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Inklusionsbarometer Mobilität

Wie barrierefrei ist Mobilität in Deutschland gestaltet? Wird Inklusion auf unseren Straßen, im öffentlichen Verkehr und dem dazugehörigen digitalen Raum gelebt? Und inwiefern wird die Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigung am Alltag dadurch ermöglicht oder eben verhindert? All diese Fragen beantwortet das Inklusionsbarometer Mobilität.

Aktion Mensch
08.04.2016
Creative Accessibility Tour Berlin

Aufbau der Studie

In Sachen Teilhabe an Mobilität gibt es für Menschen mit Beeinträchtigung zwei Medaillen-Seiten: die gewünschte Teilhabe – und die tatsächliche. Wie Letztere aussieht, das zeigt das Inklusions­barometer Mobilität. Nach einem partizipativen Ansatz, sprich unter Beteiligung von Menschen mit Beeinträchtigung, wurden Fragen zu sechs Dimensionen von Mobilität entwickelt: Verfügbarkeit, Zugäng­lichkeit, Zeit und Kosten, Soziale Aspekte, Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Einige dieser Aspekte beurteilen Menschen mit Beeinträchtigung und solche ohne sehr ähnlich, andere signifikant unterschiedlich. Die Ergebnisse der sechs Dimensionen ergeben in unterschiedlicher Gewichtung den Gesamt­index des Inklusions­barometers Mobilität.

Für die repräsentative Online-Befragung untersuchte die Aktion Mensch in Zusammen­arbeit mit dem Markt­forschungs­institut Ipsos, einer Ko-Forschenden-Gruppe sowie Mobilitäts- und Inklusions-Expert*innen die Aussagen von 1.000 Menschen mit und 500 ohne Beeinträchtigung.

Die Kern-Ergebnisse

Derzeit gibt es noch zu viele Barrieren in den verschiedenen Bereichen. So zum Beispiel werden der zeitliche Aufwand sowie die Kosten für Mobilität von Menschen mit Beeinträchtigung meist höher empfunden als von Menschen ohne Beeinträchtigung. Mangelnde Zugänglichkeit und Verfügbarkeit sind für mobilitäts­eingeschränkte Personen ein noch größeres Problem als für andere Nutzer*innen. Auch das Thema Unsicherheiten und fehlende Unterstützung auf dem Weg von A nach B spielt bei Menschen mit Beeinträchtigung eine größere Rolle als bei Menschen ohne. Das Inklusions­barometer Mobilität zeigt diese Barrieren auf und bietet Handlungs­empfehlungen für eine inklusivere Mobilität in Deutschland. Klar ist: Es müssen neue Konzepte entwickelt werden, die Mobilität für Menschen mit und ohne Beeinträchtigung gleichwertig möglich und besser machen.

Zentrale Erkenntnisse

Das Wichtigste kurz und knapp zusammengefasst

Worum geht es im Inklusions­barometer Mobilität? Was sind die wichtigsten Ergebnisse und wie kann es nun weiter gehen? All diese Fragen erklärt Christina Marx, Sprecherin der Aktion Mensch im Video. „Die Barriere­freiheit sollte von Anfang an mitgedacht werden“, sagt sie. Wie das gelingen kann, das gilt es nun im nächsten Schritt herauszufinden.

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Ergänzende Inhalte

Neben klassischen Studien-Inhalten bringt das Inklusions­barometer Mobilität noch mehr mit. So wurden zum Beispiel Mobilitäts­portraits von vier Personen mit Beeinträchtigung erstellt sowie ausführliche Steck­briefe zu inklusiver Mobilität in acht Metropol­regionen Hamburg, Berlin, Ruhrgebiet, Düsseldorf, Köln, Frankfurt, Stuttgart und München. Außerdem gibt es interessante Gast­beiträge: Unter anderem von Olga Nevska (CEO von Telekom MobilitySolutions), Kilian Frey vom Umweltbundesamt, oder auch Katja Diehl, Autorin zum Thema Verkehrswende.

Abgeleitet von den Ergebnissen der Umfrage im Hinblick auf die Mobilitätserfahrungen der Befragten sind am Ende der Studie Empfehlungen zusammengestellt, was zu tun ist um Mobilität so zu gestalten, dass alle an ihr teilhaben können.

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