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Sport mit Behinderung: Möglichkeiten, Chancen und Unterstützung

Sport kann deine Gesundheit stärken, neue Kontakte ermöglichen und dabei helfen, selbst­bestimmt am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Dennoch stoßen viele Menschen mit Behinderung auf Hindernisse, wenn sie Sport treiben möchten. Hier erfährst du, welche Möglichkeiten es gibt, welche Unterstützung du nutzen kannst und worauf du bei Hilfsmitteln und der Finanzierung achten solltest.

Zwei junge Männer, einer mit Behinderung, einer ohne stehen in einer Sporthalle und halten sich lachend im Arm. Die haben beide einen Tischtennisschläger in der Hand.

Sport hält fit, macht Spaß und bringt Menschen zusammen. Für viele Menschen mit Behinderung kann Sport noch mehr bedeuten: mehr Selbst­ständigkeit, neue Kontakte, Erfolgserlebnisse und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Dennoch ist der Weg in den Sport nicht immer einfach. Nicht jedes Angebot ist barrierefrei, passende Sport­gruppen sind manchmal schwer zu finden und für einige Sportarten werden spezielle Hilfsmittel benötigt. Auf dieser Seite erfährst du, welche Möglichkeiten es gibt, auf welche Hürden du stoßen kannst und welche Unterstützung dir dabei helfen kann, deinen Sport zu finden.

Warum Sport für alle wichtig ist

Sport bietet viele Vorteile. Er kann die körperliche Fitness stärken, die Beweglichkeit fördern und das Wohlbefinden verbessern. Gleichzeitig ermöglicht er Begegnungen mit anderen Menschen und schafft Gemeinschaft.

Viele Menschen erleben durch Sport außerdem:

  • mehr Selbstvertrauen,
  • mehr Selbstständigkeit im Alltag,
  • neue soziale Kontakte,
  • Erfolgserlebnisse,
  • mehr Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Was bedeutet Teilhabe im Sport?

Teilhabe bedeutet, dass jeder Mensch die Möglichkeit hat, Sport zu treiben und an sportlichen Angeboten teilzunehmen, unabhängig von einer Behinderung. Dazu gehören nicht nur Training und Wettkämpfe, sondern auch das gemeinsame Vereins­leben und soziale Aktivitäten rund um den Sport.

Hürden bei der Inklusion im Sport

Gemeinsamer Sport hilft, Vorurteile und Berührungsängste abzubauen und fördert Akzeptanz und Toleranz untereinander. Über den Sport erwerben Menschen außerdem Fertigkeiten, die sie auch in andere Bereiche des gesellschaftlichen Lebens transportieren können. Wer das Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung im Freizeitbereich als selbstverständlich erlebt, trägt diese Haltung auch mit in den Alltag, die Arbeitswelt oder den Bildungssektor. Sport kann infolge zu einer positiveren Haltung zur Inklusion und zu einer Integration durch Sport beitragen.

Seit der deutschen Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention im Jahre 2009 haben Bund, Länder und Kommunen vielfältige Aktionspläne zur Umsetzung von Inklusion entwickelt. Die Strukturen des organisierten Sports bekennen sich dabei zur Inklusion und haben in den vergangenen Jahren ebenfalls Aktionspläne und Handlungsempfehlungen veröffentlicht. Dadurch haben sich die Wahrnehmung des inklusiven Sports und die Haltung vieler Menschen dem Thema Sport und Inklusion gegenüber positiv entwickelt. Es gibt jedoch immer noch unterschiedliche Barrieren, die das gemeinsame Sport treiben von Menschen mit und ohne Behinderung erschweren.

Hilfsmittelversorgung im Sport

Für manche Menschen sind spezielle Hilfs­mittel die Voraussetzung, um eine Sportart überhaupt ausüben zu können. Sport­hilfs­mittel sind Hilfs­mittel, die speziell für sportliche Aktivitäten entwickelt wurden. Dazu gehören beispielsweise:

  • Sport­rollstühle,
  • Hand­bikes,
  • Sport­prothesen,
  • spezielle Sitz- oder Halte­systeme.

Sie unterscheiden sich häufig von Hilfsmitteln, die im Alltag genutzt werden.

Wer bezahlt Sporthilfsmittel?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Ob Kosten übernommen werden, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Grundsätzlich gilt:

  • Krankenkassen finanzieren vor allem Hilfs­mittel, die für die medizinische Versorgung oder den Ausgleich einer Behinderung notwendig sind.
  • Spezielle Sport­geräte werden nicht automatisch übernommen.
  • Ob eine Finanzierung möglich ist, muss immer individuell geprüft werden.

Deshalb kann es sinnvoll sein, sich vor einer Anschaffung beraten zu lassen und frühzeitig Informationen über mögliche Finanzierungs­möglichkeiten einzuholen.

Die Förderung des Freizeitsports und des Vereinssports gehört (...) nicht zu den Aufgaben der Kranken­kassen bei der Hilfsmittel­versorgung. 

Aus dem Urteils des Bundessozialgerichts vom 21.03.2013

Möglichkeiten der Finanzierung von Sporthilfsmitteln