Bildungschancen und Lebensweggestaltung

Bildung und Lebensweggestaltung

Bildung ist mehr als Schule. Bildung ist Persönlichkeitsentwicklung. Als Basis für das Arbeitsleben ist sie entscheidend für die Gestaltung des Lebenswegs. Technologischer Wandel und die Anforderungen der Wissensgesellschaft erfordern dabei ein kontinuierliches Lernen. Lernerfolg steigert das Selbstbewusstsein, gerade wenn eine stärkenorientierte Förderung realisiert wird. Doch wenn stattdessen der Leistungsdruck steigt, ist oftmals Überforderung die Folge. Wie und wo werden wir zukünftig lernen und was bedeutet das für junge Menschen auch mit schwerer Behinderung?

Folgende Themenaspekte vertieft der Kongress in einzelnen Workshops:

„Ich sehe was in dir, das du nicht siehst“: Erkennung und Förderung individueller Potenziale

Leistungsorientierung steht im Widerspruch zum spielerischen Ausprobieren, das für die Identitätsentwicklung wichtig ist. Wie passen die Ausrichtung auf ökonomisch verwertbare Leistung einerseits und die Persönlichkeitsentfaltung andererseits zusammen? Auf was kommt es bei der Persönlichkeitsentwicklung zukünftig an? Welche Schwächen können auch stark machen? Werden die Potenziale von Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigung überhaupt schon erkannt?

"Räumchen, Räumchen wechsel dich" - Inklusive Lernorte von morgen

Die virtuelle Welt wird zum sozialen Raum, das informelle und das institutionelle Lernen werden orts- und zeitunabhängig. Die Bedeutung außerschulischer Lernorte nimmt zu. Und in der „realen“ Welt wird das intergenerative Lernen für alle Generationen an Bedeutung gewinnen. Klasse Räume statt Klassenräume: Was zeichnet inklusive Lernorte aus und was macht einen Ort zu einem inklusiven Lernort? Und wer lernt zukünftig eigentlich wo?

„Sieben auf einen Streich" – Future-Fit für eine Ausbildungswelt mit Anspruch

Kompetenzen werden wichtiger als Wissen werden, Erfahrung und interdisziplinäre Zusammenarbeit werden zur Grundvoraussetzung in der Arbeitswelt von morgen. Dort eröffnen digitale Medien zu Ausbildung und Beruf auch für Menschen mit Behinderung neue Zugänge. Der Leistungsdruck wird jedoch weiter wachsen, eine gezielte Karriereplanung wird auch zukünftig eine noch wichtigere Fahrkarte in den Beruf sein. Wie müssen die Übergänge zwischen Ausbildung und Beruf künftig gestaltet werden, damit neue Chancen greifbar werden? Wen müssen wir besonders unterstützen?

„Die Guten ins Kröpfchen, die Schlechten ins Töpfchen“ - neue Formen des Lernens und ihre Potenziale für alle

Eine zunehmende Aufspaltung in ein Zwei-Klassen-Bildungssystem zeichnet sich ab: hier die Leistungsfähigen, dort die anderen. Wer wird zukünftig über die Bildungswege junger Menschen bestimmen? Stehen Lernziele und inklusives Lernen im Widerspruch? Eine Haltung wird gesucht: Welche Auswirkungen haben technologische Entwicklungen auf das Lernen von Morgen? Wie werden wir überhaupt lernen? Wir begeben uns auf die Suche nach inklusiven Lernformen der Zukunft.

"Spieglein, Spieglein an der Wand ..." - Welches sind Zukunftswerte in diesem Land?

Jeder junge Mensch sollte Autorin und Autor seiner und ihrer eigenen Biografie sein. In gleichem Maße steigt das Orientierungsbedürfnis und eine ausschließliche Leistungs- und Wachstumsorientierung stößt auf Widerstand. Welche Werte und Normen werden uns zukünftig wichtig sein? An wem und was orientieren sich Heranwachsende und an welchen gesellschaftlichen Werten orientiert sich zukünftig Bildung? Ist Inklusion ein Wert an sich und welche gesellschaftlich anerkannten Werte stehen in Widerspruch zur Inklusion?

"Ene, mene, muh, und raus bist du" - Was wollen wir wissen und was müssen wir lernen

Medienkompetenz erlangt den Status einer Basis-Kulturtechnik wie Lesen, Schreiben und Rechnen. Wer mit Technologie zukünftig nicht umgehen kann, gerät schnell ins Abseits. Medienkompetenz wird zum Wettbewerbsvorteil, aber auch zum Mittel, um Beeinträchtigungen auszugleichen. Programmieren oder Konsumieren: Was macht Sinn auf dem Weg zur Medienkompetenz von morgen? Was müssen wir wissen, um teilhaben zu können?

Über alle Workshops und Referentinnen und Referenten informieren wir Sie sukzessive in der Rubrik „Programm“.