Rahmenprogramm

Rahmenprogramm und Meetingpoints

Neben Workshops und Diskussionsrunden standen auch kreative und informationsreiche Präsentationen auf dem Programm. JAM! – die junge Aktion Mensch mischte aktiv mit und stellte sich auf einem eigenen Aktionsstand vor. Zudem begleiteten die Bielefelder Theaterwerkstatt Bethel und das Improvisationstheater Steife Brise aus Hamburg zwei Tage lang das Geschehen in Berlin. In Meetingpoints - also Zonen, an denen Dialog und Vernetzung im Vordergrund standen - stellten Anbieter aus Gesellschaft, Wirtschaft und Medien ihre Produkte und Ideen zum Thema Inklusion vor und standen für Diskussionen zur Verfügung.

Accessibility Competence Center der Siemens AG, Matthias Lindemann
Bettertoday
Bundesligastiftung, Frankfurt am Main
DEAF MAGAZINE
Design Research Lab der Universität der Künste, Berlin, Tom Bieling
Evangelische Schule Berlin-Zentrum
Forschungsinstitut Technologie und Behinderung der Ev. Stiftung Volmarstein
grauwert, Hamburg, Matthias Knigge
PIKSL, Düsseldorf, Tobias Marczinzik
Politikberatung behinderte Expert*innen, Berlin

JAM! – mit der jungen Aktion Mensch in die Zukunft gedacht

Auf dem Aktionsstand von JAM! ging es insbesondere um den persönlichen Austausch und das Mitdenken: Ganz im Sinne des Jugendangebots der Aktion Mensch gehörten vor allem die Vision einer inklusiven Gesellschaft und die Gestaltung eines vielfältigen Miteinanders zu den heiß diskutierten Themen. Wie wollen wir gemeinsam leben? Was ist mir persönlich wichtig? Was muss sich ändern? Am JAM!-Stand kamen die Gäste des Zukunftskongresses mit den jungen Mitgliedern des JAM!-Jugendbeirats ins Gespräch. Es wurde kontrovers diskutiert und die jungen Leute machten deutlich, wie sie über die Fragen des Miteinanders denken. Die gesammelten Überlegungen wurden im Laufe des Kongresses auf einer kreativ-mosaikhaften JAM!-Visionswand zusammengefasst, die allen Anwesenden viel Stoff und Inspiration für weiterführende Gespräche lieferte.

Inklusion für junge Köpfe

Nicht zuletzt drehte sich in den generationsübergreifenden Gesprächen viel um das Projekt JAM! selbst. Seit September 2014 am Start, sensibilisiert JAM! vor allem junge Menschen auf humorvolle und lockere Weise für inklusive Themen. Die Botschaft: Alle können teilhaben, mitmachen, dabei sein und mitgestalten. Hierfür ist JAM! sowohl auf der eigenen Website also auch viel in sozialen Medien aktiv: In Texten, Videos, Aktionen und einer eigenen Webshow werden Themen wie Anders sein, Mut, Vorbilder, Perspektivwechsel, Vorurteile etc. unter die Lupe genommen – Inhalte also, die auch für die Arbeit von Multiplikatoren und Pädagogen in der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit interessant sind.

Kübra und Christian beim Dreh

Präsentiert wurde JAM! auf dem Kongress von Mitgliedern des JAM! Jugendbeirat. Dabei handelt es sich um eine engagierte Gruppe von Jugendlichen zwischen 15 und 26 Jahren, die sich in ihrer Freizeit für die verschiedenen Aktivitäten von JAM! einsetzen. Das Team trifft sich mehrmals im Jahr und arbeitet an Themen, die für eine inklusive Gesellschaft wichtig sind. Bei JAM! bekommen sie die Möglichkeit, dies in unterschiedlicher Weise zu tun: über soziale Medien, auf Veranstaltungen, in ihren eigenen Lebensumfeldern vor Ort. Auf dem Zukunftskongress kam einer von ihnen, Paula, die besondere Rolle zu, als Vertreterin des Jugenbeirats die Abschlussdiskussion auf der Bühne zu bestreiten und die Sichtweise des Beirats mit erwachsenen Vertretern aus verschiedenen Bereichen zu diskutieren. Toller Auftritt, Paula!

Kübra und Christian sind zwei weitere Protagonisten, die JAM! von Beginn an mitgeprägt haben. Sie sind die Moderatoren der JAM!-Webshow und waren auf dem Kongress selbstverständlich auch mit dabei. Und auch sie konnten es nicht lassen, sich mit einigen Experten und Kongressteilnehmenden über das Thema Zukunft auszutauschen. Einen Ausschnitt aus der Webshow zu genau diesem Thema finden Sie hier:
zur Webshow mit Kübra und Christian

Improtheater Steife Brise - mit Humor in eine inklusive Zukunft

Zwei Schauspieler auf der Bühne

Zwei Tage lang begleitete das Improvisationstheater Steife Brise aus Hamburg die Teilnehmer mit Elan und Humor durch den Kongress. Die drei Schauspieler Thorsten Brand, Ralf Schmitt und Torsten Voller machten sich zunächst auf den Weg durch die sechs Panels, um Eindrücke aus den Arbeitsgruppen und Themen zu sammeln. Am zweiten Tag verwoben sie die Gedanken und Einwürfe des Publikums in zwei Bühnenauftritten zu aberwitzig-abenteuerlichen bis besinnlich-schmunzelnden Szenen.
Die Gäste hatten sichtlich Freude an den kleinen Geschichten und Figuren, die die Schauspieler in sekundenschnelle entwickelten. Auf den traurigen Weihnachtsmann, der von seinem Lieblings-Wichtel aufgeheitert wird, folgten ein martialisches Heavy Metal-Geburtstagsständchen für einen Gast im Publikum und heroische Seiltanz-Akte im Stil von Berthold Brecht oder Indiana Jones. Ein Quartett mit der Bloggerin Anastasia Umrik und Aktion Mensch-Volontärin Sandra Strang, die in einer Szene für die passende akustische Untermalung sorgten, bildete den Abschluss einer großartigen Vorstellung. Großer Dank an die Steife Brise für zwei unvergessliche Auftritte!

Zum Improvisationstheater "Steife Brise"

Be.Bots.2025 – eine Volxperformance der Theaterwerkstatt Bethel

Bethel-Bots in Aktion

Eine grüne Oase inmitten der Industrie-Architektur der Arena Berlin präsentierte die Theaterwerkstatt Bethel mit ihrer begrasten Basisstation. Von hier aus starteten die Be.Bots zu Begegnungen mit den Gästen des Zukunftskongresses. Die Roboter der neuesten Generation erfüllten ihren Auftrag perfekt und nahmen auf eigenwillige Art Kontakt zu den Besuchern auf: als Allzweck-Haushaltshilfe, digitaler Pfarrer oder dauercharmanter Kavalier. Die Roboter, allesamt Schauspieler und Schauspielerinnen des Ensembles, boten auf der Bühne des Plenums eine beeindruckende Verkaufs-Show, bei der sich zeigte: Auch Roboter sind nur Menschen - irgendwie. Vielen Dank an die Theaterwerkstatt Bethel für zwei intensive Tage!

Meetingpoints

An vier Stationen präsentierten Expertinnen und Experten aus den Bereichen Technik, Design, Unternehmensberatung, Schule, Medien oder Sport an beiden Kongresstagen ihren Zugang zum Thema Inklusion.

Accessibility Competence Center der Siemens AG - Matthias Lindemann

Albert: Mobile, barrierefreie Zahlungsmöglichkeiten
Das Bezahlterminal "Albert" von Wincor Nixdorf ist das weltweit erste offene Android basierte Tablet mit integrierter sicherer Bezahlfunktion. Besonderer Wert wurde auf die Bedienbarkeit für Menschen mit Behinderungen gelegt. So ist z.B. die Eingabe der PIN per Touch auch für sehbehinderte oder blinde Menschen möglich und ein Kopfhörer kann für die integrierte Sprachausgabe angeschlossen werden.

ARGUS: Assistives persönliches Navigationssystem für Menschen mit Sehbeeinträchtigung
Ziel des europäischen Forschungsprojektes ARGUS ist die Entwicklung einer innovativen Lösung, die es blinden und sehbehinderten Menschen ermöglicht, sich selbstständig und selbstsicher im öffentlichen Raum zu bewegen. Hierbei erlaubt das Navigationssystem dem Anwender, durch akustische Informationen einen Blick auf seine unmittelbar vor ihm liegende Route zu werfen. Durch die Bereitstellung kontinuierlicher Leitsignale kann der Nutzer dann einem vordefinierten Weg folgen, sowohl in städtischen als auch ländlichen Regionen. ARGUS ist also eine Art Bergführer, der die Nutzerinnen und Nutzer an einer virtuellen Sicherheitsleine auf ihrem Weg führt.

CaMeLi - Care Me for Life
Im Rahmen des europäischen Forschungsprojektes CaMeLi (Care Me for Live) wird ein "empathischer Avatar" entwickelt, der als zuverlässiger virtueller Assistent in allen Lebenssituationen unterstützen und damit einen maßgeblichen Beitrag zum selbstbestimmten und unabhängigen Leben leisten soll. Mit diesem neuartigen Konzept soll gezeigt werden, wie sich durch Technik die Lebensqualität von Menschen steigern kann.

arup, London - Josef Hargrave

Menschen am Meetingpoint

Inspire bietet eine weltweite Sammlung von Ideen, Innovationen und Fallstudien zu bestimmten Themen. Josef Hargrave vom Londoner Innovationsentwickler arup stellt eine Datenbank vor, in der überraschende, nützliche und witzige Produkte und Dienste für blinde Menschen zusammengetragen werden. Von Tüftlern und Forschungsgruppen aus der ganzen Welt kommen die Anregungen, wie die gebaute und kommunizierende Umwelt für Menschen mit Sehbehinderungen leichter zugänglich wird.

bettertoday

bettertoday - Agentur für Innovation und Neue Arbeit ist eine Strategieberatung, Innovationsakademie und Ideenwerkstatt mit Sitz in Berlin.
Mit Hilfe des Design Thinking Ansatzes sollen Menschen befähigt werden, innovativer zu arbeiten, gemeinsam komplexe Herausforderungen zu lösen und Veränderungen zu kommunizieren. In einer digital vernetzten Welt werden so Herausforderungen zu Chancen. Es wurde gezeigt, wie wertvoll Design Thinking als systematischer Innovationsprozess sein kann - anhand von Projektbeispielen und Einblicken in Methoden.

Bundesligastiftung, Frankfurt am Main

Blick auf den Stand der Bundesliga-Stiftung

Die Sehbehindertenreportage
Die Sehbehindertenreportage ist ein Service den es seit dem 15.10.1999 im deutschen Profi-Fußball gibt. Angefangen hat alles mit dem Bundesliga Spiel zwischen Bayer 04 Leverkusen und dem SSV Ulm. Mit Hilfe des AWO-Kompetenzzentrums für Blindenreportage im Sport kamen seither zahlreiche neue Standorte hinzu, so daß heute alle 18 Erstligisten mit dem Service ausgestattet sind.
Die Sehbehindertenreportage richtet sich an Menschen mit visueller Einschränkung oder vollständiger Erblindung. Sie ermöglicht den Betroffenen, die Atmosphäre in der zuschauerreichsten Liga der Welt zu erleben und dem Spiel auf dem Rasen zu folgen.
Dafür stehen extra ausgebildete Sehbehindertenreporter zur Verfügung, die im Stile einer 90-Minuten-Vollreportage versuchen, dem Nutzer jeden Ballkontakt, jeden Pass und jede sichtbare Aktion und auch Reaktion zu übersetzen und in Worte zu fassen. Das ermöglicht es den Nutzern, sich in ihrer Freizeitgestaltung freier bewegen und am sozialen Leben teilhaben zu können.

Online-Bundesliga-Reiseführer „Barrierefrei ins Stadion“
Für Fußballfans hat die Bundesliga-Stiftung unter www.barrierefrei-ins-stadion.de den Bundesliga-Reiseführer online gestellt: Alle 54 Clubs der ersten drei deutschen Fußball-Ligen sind darin mit Informationen und Wegbeschreibungen für den barrierefreien Stadionbesuch enthalten.
Mit der vierten Neuauflage des Bundesliga-Reiseführers unterstützt die Bundesliga-Stiftung die Mobilität und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung nachhaltig, denn sie sind ein fester Bestandteil der Fußball-Kultur in Deutschland. Barrieren abbauen sowie Mobilität und Sport fördern sind seit der Gründung der Bundesliga-Stiftung die Arbeitsschwerpunkte.
Um Fans mit Handicap vor allem die Auswärtsfahrt zu erleichtern, werden für jeden Club übersichtlich die Kontakte zu den Behindertenfanbeauftragten, die Anzahl und Lage der Plätze, Ticket-Informationen, Anfahrtswege per Bahn, ÖPNV und Auto sowie die touristischen Highlights der jeweiligen Städte aufgeführt.
Neben dem inhaltlichen Fokus auf den barrierefreien Stadionbesuch, enthält das Portal ganz inklusiv auch viele nützliche Informationen für Fans ohne Behinderungen. Nach drei gedruckten Ausgaben wurde zeitgemäß nun eine Online-Version erstellt, die inhaltlich um alle Clubs der 3. Liga erweitert wurde.
Der Bundesliga-Reiseführer „Barrierefrei ins Stadion“ wurde von der Bundesliga-Stiftung initiiert, gemeinsam mit der Bundesbehindertenfanarbeitsgemeinschaft (BBAG) sowie dem Deutschen Fußball-Bund entwickelt und in enger Zusammenarbeit mit den 54 Clubs erstellt. Entsprechend der Adresse „barrierefrei-ins-stadion.de“ bietet auch die Internetseite einen barrierefreien Zugang. Das bedeutet: Auch Fußballfans mit einer starken Sehschwäche können über die Internetseite surfen und werden sprachgesteuert an ihr Ziel gelotst. Gemeinsam mit der Aktion Mensch soll der Online-Reiseführer weiterentwickelt werden.

Barrierefrei-ins-stadion.de
ist zudem für mobile Endgeräte wie Smartphones oder Tablets optimiert, die Seite ist responsiv aufgesetzt. Darüber hinaus können die Informationen jedes Clubs einzeln abgespeichert oder ausgedruckt werden.

Deaf Magazine

Das Deaf Magazine ist ein Lifestyle- und Gesellschaftsmagazin rund um die deutsche Gebärdensprachkultur. Es basiert auf einer empirischen Arbeit an der Fachhochschule Düsseldorf und verknüpft Text, Bild und Video mittels multimedialer Technik. Das ermöglicht Gehörlosen und hörgeschädigten Menschen, auch komplexere Informationen stressfreier aufzunehmen.
Das Magazin möchte aber auch eine Brücke zwischen Hörenden und Gehörlosen schlagen: Durch die hochwertige Gestaltung, abwechslungsreiche Themen sowie die Verknüpfung von Untertiteln und Gebärdensprache in den Videos soll das Magazin auch für Personen interessant werden, die der deutschen Gebärdensprache noch nicht mächtig sind. In der deutschen Medienlandschaft will das Magazin für mehr Barrierefreiheit sorgen. Das Magazin-Konzept wurde bereits mehrfach ausgezeichnet und befindet sich derzeit in Gründungsphase.
Das Deaf Magazine Team besteht derzeit aus fünf Personen, hörend und gehörlos aus unterschiedlichen Fachgebieten.

Design Research Lab der Universität der Künste, Berlin - Tom Bieling

Interaktiv inklusiv: Digitale Teilhabe mit der LormHand für taubblinde Menschen.
Dass von einem digitalen Miteinander erst dann die Rede ist, wenn nicht nur "digitale Eliten" involviert werden, zeigt eines der jüngsten Projekte des Berliner Design Research Labs:
Der Lorm Glove und die LormHand basieren auf dem Tastalphabet LORM, das vielen taubblinden Menschen als Kommunikationsgrundlage dient.

Der Lorm Glove kann das Lorm Alphabet in digitalen Text übersetzen und umgekehrt. Mit Hilfe kleiner Sensoren kann der gelormte Text beispielsweise per SMS oder Email verschickt werden. Eingehende Nachrichten werden vom Handschuh als Vibrationen wiedergegeben. Damit ist es taubblinden Menschen möglich, mit anderen Menschen zu kommunizieren, selbst wenn diese sich ganz woanders befinden.

Mit Hilfe der LormHand können Nachrichten automatisch auf den sozialen Netzwerken Twitter und Facebook gepostet werden. So können die Gedanken und Forderungen von taubblinden Menschen auch direkt übers Internet Verbreitung finden. Mit Hilfe eines Monitors haben zudem Sehende die Möglichkeit, das Lorm-Alphabet selber auszuprobieren und zu erlernen und somit einen Einblick in die Lebenswelt taubblinder Menschen zu erhalten. Interessierte können dem Projekt unter @LormHand auch auf Twitter folgen.

Evangelische Schule Berlin-Zentrum

Innovationen für die Bildung: "Schüler coachen Manager"
Ob Mut zum Nachfragen, Perspektivwechsel oder aufrichtige und ehrliche Kommunikation - was Führungskräfte von Jugendlichen lernen können, damit beschäftigen sich Schülerinnen und Schüler der Evangelischen Schule Berlin-Zentrum in dem Projekt "Schüler coachen Manager". Hinter der Initiative steht die Schulleiterin Margret Rasfeld, die sich für Innovationen in Bildungskontexten stark macht und gemeinsam mit dem Hirnforscher Gerald Hüther und anderen das Buch "Schule im Aufbruch" geschrieben hat.
An vielen Stellen gibt es starke Parallelen zwischen innovativen Schulkonzepten und einer besonderen Art der Mitarbeiterführung in Firmen. Unternehmen wie auch Schule haben gemeinsame Themen wie Kulturwandel, wertschätzende Beziehungskultur, transformationale Führung und Potenzialentfaltung. Das Projekt macht deutlich, wie ein spannender und innovativer Lernprozess für beide Seiten aussehen kann, welche Erfahrungen gemacht wurden und wie sich diese auf neue und andere Kontexte übertragen lassen.

Forschungsinstitut Technologie und Behinderung der Ev. Stiftung Volmarstein

Unter dem Titel „Information inklusive“ präsentierte das Forschungsinstitut Technologie und Behinderung (FTB) der Evangelischen Stiftung Volmarstein Beiträge zu Informations- und Auskunfts-Systemen aus seinen aktuellen Forschungs- und Beratungsaktivitäten:
Informationsportale:

  • InformierBar (sehr detailiierte Informationen zur Zugänglichkeit/ Barrierefreiheit öffentlicher Gebäude in NRW)
  • Di-Ji (umfassende Informationen zu informationstechnischer Barrierefreiheit und Universellem Design im Beruf; Ergebnis des Projekts „Digital informiert - im Job integriert“)
  • AB-NRW (breites Informationsangebot zur Umsetzung von Barrierefreiheit; Zielgruppen dieses Angebots sind Menschen mit Behinderungen und ältere Menschen, deren Angehörige, Betreuungspersonen und Interessenverbände sowie Entscheidungsträger in der öffentlichen Verwaltung, Politik und Wirtschaft; Ergebnis des Projekts „Agentur Barrierefrei NRW“)

ÖPNV-Auskunftssysteme:

  • Barrierefreies Reisen im ÖPNV (Verbindungsauskunft zum barrierefreien Reisen im Rhein-Main-Verkehrsverbund; Ergebnisse aus den Forschungsprojekten BAIM und BAIMplus)
  • Mobiler Reiseassistent (Online-Reisebegleitung für den ÖPNV mit einem mobilen Informationssystem, Zielgruppe sind Senioren und alle, die während der Reise gut informiert sein wollen; Ergebnis aus dem Forschungsprojekt NAMO)

Online-Lehr-/Lern-Kurs:

  • Inhalte für einen Online-Trainingskurs für Lehrende in der Erwachsenen-bildung zum Thema „Lernunterstützung für Menschen mit Behinderungen durch Informations- und Kommunikationstechnologien“; Ergebnis aus dem europäischen Netzwerkprojekt ENABLE)

Die Präsentation verdeutlichte Chancen und Einsatzgebiete von Online-Systemen für Menschen mit Behinderung und ältere Menschen.

grauwert, Hamburg - Matthias Knigge

Culture Inclusive – das Online-Portal zum Kennenlernen und Auffinden von zugänglicher Kultur
Auf www.culture-inclusive.com dreht sich alles um inklusive Kulturangebote.
Kino mit Audiodeskription, Theater mit Gebärdensprachdolmetschern, Oper mit ebenem Zugang oder Ballett mit Hörunterstützung. Zugängliche Veranstaltungsorte und ihre Angebote werden auf dem kostenfreien Online-Portal vorgestellt und sind durch einen Filter schnell und einfach auffindbar. Das Spektrum reicht von Museen, Theatern über Kinos bis hin zu Sportstätten, die inklusive und barrierefreie Angebote bereitstellen. Diese werden als interaktive Karte oder Liste angezeigt - und auf dem integrierten Blog rund um inklusive Kultur diskutiert.

Bisher werden nur ausgewählte Beispiele aus Hamburg gezeigt, das Ziel ist es aber, deutschlandweit gute Lösungen vorzustellen. Dafür wird schon jetzt eine Datenbank erstellt, bei der jeder geeignete Hinweise beisteuern kann. Sei es ein formloser Vorschlag als Nachricht an die Redaktion oder eine ganze Liste, die von Verbänden oder Vereinen für Ihre Mitglieder erstellt wurde.

Bei der Entwicklung des Portals wurde besonders darauf geachtet, ein barrierefreies Angebot im Design für Alle zu schaffen. Es ist also für jeden leicht nutzbar (BITV-konform und responsiv für Computer, Tablett und Smartphone) und gleichzeitig für ein vielfältiges Publikum, egal ob behindert oder nicht, attraktiv und nützlich.

In einer Präsentation wurde das Portal vorgestellt und darüber diskutiert, wie möglichst viele Orte mit guten Lösungen in das Portal aufgenommen werden können. Außerdem wurde am Beispiel Kino gezeigt, wie schon heute auf dem eigenen Smartphone Hörunterstützung und Audiodeskription auf dem jedem Platz und zu jeder Zeit erlebt werden kann.
www.grauwert.info

PIKSL, Düsseldorf - Tobias Marczinzik

Stand PIKSL Pop-up Labor

PIKSL@Inklusion2025
Neues entdecken, Gleichgesinnte treffen, Ideen erleben, mitspielen und sich auf einen Perspektivwechsel im Hinblick auf Inklusion und moderne Informations- und Kommunikationstechnik einlassen – das PIKSL Pop-Up-Labor lud hierzu ein.
Das Projekt PIKSL der In der Gemeinde leben gGmbH aus Düsseldorf setzt sich seit über drei Jahren für den Abbau von digitalen Barrieren ein. Menschen mit Lernschwierigkeiten begegnen dort Fachleuten http://dsi-admin.akme-mgt.de.clara.net/zki.test/_admin/img/rtev3/icon-abk.pngen aus unterschiedlichsten Bereichen auf Augenhöhe, entwickeln im eigenen PIKSL Labor kreative Ideen im Umgang mit scheinbar unüberwindbaren Hürden und bereiten der digitalen Teilhabe den Weg.
Mit einem reichen und digitalen Erfahrungsschatz präsentierte sich nun das PIKSL Labor auf dem Zukunftskongress Inklusion2025 der Aktion Mensch, stellte sich vor und gewährte Einblicke in die Projektarbeit. Auf einem Meetingpoint in der Arena wurde eine Miniaturausgabe, das PIKSL Pop-Up-Labor, aufgebaut. Das PIKSL-TEAM bespielte mit allem Zipp und Zapp den Meetingpoint, um den Kongressbesuchern so authentisch wie möglich Aufschluss über den digitalen Alltag der Düsseldorfer Institution zu geben.
Während der beiden Kongresstage lud das Pop-Up -Labor zur Projekt-Erlebnistour ein und stellte die neuesten Ideen, Arbeiten und Kooperationen vor, mit denen sich die Düsseldorfer aktuell beschäftigen. Neben dem Bereich des „inklusiven Gamings“ - dort leistet PIKSL Pionierarbeit in einem noch jungen, unerforschten und multimedialen Feld - gab es eine Bloggingstation, die dazu anregte, gemeinsam mit den PIKSL Laboranten und aus Sicht der Besucher, das Kongressgeschehen multimedial zu dokumentieren. Und damit anwesende Hände nicht dauerhaft damit beschäftigt waren, Info-Broschüren zu halten, lud das Pop-Up-Labor selbstverständlich auch ein, mobile Spiele- und Gamingstationen zu nutzen.

Politikberatung behinderte Expert*innen, Berlin

Quiz am Stand

Wer wird Inklusionär? Ein Zukunftsquiz
Nur wer seine Vergangenheit kennt, kann die Zukunft gestalten.
Die Politikberatung behinderte Expert*innen lud zu einem interaktiven Quiz ein. Dabei ging es um Persönlichkeiten, Daten und Ereignisse, die dem Prozess der Inklusion den Weg bereitet haben. Den Expertinnen und Experten ist es wichtig, die Präsenz von Menschen mit Behinderungen in unterschiedlichen Jahrzehnten erlebbar und zum allgemeinen Wissen zu machen. In der inklusiven Zukunft 2025 wird der Mainstream deutlich durch die unterschiedlichsten Akteure mit Behinderungen aus Politik, Wissenschaft und Kultur geprägt sein.
Moderiert wurde das Quiz von den Mitarbeiter*innen der Politikberatung behinderte Expert*innen, die mit verschiedenen Beeinträchtigungen in verschiedenen Generationen aufgewachsen sind und die Veranstaltung durch biographische Anekdoten ergänzen.
Die Politikberatung behinderte Expert*innen ist eine im Jahre 2013 gegründete Bildungs- und Forschungsorganisation. Das hier tätige Expert*innenteam bietet Dienstleistungen in den Bereichen Beratung, Bildung und Forschung zu behindertenspezifischen Fragestellungen an. Die Mitarbeiter*innen der Politikberatung behinderte Expert*innen können unterschiedliche wissenschaftliche Ausbildungen in den Bereichen Politikwissenschaft, Soziologie und soziale Arbeit vorweisen. Alle Mitarbeiter*innen des Teams leben mit einer Beeinträchtigung. Das Expert*innen-Team wird koordiniert von Eileen Moritz. Dr. Shahram Bagheri, Lutz Niestrat, Linda Sprenger und Matthias Ziesche sind für die wissenschaftliche Mitarbeit der Politikberatung behinderte Expert*innen zuständig.