Social-Media: Tipps und Tricks

Instagram, Facebook, Twitter und andere soziale Netzwerke bieten vielfältige Möglichkeiten zur direkten Information und Kommunikation mit Ihrer Zielgruppe. Je nachdem, wen Sie ansprechen und welche Botschaften Sie transportieren wollen, gibt es ein paar grundlegende Dinge, die Sie bei der Kommunikation in den sozialen Medien beachten sollten. 

Tabea und Marian von notjustdown stehen Arm in Arm nebeneinander. Beide lachen und tragen Inkluencer-Shirts.

Bevor Sie starten

Bevor Sie mit der Kommunikation loslegen, sollten Sie folgende Dinge klären: 

  • Wer ist Ihre Zielgruppe? Wen möchten Sie mit ihrem Projekt ansprechen und erreichen? Potenzielle Projektpartner*innen, Unterstützer*innen oder Teilnehmer*innen? Eher Jugendliche, ältere Leute oder Personen jeden Alters?
  • Welcher Kanal passt zu ihren Themen? Welche Plattformen – Facebook, Instagram, Twitter, YouTube, TikTok, usw.– sind bei Ihren Unterstützer*innen /Ihrer Zielgruppe am beliebtesten?  
  • Welche Inhalte wollen Sie zu Ihrem Projekt auf Social Media posten? Blicke hinter die Kulissen, Zitate/Aussagen von Mitarbeiter*innen, Vorstellungsvideos, Dialog-/Diskussionsformate, Erklärung der Projektidee, ... 
  • In welcher Regelmäßigkeit möchten Sie Inhalte posten? Mit welcher Vorlaufzeit können Sie diese planen? Nur wenn Sie Ihren Social Media-Account regelmäßig bespielen können, lohnt sich die Mühe!
  • Wie können Sie Ihren Inhalten Authentizität und eine persönliche Note verleihen? Lassen Sie ihre Mitarbeiter*innen sprechen, zeigen Sie Gesichter und erzählen Sie (persönliche) Geschichten. Arbeiten Sie mit authentischen, nah am Geschehen aufgenommenen Bildern und Videos.

Richtig posten in sozialen Netzwerken

Möchten Sie auf einem Social Media-Kanal ein Posting erstellen, sollten Sie dabei neben Ihrem eigenen Inhalt unbedingt die Dynamik und Funktionsweise des jeweiligen Netzwerks beachten. Denn neben ein paar allgemein gültigen Regeln bringt jedes Netzwerk einige Besonderheiten mit.

Allgemeine Checkliste für Ihr Posting

  • Wird die Botschaft/Kernaussage deutlich, die Sie mit dem Inhalt vermitteln möchten?
  • Ist die Formulierung Ihres Posting-Textes prägnant und kurz genug?
  • Ist ein sogenannter Call-To-Action (Aufruf zur Interaktion) enthalten?
  • Haben Bilder und Videos eine gewisse Authentizität aber auch Qualität?
  • Hat das Bild/Video das richtige Format (1:1, 9:16, 5:4)?
  • Ist auf den Bildern/Videos eine persönliche Note bzw. grafischer Wiedererkennungswert gegeben (gleicher Schrifttyp, gleiche Farben, ähnliches Design)?
  • Kommunizieren Sie nahbar mit Ihrer Community? Antworten Sie zeitnah auf Kommentare und Nachrichten, und sprechen Sie mit Ihren Nutzer*innen in der Du-Form.
Erstellen Sie bei Bedarf ein Netiquette. Ein Beispiel dafür finden Sie hier.

So ticken die einzelnen Kanäle

Bei Twitter sollten Hashtags (#) als Markierung der relevanten Wörter des Beitrages verwendet werden. Hier ein Beispiel: 

#Diskriminierung hat im #Fußball nichts zu suchen! ⚽ Deshalb setzen wir uns im Projekt #SprachKick zusammen mit @inkl_fussball, @DFB und @DFL_Official für eine inklusivere #Sprache in Vereinen, Stadien und Fanszenen ein 💪 Seid ihr dabei? Dann gerne RT 💚 !B

Außerdem sollte ein Tweet (Beitrag auf Twitter) nicht länger als 280 Zeichen sein. Durch Bilder können Sie den Tweet ergänzen. Auf Twitter sind vor allem politisch oder aktivistisch interessierte Personen unterwegs, viele Organisationen, große Unternehmen und Journalist*innen.   

Instagram

Bei Instagram werden Inhalte durch Bilder und vor allem Videos vermittelt. Zusätzlich brauchen Sie einen Beitragstext. Bilder und Videos sollte eine gewisse Qualität und das richtige Format aufweisen. Der Beitragstext sollte das Bild/Video kurz beschreiben und ein aufforderndes Element enthalten, um die eigene Followerschaft zur Interaktion zu motivieren.

Zusätzlich sind Hashtags hilfreich, damit der Beitrag auch von Personen gefunden werden kann, die Ihnen noch nicht folgen, oder thematisch erkennbar eingeordnet ist.  

Hier ein Beispiel für einen Beitragstext:

Verratet uns in den Kommentaren: An welchen Orten, die ihr kennt, wird Barrierefreiheit groß geschrieben? 👇 @leeroymatata sitzt im Rollstuhl und wird dadurch im Alltag oft mit Problemen konfrontiert. Aber: Nicht der Rollstuhl führt die Probleme herbei, sondern seine Umgebung. Die ist nämlich oft nicht barrierefrei. 🤯 Ganz einfaches Beispiel: In vielen Restaurants sind die Toiletten im Keller und nur durch Treppen zu erreichen. Leeroy kann deshalb nicht einfach spontan mit seinen Freunden essen gehen, wo er will.  
#Storytime #Inkluencer #Vlogger #Leeroy #LeeroyMatata #Matatagang #DasWirGewinnt #WirGemeinsam #Inklusion #InklusivLeben #Rollstuhl #LebenMitBehinderung #Bildbeschreibung 

Versehen Sie Postings zu Ihrem Projekt immer auch mit dem Hashtag #VonAktionMenschGefördert.

Facebook

Für Facebook gelten ähnliche Regeln, wie bei Instagram. Allerdings ist es im Netzwerk Facebook eher unüblich Hashtags zu nutzen.

TikTok und YouTube sind rein videobasiert. Hier sollten Sie darauf achten, dass in den Videos Protagonist*innen zu Wort kommen, die Ihre Inhalte präsentieren oder sie in einer Geschichte verpacken. 

Barrierefrei Beiträge erstellen

Bei der Erstellung Ihrer Beiträge in Social Media sollten Sie unbedingt die Barrierefreiheit im Blick behalten, um Ihre Inhalte so vielen Menschen wie möglich zugänglich zu machen: 

  • Bei Bildern können Sie eine kurze Bildbeschreibung erstellen, bei Videos eine kurze Videobeschreibung (max. 4-5 Sätze).
  • Videos sollten untertitelt sein, damit auch gehörlose Personen die Inhalte konsumieren können.
  • Texte sollten nicht zu kompliziert formuliert sein, sondern sich, sofern möglich, aus einfacher, leicht verständlicher Sprache zusammensetzen.
  • Mehrere Farben in Kombination mit Text sollten möglichst hohe Kontraste aufweisen und sich gut voneinander abheben, damit sie gut zu erkennen sind. 

Beispiel-Posting

Ein Foto von Sabrina, sie lächelt in die Kamera. Unten steht der Text: "Auch mir, als Mensch mit unsichtbarer Behinderung, begegnen jeden Tag Barrieren. Die sind nur oft nicht so offensichtlich, weil auch meine Behinderung unsichtbar ist." - Sabrina. Rechts unten steht der Hashtag #OrteFürAlle. Oben rechts ist das Logo der Aktion Mensch.
  • Vielleicht möchten Sie hin und wieder ein Zitat oder eine kurze Info in Ihrem Bild einbinden, wie wir in diesem Beispiel. Damit der Text barrierefrei lesbar ist, sollte er auf einem einfarbigen Hintergrund stehen, der genügend Kontrast zur Textfarbe bietet.
  • Ein beschreibender Text (auch Alt-Text) könnte in diesem Fall wie folgt lauten:
    Ein Foto von Sabrina, sie lächelt in die Kamera. Unten steht der Text: "Auch mir, als Mensch mit unsichtbarer Behinderung, begegnen jeden Tag Barrieren. Die sind nur oft nicht so offensichtlich, weil auch meine Behinderung unsichtbar ist." – Sabrina. Rechts unten steht der Hashtag #OrteFürAlle. Oben rechts ist das Logo der Aktion Mensch.

Hilfreiche Beispiele und nützliche Links

Viel Erfolg!

Junge Verkäuferin mit Down-Syndrom in Kleidergeschäft

Sie haben die Grundlagen und Grundregeln der sozialen Medien verinnerlicht und eine Idee, wie der rote Faden in Ihrer Posting-Strategie aussehen soll? Dann heißt es nun: Inhalte planen, ausprobieren und immer weiter dazu lernen! Lassen Sie sich dabei gern von den Social Media-Auftritten der Aktion Mensch oder anderer großer Marken inspirieren – aber lassen Sie sich in keinem Fall davon entmutigen! Großen Marken stehen in der Regel mehr Kapazitäten und Expertise zur Verfügung. Bespielen Sie Ihre Kanäle im Rahmen Ihrer Möglichkeiten und das Feedback Ihrer Community wird nicht lange auf sich warten lassen.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß und Erfolg!