Menschen mit Sehbehinderung nutzen vor allem die Tasten- und Sprachsteuerung in Smartphones und Computern, um sich online zurechtzufinden. Dafür müssen Internetseiten und Online-Dienste barrierefrei nutzbar sein.
Menschen mit Hörbehinderung stoßen vor allem bei Audio-Inhalten in Videos oder bei Podcasts an Barrieren. Sie sind auf Untertitel, Text-Transkripte und Gebärdensprache angewiesen. Vor allem Dienste, die Untertitel oder Podcasts auch in schriftlicher Form anbieten, werden gerne genutzt. Einige gehörlose Menschen nutzen gerne Leichte oder Einfache Sprache, da Gebärdensprache ihre Muttersprache und Schriftsprache ihre Zweitsprache ist.
Menschen mit Mobilitätseinschränkung nutzen teilweise spezielle Geräte und Systeme, mit denen sie im Internet surfen können. Sie steuern die Maus zum Beispiel mit Sprache, dem Mund, speziellen Tasten oder ähnlichem. Auch hier sind barrierefreie Internetseiten wichtig, damit die Steuerung funktioniert.
Menschen mit chronisch psychischer Erkrankung nutzen teilweise Online-Kommunikationstechnik gerne. Kontakt zum Beispiel über Smartphone oder per E-Mail zu halten, ist für einige einfacher, als direkte Begegnungen. Auch Online-Sprechstunden bei Therapeut*innen, Ärztinnen und Ärzten bieten teilweise bessere Teilhabe.
Menschen mit Lernbehinderung nutzen vor allem Smartphone und Smart-TV um online Inhalte zu nutzen, manchmal auch Computer oder Laptop. WhatsApp, YouTube, Computerspiele, Netflix und Navigations-Apps werden von vielen im Alltag ganz selbstverständlich genutzt. Bei Messenger-Diensten wird meist die Audiofunktion genutzt, da das Schreiben häufig schwer fällt beziehungsweise bei vielen keine Option ist. Ist die Internetseite gut strukturiert und leicht verständlich, können Online-Angebote besser genutzt werden.