Überproportional viele Grundschulkinder mit einer Zuwanderungsgeschichte haben in den ersten Schuljahren Schwierigkeiten das Lerntempo zu halten. Diese Entwicklung beruht nicht auf dem Faktor geringe intellektuelle Fähigkeiten, sondern auf fehlende Unterstützung im alltäglichen Lernen und Üben. Das vom Caritasverband Rheine entwickelte Projekt Mentoren unterstützen Kinder (MuK) ist ein - bereits in der Annetteschule erprobtes - wirkungsvolles Instrument zur Verbesserung der Bildungschancen von Kindern. Dabei fördern ehrenamtliche Mentoren in enger Zusammenarbeit mit den Lehrern und Eltern ein Kind von sechs bis zehn Jahren individuell beim Lesen, Schreiben und Rechnen.
Das Projekt soll jetzt auch im Stadtteil Schotthock in der Ludgerus- und Bodelschwinghschule starten. Dazu werden interessierte Personen gesucht, die sich vorstellen können, einen jungen Schüler oder eine junge Schülerin auf den ersten Metern ihrer Schullaufbahn zu begleiten. Die Mentoren treffen sich regelmäßig mit ihren Patenkindern direkt in der Schule, entweder vormittags im Unterricht, im Wege individueller Förderstunden, oder nachmittags im Rahmen des Ganztagsbetriebs. Die Lehrer halten den Kontakt zu den Mentoren. So ist ein Austausch über die Entwicklung und den Förderbedarf der Kinder sichergestellt. Deutsch und Mathematik sowie die Entwicklung der Selbständigkeit, gehören dabei zu den Kernkompetenzen, die gefördert werden sollen. In erster Linie soll den Kindern das Gefühl vermittelt werden: Ich bin wichtig und jede Woche kommt ein Mentor nur für mich und hilft. Erst in zweiter Linie geht es darum, die Kinder mit besonderen fachlichen Problemen zu fördern.
Der Caritasverband Rheine sichert eine kontinuierliche Begleitung der Mentoren durch Seminare, Reflexionsrunden und Einzelgesprächen zu und freut sich auf Rückmeldungen, um in einem ganz unverbindlichen Gespräch zunächst über das Aufgabenfeld genauer zu informieren.