Das neue Förder-Programm Wohnen

Inklusives Wohnen –
Die Wohn-Gemeinschaft
von den DRK-Behinderten-Werk-Stätten in Potsdam

Jeder Mensch will selbst bestimmen:

  • Wie er wohnen möchte
  • und wo er wohnen möchte.
Frau zeigt mit dem zeigefinger auf verschiedene Häuser

Das wollen auch Menschen mit Behinderung.
Dafür muss es gute Wohn-Angebote geben.
Und es muss immer wieder neue Ideen
für gute Wohn-Angebote geben.
Deshalb gibt die Aktion Mensch Geld
für das Projekt: Wohnen.

Frau mit Decke sitzt gemütlich auf dem Sofa

Zusammen mit vielen Partnern hat die Aktion Mensch überlegt:

  • Wie Wohn-Projekte noch besser gefördert werden können.
  • Welche Projekte gefördert werden sollen.

Denn der Aktion Mensch ist es wichtig:
Dass noch mehr Menschen mit Behinderung
in der eigenen Wohnung leben können.
Und dass sie da wohnen,
wo alle anderen Menschen auch wohnen.
Zum Beispiel:

  • Mitten in der Gemeinde,
  • mitten in der Stadt
  • oder zusammen mit Menschen ohne Behinderung in einem Haus.
Dorf und Stadt

Die Aktion Mensch gibt Geld für viele kleine Wohn-Projekte
mitten in der Gemeinde.
Zum Beispiel für Häuser,
in denen nicht mehr als 8 Personen wohnen.
Und sie hilft dabei:

  • Dass sich die Bewohner dort gut einleben.
  • Dass sie sich in der Gemeinde wohl-fühlen.
  • Und dass sie bei vielen Sachen mitmachen können.
Wohnhaus und Menschen

Deshalb gibt die Aktion Mensch auch Geld für neue Ideen.
Zum Beispiel:
Welche Angebote wichtig sind,
damit Menschen mit und ohne Behinderung
sich besser kennen-lernen.
Wie Menschen mit und ohne Behinderung
viele Sachen zusammen machen können.
Mehr Informationen dazu können Sie im Internet lesen:
www.aktion-mensch.de/foerderbroschueren

Geldstapel und das Aktion Mensch Logo

Probe-Wohnen in der Wohn-Gemeinschaft und dann in die eigene Wohnung ziehen

Inklusives Wohnen in der Wohn-Gemeinschaft von den DRK-Behinderten-Werk-Stätten in Potsdam

DRK ist die Abkürzung für: Deutsches Rotes Kreuz

Eine Mit-Bewohnerin will auszíehen.
Sie wohnt in einer Wohn-Gemeinschaft
für Menschen mit Lern-Schwierigkeiten.
Dass sie jetzt ausziehen will bedeutet nicht:
Dass es ihr in der Wohn-Gemeinschaft nicht mehr gefällt.
Sondern: Josephine Riek hat jetzt genug Selbst-Bewusstsein.
Sie will alleine wohnen.

Selbst-Bewusstsein bedeutet:
Ein Mensch glaubt an sich selbst.
Er weiß, dass er Sachen gut kann.
Er traut sich etwas zu.

Frauen sitzen an einer Kaffetafel

Josephine Riek will in eine eigene Wohnung ziehen.
In ein ambulant betreutes Wohnen.

Ambulant betreut bedeutet:
Josephine kann immer Hilfe bekommen.
Wenn sie welche braucht.

Frau erklärt einer anderen Frau wie ein Computer funktioniert

Sie wohnt in der Wohn-Gemeinschaft nur zur Probe.
Weil sie aus-probieren wollte wie es ist,
viele Sachen selber zu machen.

  • Die Wohnung selber sauber machen.
  • Selber an einen Arzt-Termin denken.
  • Oder selber einkaufen gehen.
Einkaufszentrum

Denn Josephine Riek hat viele Jahre
in einem Wohn-Heim gewohnt.
Da musste sie sich um alle diese Sachen
nicht selber kümmern.

Mann schiebt einen Rollstuhlfahrer zu einem Hochhaus

Dann ist sie in die Wohn-Gemeinschaft gezogen.
Da hat sie viele Dinge gelernt.
Jetzt fühlt sie sich stark genug
in einer eigenen Wohnung zu leben.

Männer und Frauen, JUnge und Ältere sitzen auf einem Sofa

Ein großer Schritt

Das DRK hat in Potsdam
eine Werkstatt für Menschen mit Behinderung.
Und es gibt Wohn-Angebote für Menschen mit Behinderung.
Aber es gab lange Zeit nur 2 verschiedene Wohn-Angebote.

Logo des Deutschen Roten Kreuzes
  • Ein Wohn-Heim für Menschen mit Behinderung.
  • Und eine ambulant betreute Wohn-Einrichtung.
    Da können Menschen mit Behinderung
    in einer eigenen Wohnung leben.
    Sie können Hilfe bekommen,
    wenn sie Hilfe brauchen.
Frau steht in der geöffneten Wohnungstür

Manuela Paul arbeitet
bei der DRK Behinderten-Werkstatt in Potsdam.
Sie sagt: Für viele Menschen mit Behinderung
ist es oft schwer diesen Schritt zu machen.
Es fällt ihnen schwer vom Wohn-Heim
in eine eigene Wohnung zu ziehen.
Sie trauen sich das nicht zu.

Werkstattgebäude für Menschen mit Behinderung

Jetzt haben wir die Wohn-Gemeinschaft
zum Probe-Wohnen.
Das ist so ein kleiner Schritt dazwischen.
Zwischen Wohn-Heim und ambulant betreutem Wohnen.

Männer und Frauen, JUnge und Ältere sitzen auf einem Sofa

Die Aktion Mensch unterstützt
das neue DRK Wohn-Projekt mit viel Geld.

Logo der Aktion Mensch und ein Stapel 50 Euro Geldscheine

In der Wohn-Gemeinschaft zum Probe-Wohnen
bekommen die Bewohner viel Unterstützung.
2 Mitarbeiter vom DRK sind mehrere Stunden am Tag
für die Bewohner da.
Sie helfen ihnen bei vielen Dingen.

ein Mann und eine Frau

Sie zeigen den Bewohnern aber auch,
dass sie viele Dinge alleine machen können.
Und das sie ihnen zutrauen,
in einer eigenen Wohnung zu leben.
Das bedeutet:
Die Mitarbeiter vom DRK machen die Bewohner stark.
Damit sie gut in der eigenen Wohnung leben können.

bunt gekleidete Rollifahrerin hebt die Faust in die Luft

Ich habe mich schnell wohlgefühlt

Josephine Riek sitzt am Küchen-Tisch
in der Wohn-Gemeinschaft.
Sie erzählt:
Wir sind zusammen hier eingezogen:
4 Männer und 2 Frauen.
Ich habe mich gleich wohl-gefühlt.
Hier habe ich immer jemanden,
mit dem ich reden kann.
Oder wenn ich mal Hilfe brauche.
Und ich habe Freunde um mich.

Frauen sitzen an einer Kaffetafel

Wir machen viele Sachen zusammen.
Zum Beispiel:

  • Den Groß-Einkauf,
  • den Haus-Putz am Montag
  • oder Kochen am Wochen-Ende.
Mann und Frau kochen gemeinsam

Wenn Josephine von der Arbeit kommt,
ist sie oft müde.
Dann geht sie in ihr Zimmer.
Jetzt will Josephine ausziehen.
Das ist für sie ganz schön schwer.
Sie sagt:
Vielleicht treffe ich meine Mit-Bewohner
dann nicht mehr so oft.
In einer eigenen Wohnung
kann es ganz schön einsam sein.
Aber die eigene Wohnung ist einfach das,
was sie sich sehr wünscht.

Frau mit Decke sitzt gemütlich auf dem Sofa