Tipps für deine Online-Aktion
Soziales Engagement funktioniert auch digital
Du möchtest dich für Inklusion einsetzen und Menschen zum Mitmachen bewegen? Das funktioniert nicht nur live vor Ort. Viele Aktionsideen lassen sich auch digital umsetzen, wie zum Beispiel Podiumsdiskussionen, Interviews oder Vorträge. Hier findest du ein paar grundlegende Infos, Tipps und Tricks.

Keine Angst vor Neuland
Egal ob du deinen ersten Livestream, eine Videokonferenz oder Podcast produzierst: Keine Angst, wenn nicht alles sofort funktioniert! Es muss nicht alles perfekt sein.
Viele heute sehr erfolgreiche YouTuber*innen oder Podcaster*innen haben mit einer Minimalausstattung im Hinterzimmer ihre ersten Videos oder Podcasts aufgenommen und dabei anfangs natürlich auch Fehler gemacht. Kleinere (technische) Fehler oder Missgeschicke verzeihen einem die Zuschauer*innen gern. Denn auch sie wissen, dass hier keine Profis vor der Kamera oder dem Mikrofon stehen, sondern ganz normale Menschen.
Einige Zuschauer*innen schätzen sogar ganz besonders die nicht-perfekten Videos oder Podcasts, da sie ehrlicher und manchmal auch überraschender sind. Wichtig ist, dass du damit locker und transparent umgehst: Sag deinen Zuschauer*innen ruhig, dass dies dein erstes Live-Video ist und dass du hoffst, dass alles gut geht. Das kommt gut an und oft haben einige Zuschauer*innen auch noch gute Tipps und Tricks, die sie gerne mit dir teilen.
Probieren geht über studieren
In jedem Fall solltest du deine Aktion vor deinem Live-Event testen. Frag Kolleg*innen, ob sie 15-20 Minuten Zeit hätten, mit dir einen Livestream oder eine Videokonferenz zu testen. Oft fallen dabei noch Kleinigkeiten oder technische Fehler auf, die du dann bei deinem ersten Livestream vermeiden kannst. Mit unserer Checkliste bist du bestens vorbereitet.
Unsere 10 Tipps:
Hier lesen oder als PDF herunterladen.
Nicht vergessen: Digitale Barrierefreiheit
Was du bei Videos und Podcasts beachten solltest, damit auch Menschen mit Behinderung daran teilhaben können:
- Beschreibe mündlich alle Dinge, die man nur sehen oder hören kann. Zum Beispiel, was auf Folien zu sehen ist oder warum gerade ein lauter Knall zu hören war.
- Erstelle Untertitel für deine Videos. Das bedeutet, dass du aufschreibst, was im Video gesagt wird. Sehr leicht geht es bei YouTube, denn dort werden Untertitel automatisch erstellt.
- Gebärdensprachdolmetscher*in: Bei Videokonferenzen kann sich ein*e Gebärdensprachdolmetscher*in einfach zusätzlich einwählen und in beide Richtungen übersetzen. Bei einem Vortrag geht das ebenfalls recht unkompliziert. Stell die Kamera so ein, dass du und der oder die Gebärdensprachdolmetscher*in zu sehen sind.
- Biete zu deinem Podcast auch eine Textversion des Podcasts an.
Tipps
Untertitel
Kosten
Ja, der Einsatz von Gebärdensprachdolmetscher*innen kostet etwas, doch das sind sie auch wert. Wenn du nicht so viel Geld hast, kannst du versuchen, eine Förderung zu beantragen, zum Beispiel bei der Aktion Mensch, deiner Stadt oder Gemeinde, Vereinen, Stiftungen, Förderern.