Was ist räumliche Barrierefreiheit?
Räumliche Barrierefreiheit bezieht sich auf Gebäude, öffentliche und private Räume, wie zum Beispiel Schulen, Kinos, Wohnungen, Parks, Straßen, Spielplätze, Busse und Bahnen.

Räumliche Barrierefreiheit bezieht sich auf Gebäude, öffentliche und private Räume, wie zum Beispiel Schulen, Kinos, Wohnungen, Parks, Straßen, Spielplätze, Busse und Bahnen.

Je nachdem wie sich Menschen im Raum bewegen und was sie dabei haben, können sie an unterschiedliche Barrieren stoßen. Einige Beispiele:
Öffentlicher Raum: Für eine blinde Person ist ein großer Platz eine Barriere, denn dort gibt es keinen Bordstein zur Orientierung. Ein Blindenleitsystem kann hier helfen. Für eine Familie mit Kinderwagen kann ein zu schmaler Bordstein eine Barriere sein, weil sie den Kinderwagen nicht sicher auf dem Gehweg fahren kann. Für ein Kind im Rollstuhl kann der Spielplatz eine Barriere sein, wenn alle Spielgeräte in einem Sandkasten montiert sind.
Privater Raum: Für eine Person mit Rollator können zu schmale Türen in der eigenen Wohnung eine Barriere sein. Für einen Menschen mit Autismus kann ein Großraumbüro in einem Unternehmen eine Barriere sein, weil es dort zu laut ist. Für eine kleinwüchsige Person kann der Supermarkt eine Barriere sein, wenn Produkte in hohen Regalen liegen.
Gebäude: Für eine Person mit Hörgerät kann ein Veranstaltungsraum eine Barriere sein, in dem es stark hallt. Für ein Kind mit Gehbehinderung können Treppen eine Barriere sein, wenn es keinen Fahrstuhl gibt. Für einen Menschen mit Lernschwierigkeiten kann die komplizierte Beschriftung der Schilder im Rathaus eine Barriere sein.
Damit Menschen barrierefrei an ihr Ziel kommen können, sind drei Voraussetzungen notwendig:
Sie müssen zu ihrem Ziel kommen, ob zu Fuß, mit Fahrzeugen oder mit Hilfsmitteln.
Sie müssen reinkommen, das heißt Zugänge (Wege, Türen, Schlösser) müssen barrierefrei sein.
Sie müssen mit den Gegebenheiten vor Ort zurechtkommen, wie zum Beispiel mit Türen, Schwellen, Stühlen, Tischen, Badezimmern, Akustik im Raum, Beschilderung.
Räumliche Barrierefreiheit ist in verschiedenen DIN Nomen zum barrierefreien Bauen definiert:
Einige Normen werden derzeit überarbeitet, da sie nicht mehr dem neuesten Standard entsprechen. Die aktuellste Ausgabe ist derzeit die europäische Norm DIN EN 17210 aus dem Jahr 2025.
Wer barrierefrei bauen möchte, kann sich an die Vorgaben aus den DIN Normen halten.
Die wichtigsten Grundlagen zur Barrierefreiheit in Gebäuden:
All diese Anforderungen zur Barrierefreiheit gelten sowohl für private als auch für öffentliche Orte.

Für Baumaßnahmen im öffentlichen Raum sind Kommunen, Bundesländer und Bund zuständig. Laut dem Gesetz zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen (BGG) sollen bauliche (sowie kommunikative und technische) Barrieren abgebaut werden, damit Menschen mit Behinderung am gesellschaftlichen Leben möglichst ohne fremde Hilfe teilhaben können.
Einige Beispiele für Barrierefreiheit im öffentlichen Raum:

Alle Menschen können dazu beitragen, den öffentlichen Raum barrierefreier zu gestalten. Hier einige Beispiele:

Was ist sprachlich-kommunikative Barrierefreiheit? Und was musst du tun, um sie zu erreichen? Erfahre mehr darüber.

Vorurteile und Diskriminierung gegenüber Menschen mit Behinderung führen zu Barrieren in den Köpfen. Erfahre mehr, wie du diese Barrieren abbauen kannst.

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