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Inklusive Kinder- und Jugend­arbeit

Inklusive Jugend­arbeit macht Teil­habe für alle Jugend­lichen möglich – unabhängig von Beeinträchtigungen. Sie schafft Räume der Begegnung, fördert Vielfalt und stärkt das Miteinander. Warum Inklusion in der Jugend­arbeit so wichtig ist, wie sie gelingen kann und welche Impulse das Hand­buch „Auftrag Inklusion“ bietet.

21. Juli 2026|3 Minuten Lesedauer|Aktion Mensch-Redaktion
Zwei Jugendliche in blauen Trikots und einem Fußball

Was ist inklusive Jugendarbeit?

Inklusive Jugend­arbeit bedeutet, dass alle jungen Menschen, unabhängig von möglichen körper­lichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigungen, gleich­berechtigt an Angeboten der offenen Kinder- und Jugend­arbeit teil­nehmen können. Dabei geht es nicht nur um Barriere­freiheit, sondern um gelebte Werte, wie Offenheit, Wert­schätzung und Partizipation.

In der inklusive Jugend­arbeit wird die Vielfalt der Jugend­lichen als Bereicherung erlebt. Sie fördert Begegnungen, baut Vor­urteile ab und stärkt das Selbst­bewusstsein junger Menschen. Ziel ist es, dass niemand aus­geschlossen wird. Weder durch bauliche Barrieren noch durch soziale oder kommunikative Hürden.

Beispiele für inklusive Jugend­arbeit sind:

  • Eine Jugend­gruppe, in der Gebärden­sprach­dolmetscher*innen regelmäßig dabei sind.
  • Ferien­freizeiten, bei denen Assistenz­kräfte mit­reisen und inklusive Spiele angeboten werden.
  • Offene Treffs mit barriere­freien Zugängen und inklusiven Kreativ­angeboten.
  • Medien­projekte, bei denen Jugendliche mit und ohne Beeinträchtigung gemeinsam Podcasts oder Videos produzieren.
  • Beteiligungs­formate, bei denen Jugend­liche mit Beeinträchtigung ihre Ideen einbringen und mit­entscheiden können.

Teilhabe-Studie junge Menschen

Im Inklusionsbarometer Jugend vergleicht die Aktion Mensch die Teilhabe-Chancen von jungen Menschen zwischen 14 und 27 Jahren.

So wird Jugend­arbeit inklusiver

Inklusive Jugend­arbeit beginnt mit dem Willen zu Ver­änderung und einem offenen Um­gang mit den Themen Teil­habe und Barriere­freiheit. Es braucht beispiels­weise:

  • Barrierefreiheit: physisch, digital und kommunikativ.
  • Vielfältige Methoden: kreative, niedrig­schwellige und partizipative Ansätze.
  • Sensibilisierung und Qualifizierung: Fach­kräfte müssen für Inklusion geschult sein.
  • Kooperationen: mit Schulen, Einrichtungen der Behinderten­hilfe und Selbst­vertretungen.
  • Mitbestimmung: Jugendliche mit Beeinträchtigung müssen aktiv eingebunden werden.

Wichtig ist, dass inklusive Jugend­arbeit als ein selbst­verständlicher Teil der offenen Kinder- und Jugend­arbeit verstanden wird und nicht als Zusatz­angebot .

Handbuch „Auftrag Inklusion“

Wie kann es gelingen, Inklusion in der Jugend­­arbeit als Gestaltungs­prinzip zu etablieren? Zu dieser Frage hat die Aktion Mensch zusammen mit der Diakonie Deutsch­land und der Arbeits­gemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutsch­land eine Fach­tagung veranstaltet und im Hand­buch „Auftrag Inklusion – Perspektiven für eine neue Offen­heit in der Kinder- und Jugend­arbeit“ dokumentiert.

Das Hand­buch zeigt viele gelungene Beispiele und Ideen für eine neue Offenheit. Daneben kommen Expert*innen und Praktiker*innen zu Wort und es gibt eine ausführliche Link­liste zum Thema.

Inhalte des Handbuchs:

  • Inhaltliche Grundlagen in Form von Gesprächen und Vorträgen über Inklusion
  • Eine Standort­bestimmung von Kinder- und Jugend­arbeit im Kontext von Inklusion
  • Einen Inklusions-Check mit Beispielen aus der Praxis

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