Über 65.000 Schüler*innen setzen ein Zeichen
In Kooperation mit der Aktion Mensch und Nummer gegen Kummer e.V. wurde am 17. September die klicksafe Schulstunde zum Thema Cybermobbing durchgeführt. XX Schulen haben daran teilgenommen. Die größte Online-Schulstunde Deutschlands zeigt, wie wir erkennen, helfen und vorbeugen können.

Ein peinliches Bild, ein verletzender Kommentar – für Betroffene kann sich daraus ein Albtraum entwickeln: Cybermobbing ist kein harmloser Streit im Netz, sondern ein ernstes Problem mit weitreichenden Folgen. Das bestätigen auch die Ergebnisse einer Umfrage unter den 65.820 Schüler*innen, die am 17. September an der klicksafe Schulstunde teilgenommen haben. Insgesamt schalteten sich 2.194 Schulklassen der Jahrgangsstufen fünf bis acht dazu, um die Mechanismen und weitreichenden Auswirkungen von digitaler Anfeindung zu verstehen, zu diskutieren und zu reflektieren. Gemeinsam mit Fachexpert*innen erarbeiteten die Teilnehmenden konkrete Strategien, wie sie Cybermobbing erkennen, Betroffene unterstützen und zu einem respektvollen Miteinander im Netz beitragen können. Mit dabei: „Germany’s Next Topmodel“-Finalist Tony Eberhardt, der persönliche Einblicke in seine Erfahrungen mit Mobbing teilte.
Die klicksafe Schulstunde wurde in Kooperation mit der Aktion Mensch und Nummer gegen Kummer e.V. durchgeführt und in Deutsche Gebärdensprache übersetzt. Für Christina Marx, Sprecherin der Aktion Mensch, ist der Umgang mit Cybermobbing auch eine Frage von Inklusion und Teilhabe: „Cybermobbing ist ein Problem, das viel zu viele junge Menschen betrifft – noch einmal mehr aber junge Menschen mit Beeinträchtigung. Das dürfen wir als Gesellschaft nicht länger hinnehmen. Ein respektvolles Miteinander und eine gleichberechtigte Teilhabe müssen von Anfang an gelernt und gelebt werden.“ Auch Schutz und Begleitung sind für Betroffene wichtig. Durch die Nummer gegen Kummer wurde die klicksafe Schulstunde zusätzlich um ein unmittelbares Hilfeangebot für alle teilnehmenden Schüler*innen ergänzt.
Schüler*innen sind sich sicher: Platzhalter für Kernaussage
Was oft mit vermeintlich harmlosen Kommentaren beginnt, kann schnell an Dynamik gewinnen und weitreichende Folgen für die Betroffenen haben. Das bestätigen die weiteren Ergebnisse der Umfrage unter den XY Schüler*innen im Rahmen der Veranstaltung. Alarmierend: Platzhalter für zwei bis drei Kernaussagen aus Umfrage.
Die Befragung macht deutlich, wie hoch der Bedarf an Aufklärung und Präventionsarbeit ist, um Kinder und Jugendliche frühzeitig für die Risiken von digitaler Gewalt zu sensibilisieren und ihre Medienkompetenz zu stärken. Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse, dass junge Menschen mehr Handlungsstrategien und Unterstützungsangebote benötigen, um die Mobbing-Spirale zu durchbrechen. „Schon kleine Handlungen können einen Unterschied machen und ein Umfeld schaffen, in dem Respekt, Zusammenhalt und Zivilcourage stärker sind als Ausgrenzung. Jede Person kann hier Verantwortung übernehmen. Wer hinschaut und handelt, durchbricht die Dynamik, die Cybermobbing antreibt“, erklärt Deborah Woldemichael, Leiterin von klicksafe bei der Medienanstalt Rheinland-Pfalz.
Wie wichtig Erkennen und Einschreiten sind, weiß auch Model, Speaker und Content Creator Tony Eberhardt. Er war selbst aufgrund seiner Hörbehinderung viele Jahre betroffen: „Wenn meine Geschichte dazu beiträgt, dass auch nur ein Kind den Mut findet, darüber zu sprechen, ein Lehrer genauer hinsieht, Eltern früher handeln oder politische Veränderungen angestoßen werden, dann hat all das, was ich erlebt habe, heute einen Sinn.“
Chioma Alukuma, Beraterin bei der Nummer gegen Kummer und Expertin in der klicksafe Schulstunde, erläutert: „Wenn man Cybermobbing erlebt oder mitbekommt, ist es gut, wenn man nicht alleine damit bleibt. Manchmal weiß man einfach nicht, was man tun oder wie man helfen soll. Aber auch wenn man selbst jemanden verletzt oder beim Mobbing mitgemacht hat, kann man etwas ändern und Verantwortung übernehmen. Ich finde, es ist wichtig, dass alle wissen: Man kann sich Hilfe holen und mit jemandem darüber reden.“
Würdest du Mobbing erkennen?
Mit unserer Kampagne machen wir auf ein Thema aufmerksam, das uns alle betrifft, aber besonders für Kinder und Jugendliche ein großes Problem darstellt. Wir zeigen dir, wie jede*r von uns Mobbing erkennen, helfen und vorbeugen kann.