Elternarbeit und inklusive Schule
So klappt die Zusammenarbeit
Damit Inklusion in der Schule gelingt, ist die Zusammenarbeit zwischen Schule und Eltern wichtig. Nur so kann Inklusion aktiv umgesetzt werden. Erfahre mehr über Grundsätze, Regeln, Arbeits- und Verhaltensweisen zwischen Eltern und inklusiven Schulen.

Inhaltsverzeichnis
- Wenn ein Kind neu an die Schule kommt
- Barrierefreiheit auch für Eltern
- Beratungstag statt Eltern
sprechtag - Elternabende: Damit Schule und Eltern in Kontakt bleiben
- Engagement der Eltern unter
stützen und wert schätzen - Persönliche oder telefonische Gespräche statt Briefe
- Konflikte bewältigen
- So funktioniert Inklusion in der Schule
Wenn ein Kind neu an die Schule kommt
Eltern und Kinder sollten von Anfang an einen guten Start haben und sich willkommen fühlen. Deswegen ist es sinnvoll, dass zwei Lehrkräfte bei einem Aufnahmegespräch dabei sind. Kommt das Gespräch auf die Behinderung des Kindes und wollen Eltern etwas darüber erzählen. Dann können das Kind und die zweite Lehrkraft die Schule erkunden. So können Eltern ohne das Kind frei darüber sprechen. Der Hintergrund: Eltern sind durch schlechte Erfahrungen mit Kita oder anderen Schulen oft traumatisiert.
Barrierefreiheit auch für Eltern

Zur Barrierefreiheit gehören räumliche, technisch-digitale, sprachlich-kommunikative und Barrierefreiheit in den Köpfen. Davon sollen alle Beteiligten profitieren. Also auch Lehrer*innen, Eltern und Schüler*innen. Informationen für Eltern sollten deshalb barrierefrei und so einfach wie möglich gestaltet sein. Einige Beispiele: Einladungen zu wichtigen Veranstaltungen auf rotes Papier drucken. Das bedeutet: Eltern müssen dabei sein. So wissen Eltern, dass sie kommen sollen, auch wenn sie den Text nicht lesen oder verstehen können. Neben Text, sollten auch Bilder und möglichst verständliche Sprache genutzt werden.
Beratungstag statt Elternsprechtag
„Elternsprechtage“, bei denen Lehrkräfte mit Eltern über Kinder sprechen, sollte es nicht geben. Besser ist es, wenn Lehrer*innen, Kinder und Eltern miteinander reden, beim Beratungstag. Gemeinsam sprechen sie über die Leistungen, Erfolge und Probleme des Kindes. Der Vorteil: Alle arbeiten gemeinsam an einer Lösung. Die Teilnahme am Beratungstag ist Pflicht für Eltern und Schüler*innen.
Was, wenn Kinder Regeln brechen?
Strafen können manchmal notwendig sein. Am besten ist es, wenn Eltern in alle Entscheidungen der Schule einbezogen werden. Die Idee dahinter: Schule und Eltern arbeiten zusammen statt gegeneinander. So können Probleme schneller gelöst werden. Und Strafen sind möglichst gar nicht erst nötig.
Elternabende: Damit Schule und Eltern in Kontakt bleiben

Auf Elternabenden können Lehrkräfte und Schulleitung Informationen zum Schulalltag oder Neuigkeiten erzählen. Wichtig dabei ist: Ein Elternabend sollte nicht explizit unter der Überschrift „Inklusion“ stattfinden. Meist kommen dann nur Idealist*innen und Bedenkenträger*innen. Deshalb ist es besser Inklusion, Barrierefreiheit und die inklusive Haltung der Schule bei jedem Elternabend zu erklären, die Vorteile und Gründe zu nennen aber sie nicht zum Hauptthema machen. So macht die Schule an jedem Informationsabend deutlich, dass sie inklusiv ist.
Beim Thema Inklusion gibt es viele Fragen und Unsicherheiten. Deshalb ist eine offene und ehrliche Kommunikation wichtig. Lehrer*innen sollten an Elternabenden keine Informationen über Behinderungen einzelner Schüler*innen besprechen. Es sei denn, die Eltern des Kindes wünschen dies, können oder wollen es aber selbst nicht leisten. Bei Elternabenden sollte es immer um die Gruppe gehen, nicht um Einzelne.
Engagement der Eltern unterstützen und wertschätzen
Eltern übernehmen oft ehrenamtlich Aufgaben und Treffen sich zu diesen Zwecken mit anderen Eltern. Bei einigen der Treffen, wie Eltern-Stammtisch, Schulpflegschaft- oder Förderverein-Sitzungen sollte auch die Schulleitung dabei sein. So zeigt die Schulleitung, dass sie Interesse an den Themen der Eltern hat. Und sie bekommt mit, was die Eltern beschäftigt oder sorgt. Auch Veranstaltungen, an denen Eltern aktiv mitmachen und zum Beispiel andere Eltern beraten, sorgen für ein offenes und wertschätzendes Miteinander. Eltern können zum Beispiel erzählen, wie das Schulkonzept an der Schule umgesetzt wird oder welche Veranstaltungen besonders wichtig sind. Für eine offene und transparente Zusammenarbeit kann die Schule auch sorgen, wenn Eltern an Fachkonferenzen und Arbeitskreisen teilnehmen können. Die Elternpflegschaft kann zum Beispiel auch zu Fortbildungen der Lehrer*innen eingeladen werden.
Persönliche oder telefonische Gespräche statt Briefe

Informationen sollten so einfach wie möglich und für alle zugänglich sein. Oft ist es auch sinnvoll, Probleme und Fragen eher telefonisch oder persönlich zu klären. Wichtig: Ruft die Schule wegen einem Problem oder einer Frage an, sollte das Thema erst einmal kurz und sachlich erklärt werden. Denn Eltern können erschrecken, wenn die Schule anruft, und das Schlimmste befürchten. Briefe per Post sollten Eltern nur bekommen, wenn es wie bei Strafen oder einem Aufnahmebescheid unbedingt nötig ist.
Konflikte bewältigen
Wenn es schwerwiegende Konflikte gibt, sollten die Eltern aller beteiligten Schüler*innen informiert werden. Ganz wichtig: Gibt es zum Beispiel wegen einem Kind mit emotional-sozialer Entwicklungsstörung oder Behinderung Gesprächsbedarf, schützt das nicht vor Konsequenzen oder einer Strafe. Inklusive Regelschule bedeutet eben auch, dass Regeln für alle gelten.
Pflichtveranstaltungen
Dazu gehören Elternabende und Infoabende. Mehr Beteiligung ist noch besser, zum Beispiel in der Klassen- und Schulpflegschaft oder durch die Teilnahme an der Schulkonferenz. Die Eltern sollen mitmachen können und sich Schulprofil aktiv mitgestalten können.
So funktioniert Inklusion in der Schule
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