Schon viel erreicht

Unser Engagement 2013

Das selbstverständliche Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung zu fördern
– das ist unser übergreifendes Anliegen und Grundlage für unser Engagement.

Wir hatten uns im vergangenen Jahr zur Aufgabe gemacht, in die einzelnen Lebensbereiche zu schauen und zu fragen: Was hindert Menschen mit Behinderung konkret daran, überall dabei zu sein, zum Beispiel in der Arbeitswelt, bei Wahlen oder im Wohnumfeld? Das Ziel dabei war, Diskussionen anzuregen, neue Erkenntnisse zu gewinnen sowie wegweisende Projekte zu fördern, um auf dieser Basis Inklusion in der Gesellschaft voranzubringen.

Zum Beispiel in der Arbeitswelt. Dieses Thema ist uns wichtig, weil die Teilhabe am Arbeitsleben eine ganz entscheidende Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben ist. Wir haben 2013 zwei Studien initiiert, die ergeben haben, dass die größten Hindernisse für mehr Inklusion in der Arbeitswelt in Vorurteilen und Ängsten liegen, zum Beispiel Bedenken der Arbeitgeber was die Leistungsfähigkeit von Mitarbeitern mit Behinderung betrifft oder Unsicherheiten im Umgang miteinander. Wir wollen Arbeitgeber gezielt über die Chancen informieren, die die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung mit sich bringt.

Im Jahr der Bundestagswahl hat uns die Frage beschäftigt, ob eigentlich alle Menschen ihr Wahlrecht auch ausüben können. Wir haben ein Team aus Experten mit unterschiedlichen Behinderungen testen lassen, wie es um die Barrierefreiheit in den Wahllokalen bestellt ist. Wir konnten bei diesen Presseterminen die Verantwortlichen an einen Tisch bringen. Die Experten, begleitet von Busfahrer Guildo Horn, hatten Erfolg: Politiker und Wahlleiter verbesserten die Barrierefreiheit der Wahllokale und –unterlagen und setzten das Thema ganz oben auf ihre Agenda.

Seitenwechsel: Armin v. Buttlar lässt sich von Kindern des von der Aktion Mensch geförderten Projekts „Wilde Woche Wikinger“ beim Malen und Basteln anleiten.

Inklusion ist kein Expertenthema

Auch kulturelle Angebote soll allen Menschen offen stehen: Wir haben uns deshalb dafür eingesetzt, dass Literatur auch für Menschen mit eingeschränkten Lesefähigkeiten zugänglich wird. Gemeinsam mit dem „Spaß am Lesen“-Verlag haben wir das Buch „Ziemlich beste Freunde“ in Einfacher Sprache herausgebracht und auf der litCologne präsentiert - weitere Projekte sind geplant, denn das Angebot in diesem Bereich ist noch sehr gering. Der jungen Zielgruppe gewidmet haben wir uns mit der Kinderbuchreihe „Die Bunte Bande“ über eine inklusive Clique von fünf Freunden mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen - Inklusion einmal spielerisch vermittelt.

Impulse für Inklusion haben wir auch mit unseren Förderaktivitäten gegeben. Unser Förderprogramm Inklusion dient der Vernetzung unterschiedlicher Partner aus allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens - zum Beispiel Sportvereine, Kulturinitiativen und kommunale Einrichtungen. Um möglichst viele Akteure dafür zu gewinnen, haben wir bei fünf Regionalkonferenzen potenzielle Antragsteller zusammengebracht. Was Inklusionsprojekte konkret bewegen können, zeigt das Beispiel des Sozialen Netzwerks im Erzgebirge, das wir in diesem Bericht vorstellen.

Unsere erfolgreiche Lotterie macht unserem Arbeit erst möglich: Im Jahr 2013 konnten wir insgesamt 153 Millionen Euro an rund 7.500 soziale Projekte weitergeben. Weil wir die Anfang 2013 erlassenen Auflagen der Lotteriebehörden noch nicht umsetzen, blicken wir auf ein gutes Geschäftsjahr zurück. Wir konnten unsere Umsatzzahlen leicht verbessern. Drei Sonderverlosungen und der neue Höchstgewinn von zwei Millionen Euro haben dies möglich gemacht.

Das Wegbrechen der klassischen Los-Vertriebswege über Banken und Sparkassen stellt uns vor neue Herausforderungen. Die strenge Auslegung des Glücksspielstaatsvertrags durch die Genehmigungsbehörden erschwert uns die Nutzung der modernen Online-Kanäle: hohe Hürden für Losbestellung im Internet, massive Werberestriktionen, keine Erlaubnis für neue Vertriebswege. Diese schwierige Situation bereitet uns zunehmend Sorgen hinsichtlich der Zukunftsfähigkeit unserer Lotterie.

Das Jahr 2013 hat auch einige personelle Veränderungen mit sich gebracht. Mein Vorstandskollege Martin Georgi hat die Aktion Mensch zum 30. April verlassen. Jörg Pilawa war zwei Jahre lang als ehrenamtlicher Botschafter das Gesicht der Aktion Mensch. Er hat nicht nur die Ziehungssendung moderiert, sondern mit seinen zahlreichen Projektbesuchen die Menschen mit Behinderung in den Mittelpunkt gestellt. Ihnen beiden gilt unser herzlicher Dank für ihr besonderes Engagement. Herzlich willkommen heißen wir Rudi Cerne, der im Januar 2014 die Aufgaben des Aktion Mensch-Botschafters übernommen hat.

Inklusion bleibt unser Hauptanliegen. Das zeigt sich auch im Jubiläumsjahr: Unsere Wohnförderung haben wir so ausgerichtet, dass Menschen mit Behinderung in ihrem Wohnumfeld am Alltag teilnehmen können. Die neue Förderaktion will Vereine und Kultureinrichtungen ermutigen, sich für Inklusion zu öffnen. Wenn uns gelingt, dass Inklusion kein Expertenthema ist, sondern uns alle angeht, sind wir einen großen Schritt weiter auf dem Weg zu einem selbstverständlichen Miteinander in unserer Gesellschaft.

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