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So werden Stadt und Land inklusiv

Du willst deine Stadt, dein Viertel oder dein Dorf inklusiver machen? Wir haben die wichtigsten Infos und Tipps, wie du deinen Traum verwirklichen kannst. Am besten bringst du Verbündete und Geduld mit. Denn Inklusion ist ein Prozess – der sich wirklich lohnt.

Fünf Menschen sitzen und stehen um eine Bank in einem Garten, ein Mann sitzt im Rollstuhl.

Die Aktion Mensch unterstützt seit vielen Jahren Orte in ganz Deutschland dabei, inklusiver zu werden. Mit der Modellprojekten „Kommune Inklusiv“ und „Inklusion vor Ort“ hat sie eine Initiative für mehr Inklusion im Sozialraum gestartet und viel dabei gelernt. Die besten Tipps und Tricks findest du in diesem Text.

Initiative für mehr Inklusion im Sozialraum

Verbünde dich

Ein Mensch allein kann nur schwer Inklusion voranbringen. Deswegen solltest du Menschen, Vereine, Bündnisse oder Initiativen finden, die sich auch für Inklusion, Gerechtigkeit, Barrierefreiheit, Diversität und Teilhabe einsetzen. Gemeinsam könnt ihr mehr erreichen.

Diese Partner*innen machen dein Inklusions-Team stärker:

  • Vereine, Initiativen, Gruppen, wie Handarbeits-Treffen, Sport-Gruppen, Initiativen für mehr Pflanzen im Ortsteil, Freiwillige Feuerwehr
  • Selbstvertreter*innen, zum Beispiel Menschen mit Behinderung, mit Armutserfahrung, mit Migrationserfahrung
  • Politische Vertreter*innen, wie Ratsmitglieder, Fraktionssprecher*innen, Ausschussmitglieder
  • Kommunale Verwaltung, wie Bürgermeister*in, Behindertenbeauftragte, Sozialdezernent*in, Baudezernent*in, Gleichstellungsbeauftragte
  • Unternehmer*innen und Geschäftsführer*innen, von Cafés, Produktionsbetrieben, Werkstätten, Dienstleistungsbetrieben
  • Bildungsträger, wie Kitas, Schulen, Volkshochschulen, Universitäten, Ausbildungsstätten

Wie genau du ein inklusives Netzwerk gründest, auf was du dabei achten solltest und wer unbedingt dabei sein soll: All das findest du unter „Netzwerkaufbau“ auf unserer Plattform Inklusion im Sozialraum.

Setzt euch Ziele und plant die inklusive Zukunft

Inklusion voranzubringen bedeutet, Neues ausprobieren und Barrieren abbauen. Es bedeutet auch dazulernen, Veränderungen begleiten, Menschen stärken und mit Misserfolgen umgehen. Inklusion ist ein Prozess, den du startest und dessen Ende noch offen ist.

Damit dir das gelingt, solltest du dir mit deinem Team einen Plan mit Zwischenzielen und einer Vision machen. Wie ist eure ganz konkrete Vision, wie eure inklusive Stadt oder euer inklusives Dorf aussehen soll? Was ist euer erstes Ziel, um der Vision näher zu kommen? Wie erreicht ihr dieses erste Ziel, wer muss unterstützten und was braucht ihr dafür?

Ein Beispiel: Ihr wollt, dass sich in eurem Dorf alle Menschen willkommen fühlen. Bevor ihr Maßnahmen plant, müsst ihr euch mit diesem Ziel auseinandersetzen. Versteht ihr alle dasselbe, wenn ihr von „alle sollen sich willkommen fühlen“ redet? Haltet gemeinsam fest, was für euch „willkommen fühlen“ ganz konkret bedeutet. Ihr solltet auch mit Vereinen, Initiativen, Unternehmen, Veranstalter*innen, der Verwaltung und den Bewohner*innen sprechen. Was heißt für sie „sich willkommen fühlen“? Was können sie tun? Was brauchen sie dafür? Wer will mitmachen? Was erschwert eine gute Willkommenskultur?

Habt ihr das erste Ziel erreicht, beginnt ihr euer nächstes Ziel festzulegen und daran zu arbeiten. So kommt ihr eurer Vision, wie euer inklusives Dorf in 10 Jahren aussehen soll, immer näher. Und nicht vergessen: Feiert die erreichten Zwischenziele und Erfolge auf dem Weg hin zur Verwirklichung eurer Vision.

Mehr Infos, wie du Inklusion planen und erreichen kannst

Wirkungsorientierte Projektplanung

Lerne dein Inklusionsprojekt so zu planen, zu analysieren und zu verbessern, dass du deine Ziele wirklich erreichst, mit der wirkungsorientierten Projektplanung.

Inklusion in Organisationen voranbringen

Du willst deine Organisation, deinen Verein oder deine Initiative inklusiver machen? Mit unseren 10 Tipps kannst du damit starten. Es lohnt sich.

Index für Inklusion

Der Index für Inklusion ist eine Art Werkzeug, um inklusiver zu werden. Schulen, Kitas, Vereine und Initiativen wenden die Methode des Index für Inklusion bereits an. 

Lass die Menschen vor Ort mitreden, mitplanen und mitentscheiden

Wer Orte inklusiver machen möchte, der muss dafür sorgen, dass die Menschen vor Ort mitreden, mitplanen und mitentscheiden. Der Fachausdruck dafür ist Partizipation. Veränderungen lassen sich am besten verwirklichen, wenn die Menschen darüber diskutieren, ihre Wünsche und Bedürfnisse einbringen, andere Sichtweisen hören und letztlich auch mitentscheiden können. 

Ein Beispiel: Du willst eine ungenutzte Fläche zu einem inklusiven Begegnungsort machen. Bevor du damit starten kannst, musst du herausfinden, was die Menschen vor Ort sich wünschen, was ihnen fehlt. Ist es zum Beispiel ein Spielplatz, weil dort viele Kinder wohnen? Oder ein Grillpatz für Familien? Vielleicht auch ein Gemeinschafts-Garten oder ein Sport-Geräte-Park?

Projekte, Initiativen und Maßnahmen haben mehr Erfolg, wenn die Menschen mitreden und mitbestimmen können. Sie sehen das Projekt und am Ende das Resultat als „ihr“ Projekt an und fühlen sich verantwortlich. Zwischendrin ist es natürlich wichtig, alle darüber zu informieren, wie es mit dem Projekt läuft, wo ihr gerade steht und was als nächstes passieren wird.

Sei offen für Neues und lerne dazu 

Niemand weiß alles über Inklusion. Sei offen dafür, mehr über Teilhabe und Barrierefreiheit zu lernen. Frag die Menschen, was sie brauchen, um teilzuhaben und mitzubestimmen. Besuche Fortbildungen zu Diversität, barrierefreie Kommunikation und partizipative Projektplanung.

Hier kannst du mehr lernen:

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