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Engagement im Wandel der Zeit

Ehrenamt im Wandel: Was einst eine zugewiesene Pflicht war, ist heute freiwilliges Engagement aus Überzeugung. Immer mehr Menschen bringen sich mit Herz, Zeit und Know-how für andere ein – ob jung oder alt, spontan oder langfristig. Der gesellschaftliche Zusammenhalt lebt vom Mitmachen. Und jede*r kann etwas beitragen!

1. September 2025|1 Minuten Lesedauer|Aktion Mensch-Redaktion
Eine achtköpfige Gruppe von Jungen und Mädchen, in der Altersspanne von etwa 10 bis ca. 25 posieren zusammen in einem Tanzstudio für das Foto.

Das Ehrenamt in Deutschland hat eine lange Tradition und hat sich über die Jahre verändert. Ursprünglich war das Ehrenamt ähnlich wie der heutige Schöffendienst eine zugewiesene Aufgabe, nicht ein selbst gewähltes Engagement für das Allgemeinwohl. Es war zwar unbezahlt, aber mit einem lange wichtigen Ehrgewinn verbunden.

Das heutige Ehrenamt, das freiwillige Engagement für ein persönliches oder soziales Anliegen, lebt weniger von diesem Begriff der Ehre als von der Freude am Helfen. Ob in Gesellschaft, Kirche, Sport oder Katastrophenschutz – rund 29 Millionen Ehrenamtliche sind mit eigenem Einsatz von Zeit, Kraft und Rat aktiv. Das ist ein gutes Zeichen für den sozialen Zusammenhalt in Deutschland. Und auch du kannst helfen!

Das bringt dir ein Ehrenamt!

Vor einem großen Topf auf dem Herd stehen zwei größere Mädchen und ein kleinerer Junge mit Kochmütze und Schürzen. Eine junge Frau mit Kochjacke und kurzen blonden Haaren neben ihnen hilft ihnen, eine Soße anzurühren.

Menschen engagieren sich aus ganz unterschiedlichen Gründen. Für viele ist das Helfen ein tieferes inneres Anliegen. Das Ehrenamt ist für sie eine sich selbst belohnende Tätigkeit. Oft ist es auch der soziale Anschluss, das Zusammensein und die Arbeit mit Gleichgesinnten.

Persönliche Betroffenheit kann ebenfalls für ein Thema sensibilisieren und ein freiwilliges Engagement dafür nach sich ziehen. Oft sind persönliche Schicksalsschläge im Familien- und Bekanntenkreis der Auslöser, aktiv mit anzupacken und zum Beispiel Themen wie Behinderung oder Krankheit ins Bewusstsein anderer Menschen zu bringen.

Zeit ist das neue Geld

Soziales Engagement kann auch religiös motiviert sein: sowohl die christliche Lehre wie auch der Islam und der Buddhismus verlangen von ihren Anhängern Engagement für die Mitmenschen. Egal aus welchen Gründen, du dich für ein Ehrenamt entscheidest: Es bringt dich auf jeden Fall nach vorne, macht Spaß und schafft ein unbezahlbares Miteinander.

Wer in seiner Freizeit Internetkurse für Senior*innen gibt, als Einkaufsbegleiter*in für Rollstuhlfahrer*innen arbeitet oder jugendlichen Geflüchteten Nachhilfe gibt, hat mehr gespendet als „nur“ Geld: Zeit, Kraft, Nerven, freundliche Worte, wichtige Arbeit.

Während viele die zunehmende Alterung unserer Gesellschaft als Problem sehen, tun sich für das Ehrenamt dadurch neue Chancen auf: Engagierte Mitbürger*innen am Ende des Arbeitslebens und mit vielen verschiedenen Qualifikationen können mit einem Ehrenamt ihrem Alltag neue Ziele und neuen Inhalt geben. Mit der Generation der „Baby Boomer“ gehen bald Millionen Menschen in den Ruhestand, die die Zeit nutzen möchten, Erfahrungen machen und ein aktives Leben führen wollen.

Helfer*innen in ganz Deutschland

Auch junge Leute nutzen gerne ihre Freizeit und packen für die gute Sache an. Sie alle springen genau dort ein, wo sie gebraucht werden. Zum Beispiel beim Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine 2022: Viele Menschen halfen mit bei der der Ankunft von Geflüchteten an Bahnhöfen, machten mit in Deutschkursen oder organisierten Kinderbetreuung. Auch nach der Flutkatastrophe im Ahrtal haben sich im Sommer 2021 viele Menschen ehrenamtlich engagiert. Sei dabei und engagiere dich in deiner Umgebung!