Logo der Aktion Mensch

Inklusion im und durch Sport

Inklusiver Sport bedeutet, dass Menschen mit und ohne Behinderung ihn gemeinsam ausüben. Inklusive Sport­angebote bieten Raum für Begegnung. Das baut Berührungs­ängste ab und schafft Normalität im Umgang miteinander. Inklusion im Sport ist ein Gewinn für alle: Sie fördert Vielfalt, schafft neue Perspektiven und macht unsere Gesell­schaft offener und gerechter. Diese Seite zeigt, warum es lohnt, sich für inklusiven Sport stark zu machen.

Ein gemischtes Doppel im Tennis mit Fußgänger:innen, Rollstuhl-Fahrer:innen, Männern und Frauen

Gute Gründe für inklusiven Sport

Sport ist ein zentraler Bestand­teil unserer Gesell­schaft – er verbindet Menschen, schafft Gemein­schaft und fördert Gesundheit. Doch nicht alle Menschen haben gleicher­maßen Zugang zu sportlichen Angeboten. Dabei ist Inklusion im Sport nicht nur ein gesellschaftliches Ziel, sondern ein Menschen­recht. Die UN-Behinderten­rechts­konvention fordert die gleich­berechtigte Teil­habe von Menschen mit Behinderung – auch im Bereich Freizeit und Sport.

GrundErklärung
Miteinander und ZusammenhaltWer mit anderen zusammen Sport treibt, lernt sie automatisch besser kennen. Das gemein­same Interesse am Sport tritt in den Vorder­grund, Unter­schiede in den Hinter­grund. Berührungs­ängste werden ganz natürlich abgebaut und neue Freund­schaften können entstehen. Inklusive Sport­vereine und -angebote bieten die Möglichkeit, Barrieren im Kopf zu überwinden und eine inklusive Haltung zu entwickeln. Wenn Menschen mit unter­schiedlichen Voraus­setzungen gemeinsam aktiv sind, entstehen Beziehungen, Freund­schaften und ein neues Miteinander. Damit stärken inklusive Sport­vereine das Gemeinschafts­gefühl: Ein Vorteil für alle! 
Körperliche und psychische GesundheitFür alle Menschen, ob mit oder ohne Behinderung, ist Sport wichtig. Durch Sport und Bewegung werden viele verschiedene positive Effekte ausgelöst: Von der Stärkung der Muskel­kraft, gesund­heitlicher Vor­beugung, über Angst- und Stress­abbau, bis hin zum Erleben von Gemein­schaft. Die motorische und kognitive Leistungs­fähigkeit, sowie das Vertrauen in die eigene Kompetenz und damit das Selbst­bewusstsein werden gefördert. Sport bietet die Möglichkeit, sich als  selbst­wirksam zu erleben und aktiv am gesellschaft­lichen Leben teilzuhaben.
Gesellschaftliche WirkungInklusiver Sport bildet Brücken zwischen Menschen mit und ohne Behinderung. Ob im Spiel­betrieb, in der Vereins­arbeit, auf der Internet­seite oder dem Sommer­fest – Menschen mit Behinderung nehmen wichtige und sichtbare Rollen in der Sport­landschaft ein, die eine positive Strahl­kraft auf andere Lebens­bereiche hat. Ein inklusiver Sport­verein setzt ein wichtiges Signal für Offen­heit und Toleranz in der Gesellschaft. Werte, die in unserer Gesellschaft zunehmend an Bedeutung gewinnen. Sport­vereine, die ein inklusive Haltung leben und kommunizieren, erhöhen damit ihre Attraktivität für potentielle Partner und Sponsoren.
BarrierefreiheitEine wichtige Voraussetzung für inklusives Sport­treiben sind barrierefreie Sport­stätten. Diese haben aber nicht nur Vorteile für Sportler*innen, sondern auch für Angehörige, Freunde und alle, die als Zuschauer*innen an Sport­veranstaltungen teilnehmen möchten. Hierzu gehören, neben Menschen mit Behinderungen, auch die Mutter mit Kinder­wagen oder die ältere Dame mit Rollator, die ihren Enkel anfeuern möchte.
Mehr MitgliederViele Sport­vereine in Deutschland kämpfen mit sinkenden Mitglieder­zahlen. Das ist auch darauf zurückzuführen, dass sich viele Menschen nicht von dem Angebot der Vereine angesprochen fühlen. Zu dieser Gruppe gehören auch Menschen mit Behinderung, wenn es keine inklusiven Angebote gibt. Durch eine Angebots­erweiterung können Vereine und Träger ihre Mitglieder­zahlen erhöhen und damit ein aktives Vereins­leben fördern. Auch eine barrierefreie Kommunikation, zum Beispiel auf der Internet­seite des Vereins, hilft dabei, alle Interessierten mit den eigenen Angeboten zu erreichen.

Wie inklusiv ist Breitensport in Deutschland?

Menschen mit Behinderung sind im organisierten Sport unterrepräsentiert. Auch der Anteil inklusiv arbeitender Sportvereine ist sehr gering, berichtet Professor Thomas Abel im Interview. Zwei der Hauptgründe: fehlende Barrierefreiheit und Inklusion.

Stimmen aus der Praxis

Was der Para-Leistungssport für Inklusion bedeutet

Die Paralympics treiben Inklusion voran, indem sie Barrierefreiheit fördern und Sportler*innen mit Behinderung Sichtbarkeit geben. Dadurch helfen sie Vorurteile und Berührungsängste beim Publikum abzubauen.

Das könnte dich auch interessieren

Besucher des inklusiven barrierefreien Spielplatzes im Mehrgenerationenpark in Timmel testen die Wippe und (im Hintergrund) das neue Klettergerüst.

Unsere Studie zu inklusiven Spielplätzen liefert dir Fakten und Handlungsempfehlungen. Schaffe barrierefreie Räume und echte Teilhabe für alle.

Drei Personen mit und ohne sichtbare Behinderungen in Basketballtrikots.

Inklusion im Sport macht vor allem eins: jede Menge Spaß! Mach deinen Sportverein inklusiv! Wir zeigen dir, wie das geht.

Barrierefreiheit fängt nicht erst im Stadion an, sondern beginnt bereits beim Ticketverkauf und bei der Anfahrt.

Gebärdendolmetscher*innen, Untertitel oder Audiodeskription - Erkenntnisse zur Barrierefreiheit bei Sportveranstaltungen.