So surfen Menschen mit Behinderung im Internet
Das Internet gehört für viele Menschen mit Behinderung zum Alltag: Sie kaufen online ein, nutzen soziale Medien, schauen Videos oder bleiben über Messenger in Kontakt. Nur mit barrierefreien Internetseiten ist das vollständig möglich. Denn nicht alle Menschen surfen auf die gleiche Weise durchs Internet.

Teilhabe nur durch barrierefreies Internet möglich
Menschen mit Behinderung sind sehr verschieden, je nachdem ob sie eine körperliche, geistige oder eine Behinderung der Sinne haben. Und so gibt es eigentlich keine allgemeine Weise, wie Menschen mit Behinderung im Internet surfen. Doch es gibt etwas, was allen Menschen nützt und viele Menschen mit Behinderung unbedingt brauchen: Barrierefreiheit im Internet.
der Menschen mit Beeinträchtigung kaufen sehr häufig oder häufig im Internet ein, dagegen tun dies nur
der Menschen ohne Beeinträchtigung.
Für viele Menschen mit Behinderung spielt das Internet eine wichtige Rolle, da es ihnen Teilhabe ermöglicht. Gerade Menschen, die (wegen fehlender Barrierefreiheit) weniger mobil sind, sind gerne online unterwegs. Sie können über Social Media mitreden und sichtbar sein, über Messenger-Dienste wie Whatsapp oder Telegram leichter kommunizieren, online einkaufen oder in Online-Spielen Spaß haben.
Barrierefreies Internet und digitale Barrierefreiheit
Art der Behinderung: Wer surft wie und nutzt was?
Menschen mit Sehbehinderung nutzen vor allem die Tasten- und Sprachsteuerung in Smartphones und Computern, um sich online zurechtzufinden. Dafür müssen Internetseiten und Online-Dienste barrierefrei nutzbar sein.
Menschen mit Hörbehinderung stoßen vor allem bei Audio-Inhalten in Videos oder bei Podcasts an Barrieren. Sie sind auf Untertitel, Text-Transkripte und Gebärdensprache angewiesen. Vor allem Dienste, die Untertitel oder Podcasts auch in schriftlicher Form anbieten, werden gerne genutzt. Einige gehörlose Menschen nutzen gerne Leichte oder Einfache Sprache, da Gebärdensprache ihre Muttersprache und Schriftsprache ihre Zweitsprache ist.
Menschen mit Mobilitätseinschränkung nutzen teilweise spezielle Geräte und Systeme, mit denen sie im Internet surfen können. Sie steuern die Maus zum Beispiel mit Sprache, dem Mund, speziellen Tasten oder ähnlichem. Auch hier sind barrierefreie Internetseiten wichtig, damit die Steuerung funktioniert.
Menschen mit chronisch psychischer Erkrankung nutzen teilweise Online-Kommunikationstechnik gerne. Kontakt zum Beispiel über Smartphone oder per E-Mail zu halten, ist für einige einfacher, als direkte Begegnungen. Auch Online-Sprechstunden bei Therapeut*innen, Ärztinnen und Ärzten bieten teilweise bessere Teilhabe.
Menschen mit Lernbehinderung nutzen vor allem Smartphone und Smart-TV um online Inhalte zu nutzen, manchmal auch Computer oder Laptop. WhatsApp, YouTube, Computerspiele, Netflix und Navigations-Apps werden von vielen im Alltag ganz selbstverständlich genutzt. Bei Messenger-Diensten wird meist die Audiofunktion genutzt, da das Schreiben häufig schwer fällt beziehungsweise bei vielen keine Option ist. Ist die Internetseite gut strukturiert und leicht verständlich, können Online-Angebote besser genutzt werden.
Wie barrierefrei sind Online-Shops?
Aktion Mensch und Google haben die meistbesuchten Online-Shops testen lassen. Das Ergebnis: Internet und Webseiten von gewerblichen Anbietern sind größtenteils nicht barrierefrei.
Das könnte dich auch interessieren
Inklusion in Stadt und Land
Damit alle Menschen gleichberechtigt teilhaben können, brauchen wir Inklusion dort wo wir leben, arbeiten, uns treffen, unsere Freizeit verbringen.
Barrierefreiheit Online-Shops: Aktueller Test
Ab Juni 2025 muss dein Online-Einkauf barrierefrei sein. Unser Test mit Google zeigt, wo deutsche Shops noch Hürden haben. Erfahre, was sich ändern muss.
Barrierefreie Content-Management-Systeme (CMS)
Ein barrierefreies CMS muss bestimmte Anforderungen erfüllen, um für alle zugänglich zu sein. Sowohl für Redakteur*innen als auch für Website-Nutzer*innen.








