Mittlerweile gibt es sieben Leute, die das Digital-Team bilden, und das bei 84 Kolleg*innen. Die Schule hat keine einzige Entlastungs-Stunde für die Digitalisierung vom Land bekommen. Es gibt auch keine Hilfe von außen, denn die Gemeinden haben noch keine ITler*innen, die die Schulen unterstützen könnten.
Das Digital-Team koordiniert den digitalen Herzschlag der Waldschule Hatten. Das Team hat eigene Räumlichkeit bekommen, denn es verfügt über sensible Daten und Geräte. Jeder und jede im Team hat einen eigenen Schwerpunkt gefunden. Es gibt also jemanden für die Administration, für IServ oder für die Geräte. Gleichzeitig gibt es Kolleg*innen, die Schulentwicklung betreiben und immer auf der Suche nach neuen, innovativen Methoden sind. Außerdem gibt es die Berater*innen und die Fachberater*innen, zum Beispiel eine Person für Digitalisierung und eine Person für Inklusion. Alle haben den Überblick über alles, aber jeder und jede ist für den eigenen Schwerpunkt ausgebildet.
„Die Digitalisierung der Schule war ein großes Trial-and-Error”, sagt Schulleiterin Silke Müller. „Wir sind gegen unzählige Wände gelaufen, haben aber an einigen Stellen auch festgestellt: Das funktioniert!“ Das Problem ist: Es gibt nach wie vor keine richtige Didaktik in diesem Bereich. Es entstehen gerade erst die ersten Bücher über Digitalität in Schulen.
An der Waldschule hat die Methode, alles nach und nach zu digitalisieren, mittlerweile dazu geführt, dass Digitalisierung gar nicht mehr im Vordergrund steht. Andere Themen, wie zum Beispiel Nachhaltigkeit, rücken jetzt auf der Agenda weiter nach oben. Das Digitale ist plötzlich normal geworden.