Zukunft der Soziallotterien bedroht

Genehmigungspraxis zum Glücksspielstaatsvertrag bringt massive Einschränkungen mit sich

Mit innovativen Los-Produkten sowie zeitgemäßen und zugleich sicheren Vertriebswegen sorgte die Aktion Mensch bis jetzt dafür, dass Jahr für Jahr bundesweit soziale Projekte in Millionenhöhe gefördert werden können. Ein Beispiel für Neuerungen ist der verbesserte Online-Shop. Mit dieser Innovation stellt sich die Soziallotterie auf das veränderte Kundenverhalten ein: Potenzielle Lotterieteilnehmer haben die Möglichkeit, mit wenigen Clicks im Internet ein Los zu bestellen.

Vor rund einem Jahr trat der neue Glücksspielstaatsvertrag in Kraft. Er erleichtert die Beschränkungen bei Werbung und Internet-Vertrieb für die nicht suchtgefährdenden Soziallotterien. Die Praxis sieht jedoch anders aus. Die ausführende Verwaltungsebene setzt diesen Wunsch des Gesetzgebers nicht um. Im Gegenteil: Sie verschärft die Auflagen sogar drastisch und konterkariert so die Erleichterungen des neuen Glücksspielstaatsvertrages – mit der Folge, dass damit die Zukunftsfähigkeit der Aktion Mensch massiv eingeschränkt wird. So ist zum Beispiel der seit vielen Jahren erlaubte und übliche Verkauf der beliebten Geschenk-Lose im Internet inzwischen untersagt worden.

„Durch die Überregulierung und überzogenen Auflagen ist die Zukunft der Soziallotterien bedroht“, warnt Ulla Schmidt, Mitglied des Aufsichtsrates der Aktion Mensch und Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages. „Die regulativen Vorgaben müssen dem jeweiligen Gefährdungsgrad entsprechen. Das sagt auch der neue Glücksspielstaatsvertrag.“ Sollte die Überregulierung durch die Verwaltungsebene bestehen bleiben, ist die Aktion Mensch eingeschränkt und kann die wichtigen Unterstützer für ihre Arbeit nicht erreichen. Denn die Los-Verkaufszahlen über den klassischen Vertriebsweg der Banken und Sparkassen sind in den letzten Jahren dramatisch gesunken. Darauf hatte die Aktion Mensch eine Antwort: Der Einzelhandel hatte sich bereiterklärt, an der Supermarkt-Kasse die Lose anzubieten. Doch auch hier machte der Glücksspielstaatsvertrag der Soziallotterie einen Strich durch die Rechnung und untersagte den Verkauf von Losgutscheinen im Einzelhandel. Diese Restriktionen sind nicht folgenlos. Bleibt es bei der rigiden Auslegung des neuen Glückspielstaatsvertrags, wird die Aktion Mensch zukünftig etliche Projekte der Behindertenhilfe nicht mehr fördern können.

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