
Mit anderen Augen sehen
Hell, dunkel, Schatten oder Kontraste – wie „sehen“ Menschen mit Sehbehinderung? Eine interaktive Ausstellung in der Gemeinde Baindt (Kreis Ravensburg) lädt sehende Menschen zu einem Perspektivwechsel ein: Besucher*innen können nachempfinden, wie blinde und sehbehinderte Menschen ihre Umwelt wahrnehmen.
Florenell ist einer von vielen Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit unterschiedlichen (Seh-)Behinderungen, die im Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) in Baindt leben. Zwölf der Bewohner*innen können Besucher*innen der Ausstellung „Mit anderen Augen sehen“ näher kennenlernen.
Fördersumme
48.334 Euro
Ort
Baindt
Wie sehbehinderte Kinder wahrnehmen

Die Kinder und Jugendlichen hatten sich für das Projekt zuvor an ihren Lieblingsplätzen fotografieren lassen. Zunächst hören sich die Besucher*innen mit geschlossenen Augen eine Audio-Beschreibung eines Fotos an. Dann erleben sie eine Simulation davon, wie die sehbehinderten Kinder und Jugendlichen selbst das Bild sehen würden. Zum Schluss betrachten die Besucher*innen das Original-Porträt und erfahren mehr über die jeweilige Sehbehinderung der Abgebildeten.
In der Ausstellung kommt auch Virtuelle Realität (VR) zum Einsatz: Die Nutzer*innen erleben mit einer VR-Brille Alltagssituation wie einen Einkauf, ein Essen mit Freund*innen oder eine Szene im Straßenverkehr. Mit Filter-Funktionen wird dann gezeigt, wie diese Szenen mit einem stark eingeschränkten Gesichtsfeld wahrgenommen werden.
Mit der Ausstellung möchten die Initiator*innen des SBBZ Bewusstsein für die Bedürfnisse von blinden und sehbehinderten Menschen schaffen und für das Thema Inklusion werben.
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Projektdaten
Projektzeitraum
1. Oktober 2018 bis 30. September 2020
Fördersumme
48.334 Euro
Bewilligungsdatum
30. April 2019
Kontakt
Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum, Förderschwerpunkt Sehen - Baindt
Klosterhof 1
88255 Baindt
Weitere Informationen
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