. Und gleichzeitig auch (hoffentlich) das Projekt.

Für die Zukunft wünsche ich mir, dass die Menschen in meinem Umfeld zusammenhalten und gesund bleiben. Vor allem jetzt während der Corona-Pandemie merkt man, dass diese beiden Dinge das höchste Gut sind. Ich persönlich möchte weiterhin kreativ sein dürfen – beruflich und privat. Und vielleicht einmal in einer Lotterie gewinnen. Aber keine zu hohe Summe. Nur so viel, um sorgenfrei leben und einen Teil einer guten Sache spenden zu können.“