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Wunschpartner*innen ansprechen

Ein persönliches Treffen ist immer der beste Weg, Menschen von Ihrer Idee zu überzeugen. Bereiten Sie sich darauf gut vor. Welches Interesse könnte Ihr*e Gesprächspartner*in haben, Netzwerkpartner*in zu werden? Durchdenken Sie verschiedene Szenarien und finden Sie Argumente. Unter „Gute Gründe für Inklusion“ haben wir Argumente zusammengetragen.

Bringen Sie erste Projektideen mit. Beschreiben Sie, welche Anliegen und Probleme Ihnen bei Ihrer ersten Analyse vor Ort in der Kommune bereits aufgefallen sind und welche Lösungen es dafür geben könnte. Lesen Sie dazu mehr unter "Kommune neu kennenlernen". So hat Ihr*e Gesprächspartner*in Sie als kompetenten Experten oder Expertin in Erinnerung, auch wenn es zu keiner Zusammenarbeit kommt.

Fragen Sie auch danach, welche Themen, Herausforderungen und Bedarfe Ihr*e Gesprächspartner*in vor Ort sieht. Machen Sie deutlich, dass Sie und Ihr Netzwerk dabei unterstützen wollen, diese Themen zu bearbeiten und die Herausforderungen zu lösen. Finden Sie heraus: Wo haben Sie gemeinsame Interessen? Wie können Sie sich gegenseitig helfen?

Wichtig ist, dass Ihr*e Gesprächspartnerin in der Netzwerkarbeit einen Vorteil erkennen: für sich oder für die Organisation.

Legen Sie von Anfang an offen, mit wem Sie bereits gesprochen haben und wen Sie noch ansprechen wollen. Transparenz und Ehrlichkeit sind sehr wichtig, wenn Sie über einen längeren Zeitraum erfolgreich miteinander arbeiten wollen.

Mehr Tipps zur Ansprache von Wunschpartner*innen finden Sie im "Arbeitsblatt: Wunschpartner*innen für Ihr Netzwerk überzeugen " (PDF).

Kommunalverwaltung und Arbeitgeber*innen

Die Kommunalverwaltung ist enorm wichtig. Kommunen prägen maßgeblich die Umsetzung von Inklusion vor Ort. Auch Vertreter*innen von Wirtschaftsverbänden, Arbeitgebervereinen und Unternehmen sollten in einem inklusiven Netzwerk nicht fehlen. Sie können sie vor allem mit wirtschaftlichen Argumenten überzeugen. Einige Beispiele dafür finden Sie in unserer Broschüre „10 Gründe, Menschen mit Behinderung zu beschäftigen (PDF) “ und in der Auflistung „Gute Gründe für Inklusion“.

Doch selbst wenn Ansprechpartner*innen aus Kommune oder Wirtschaft eine Mitarbeit erst einmal ablehnen: Machen Sie sich auf jeden Fall auf den Weg. Bleiben Sie dran und halten Sie den Kontakt, denn manchmal braucht es Zeit!

Tipps im Überblick, wie Sie Menschen aus der Kommunalverwaltung und aus der Wirtschaft konkret ansprechen, finden Sie in der „Argumentationshilfe: Kommunalverwaltungen und Unternehmen vom inklusiven Netzwerk überzeugen (PDF) “. 

Wie Sie Kommunalverwaltung und -politik als feste Unterstützung in Ihr Projekt holen, lesen Sie unter „Kommune verstehen und überzeugen“.

Wie Sie neue Partner*innen finden und einbeziehen können

Wenn Sie Ihre Kommune genauer untersuchen, werden Sie ganz automatisch Menschen aus anderen Vereinen, Organisationen, Initiativen oder Sozialdiensten kennenlernen. Binden Sie neue Partner*innen von Beginn an aktiv ein. Laden Sie sie beispielsweise zu Ideenbörsen und Runden Tischen ein, bei denen Sie diskutieren, wie Sie das Leben in Ihrer Kommune inklusiver gestalten wollen. Beteiligen Sie sie an Ortsbegehungen. Suchen Sie nach bestehenden Inklusionsprojekten, die Sie vor Ort besuchen können und versuchen Sie die Verantwortlichen für Ihr inklusives Netzwerk zu gewinnen.

Nehmen Sie Kontakt zu Selbsthilfegruppen auf. In der bundesweiten Datenbank der „Nationalen Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen (NAKOS) " finden Sie Adressen aus Ihrer Stadt oder Gemeinde.

Sie können auch Quartiersmanager*innen, Gemeindehelfer*innen und Mitarbeiter*innen von Stadtteilbüros ansprechen, die Ihnen weitere mögliche Netzwerkpartner*innen nennen oder selbst Netzwerkpartner*in werden können.

Auch Stiftungen können Partnerinnen in Ihrem Netzwerk werden. Wie Sie nach passenden Stiftungen suchen können, lesen Sie unter "Finanzierung und Ressourcen planen".

Zwei Frauen sitzen an einem Tisch. Die eine Frau erklärt der anderen Frau etwas.
Zwei Frauen unterhalten sich

Dem Netzwerk eine Struktur geben

Inklusive Netzwerke sind bunt: Sehr viele unterschiedliche Menschen arbeiten darin zusammen. Umso wichtiger sind klare Rollen, Regeln und Zuständigkeiten. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihr Netzwerk sinnvoll strukturieren können und welche Methoden sich bereits bewährt haben.