Logo der Aktion Mensch

Arten von Behinderung

Du hast einen Menschen mit einer bestimmten Behinderung kennengelernt und möchtest mehr über diese Behinderung erfahren? Vielleicht weil diese Person neu im Verein, am Arbeitsplatz oder im Freundeskreis ist und du nicht als unwissend gesehen werden willst? In den folgenden Steckbriefen bekommst du einen Überblick zu unterschiedlichen Arten von Behinderung.

Eine Gruppe von unterschiedlichen Menschen, die in einem Café arbeiten.

Eine Behinderung – viele unter­schiedliche Aus­wirkungen

Die folgende Übersicht soll dir eine erste Orientierung ermöglichen, welche Behinderungs­arten es gibt. Daneben gibt es noch viele verschiedene unter­geordnete Arten von Behinderung. So wie jeder Mensch verschieden ist, so können sich Behinderungs­arten ganz unter­schiedlich äußern. Das heißt, wenn du zum Beispiel zwei blinde Menschen kennenlernst, so kann sich diese Behinderung bei diesen zwei Menschen ganz unterschiedlich auswirken.

Bei vielen Arten von Behinderung gibt es Hilfs­mittel, die Menschen im Alltag, in der Schule oder am Arbeits­platz unterstützen. Hilfs­mittel sind zum Beispiel Roll­stuhl, Einfache Sprache, Talker, Hör­gerät, Lese­gerät oder Apps.

Auch wenn eine kurze Einordnung von Arten von Behinderung nicht schaden kann: Schau nicht auf die Behinderung, sondern auf den Menschen, auf Fähigkeiten, Können, Wissen oder Charakter­eigenschaften.

Arten von Behinderung

Geistige Behinderung

Geistige Behinderung ist ein Sammel­begriff für unter­schiedliche Erscheinungs­formen von einer verzögerten oder unvollständigen Entwicklung geistiger Fähigkeiten. Dadurch sind die Menschen bei der Aufnahme, Verarbeitung und Speicherung von Informationen benachteiligt. 

Innere Erkrankungen

Erkrankungen an inneren Organen können zum Beispiel Stoffwechsel­erkrankungen wie Diabetes oder Muko­viszidose sein. Von einer Behinderung spricht man erst dann, wenn die Einschränkungen eine erkrankte Person mittel- oder langfristig daran hindern, am beruflichen oder privaten Leben teilzuhaben.

Körperbehinderung

Körperbehinderung ist ein Sammelbegriff für unterschiedliche körperliche Bewegungs­einschränkungen. Zu den häufigsten Formen von Körper­behinderung gehören Schädigungen des Skelettsystems, Schädigungen des Zentral­nerven­systems und Fehl­bildungen oder Schädigungen der Glied­maßen. 

Lernbehinderung

Eine Lern­behinderung ist ein Sammel­begriff für Schwierig­keiten beim Lernen und Arbeiten. Die einzelnen Aus­prägungen unterscheiden sich teils stark voneinander und können verschiedene Lern­bereiche, wie zum Beispiel das Rechnen, das Lesen, aber auch die Bildung von Zusammenhängen zwischen Informationen betreffen.

Psychische Behinderungen

Psychische Behinderungen sind nicht auf den ersten Blick erkennbar und nicht immer medizinisch messbar. Von einer ernsthaften psychischen Erkrankung spricht man, wenn Denken, Fühlen, Wahrnehmung und Handeln über einen längeren Zeitraum verändert sind.

Sinnesbehinderung

Von einer Sinnesbehinderung spricht man, wenn bei Menschen die Wahrnehmung ihres Hör-, Seh-, Tast- oder Riech­sinns eingeschränkt ist und nicht durch Hilfs­mittel ausgeglichen werden kann. In den meisten Fällen sind Hör- oder Seh­vermögen betroffen.

Weitere Informationen zu einzelnen Arten von Behinderung, wie zum Beispiel Depressionen oder Multiple Sklerose, findest du in der Rehadat-Wissensreihe.

Das könnte dich auch interessieren

Du bist dir unsicher, welcher Begriff korrekt ist? Wir erklären dir die Definition nach SGB und unsere Nutzung in der Praxis.

Wie können Städte, Gemeinden und Dörfer inklusiver werden? Tipps zu Netzwerken, Partizipation, Barrierefreiheit und Projektplanung für mehr Teilhabe vor Ort.

Damit alle Menschen gleichberechtigt teilhaben können, brauchen wir Inklusion dort wo wir leben, arbeiten, uns treffen, unsere Freizeit verbringen.