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So surfen Menschen mit Behinderung im Internet 

Das Internet gehört für viele Menschen mit Behinderung zum Alltag: Sie kaufen online ein, nutzen soziale Medien, schauen Videos oder bleiben über Messenger in Kontakt. Nur mit barrierefreien Internetseiten ist das vollständig möglich. Denn nicht alle Menschen surfen auf die gleiche Weise durchs Internet. 

3 Minuten Lesedauer
Ein blinder Mann schreibt auf einem Laptop, eine Frau sitzt daneben.

Teilhabe nur durch barrierefreies Internet möglich

Menschen mit Behinderung sind sehr verschieden, je nachdem ob sie eine körperliche, geistige oder eine Behinderung der Sinne haben. Und so gibt es eigentlich keine allgemeine Weise, wie Menschen mit Behinderung im Internet surfen. Doch es gibt etwas, was allen Menschen nützt und viele Menschen mit Behinderung unbedingt brauchen: Barrierefreiheit im Internet.

61 Prozent

der Menschen mit Beeinträchtigung kaufen sehr häufig oder häufig im Internet ein, dagegen tun dies nur


51 Prozent

der Menschen ohne Beeinträchtigung.

Für viele Menschen mit Behinderung spielt das Internet eine wichtige Rolle, da es ihnen Teilhabe ermöglicht. Gerade Menschen, die (wegen fehlender Barrierefreiheit) weniger mobil sind, sind gerne online unterwegs. Sie können über Social Media mitreden und sichtbar sein, über Messenger-Dienste wie Whatsapp oder Telegram leichter kommunizieren, online einkaufen oder in Online-Spielen Spaß haben. 

Barrierefreies Internet und digitale Barrierefreiheit

Art der Behinderung: Wer surft wie und nutzt was?

Menschen mit Sehbehinderung nutzen vor allem die Tasten- und Sprach­steuerung in Smart­phones und Computern, um sich online zurecht­zufinden. Dafür müssen Internet­seiten und Online-Dienste barriere­frei nutzbar sein.

Menschen mit Hörbehinderung stoßen vor allem bei Audio-Inhalten in Videos oder bei Pod­casts an Barrieren. Sie sind auf Unter­titel, Text-Transkripte und Gebärden­sprache angewiesen. Vor allem Dienste, die Unter­titel oder Pod­casts auch in schriftlicher Form anbieten, werden gerne genutzt. Einige gehör­lose Menschen nutzen gerne Leichte oder Einfache Sprache, da Gebärden­sprache ihre Mutter­sprache und Schrift­sprache ihre Zweit­sprache ist.

Menschen mit Mobilitätseinschränkung nutzen teilweise spezielle Geräte und Systeme, mit denen sie im Internet surfen können. Sie steuern die Maus zum Beispiel mit Sprache, dem Mund, speziellen Tasten oder ähnlichem. Auch hier sind barriere­freie Internet­seiten wichtig, damit die Steuerung funktioniert.

Menschen mit chronisch psychischer Erkrankung nutzen teilweise Online-Kommunikations­technik gerne. Kontakt zum Beispiel über Smart­phone oder per E-Mail zu halten, ist für einige einfacher, als direkte Begegnungen. Auch Online-Sprech­stunden bei Thera­peut*innen, Ärzt­innen und Ärzten bieten teil­weise bessere Teilhabe.

Menschen mit Lernbehinderung nutzen vor allem Smart­phone und Smart-TV um online Inhalte zu nutzen, manchmal auch Computer oder Laptop. WhatsApp, YouTube, Computer­spiele, Netflix und Navigations-Apps werden von vielen im Alltag ganz selbst­verständlich genutzt. Bei Messenger-Diensten wird meist die Audio­funktion genutzt, da das Schreiben häufig schwer fällt beziehungs­weise bei vielen keine Option ist. Ist die Internet­seite gut strukturiert und leicht verständlich, können Online-Angebote besser genutzt werden.

Wie barrierefrei sind Online-Shops?

Aktion Mensch und Google haben die meistbesuchten Online-Shops testen lassen. Das Ergebnis: Internet und Webseiten von gewerblichen Anbietern sind größtenteils nicht barrierefrei. 

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