Viel Zeit und Einsatz gefordert

Rudi Cerne ist neuer Botschafter der Aktion Mensch

Thomas Gottschalk, Jörg Pilawa – und jetzt Rudi Cerne. Es ist eine sehr prominente Riege, in die sich der frühere Eiskunstläufer nun einreiht. Als ehrenamtlicher Botschafter der Aktion Mensch übernahm Cerne Ende vergangenen Jahres die Moderation der Ziehungssendungen im ZDF. Bei den „5 Sterne-Gewinnern“ präsentiert er jeden Sonntag die Gewinnzahlen und stellt eines der vielen geförderten Projekte der Soziallotterie vor. Um vor Ort in Kontakt mit den Menschen zu kommen und sich ein Bild davon zu machen, wie die Lotterie-Gelder eingesetzt werden, besucht er so oft wie möglich Projekte der Aktion Mensch.

Die Arbeit für und mit Menschen mit Behinderung ist für Cerne etwas völlig Neues. Im ZDF präsentiert er normalerweise den Sport, außerdem moderiert er den TV-Klassiker „Aktenzeichen XY…“. Dennoch ist ihm das Thema nicht völlig fremd. „Mein Vater, der ein viel besserer Eiskunstläufer gewesen ist als ich, hat im Krieg in Russland ein Bein verloren. Er hat zeit seines Lebens darunter gelitten, dass er wegen seiner Behinderung nicht überall anerkannt war – auch wenn er das nicht zeigen wollte.“ Diese Erfahrung prägt Cerne bis heute und ist ein starker Antrieb für die neue Aufgabe: „Dass Menschen, die eine Behinderung haben, mit diesem Problem – wie mein Vater – alleine fertig werden müssen, das darf es in unserer Gesellschaft nie wieder geben!“

Schon im November vergangenen Jahres besuchte Cerne einige von der Aktion Mensch geförderte Projekte. Die erste Station war das Integrationszentrum für Cerebralparesen (ICP) in München, wo es unter anderem eine heilpädagogische Kindertagesstätte gibt. „Die Kinder kamen sofort auf mich zu. Dieser Besuch war sehr ergreifend“, berichtet der Moderator.

In den verschiedenen Einrichtungen des ICP finden fast 1.400 Menschen Unterstützung. Sie alle sollen so weit wie irgend möglich am gesellschaftlichen Leben teilhaben. Dieses grundsätzliche Ziel der Inklusion unterstützt Cerne voll und ganz. Aktion Mensch-Vorstand Armin v. Buttlar freut sich, einen großartigen Nachfolger für Jörg Pilawa gefunden zu haben: „Die Arbeit als Botschafter fordert viel Zeit und Einsatz und die Bereitschaft, sich auf die Menschen einzulassen. Ich bin sehr dankbar dafür, dass Rudi Cerne diese Aufgabe mit so großem Engagement und ebenso großer Offenheit angeht.“

Rudi Cerne im Integrationszentrum fü̈r Menschen mit Cerebralparesen in Mü̈nchen

„Eine wunderbare Aufgabe“

Wie sind Sie zu dem Ehrenamt als Botschafter der Aktion Mensch gekommen?
Die Aktion Mensch ist ja ein fester Bestandteil des ZDF, für das ich schon lange arbeite. Als die Anfrage kam, hat mich das sehr geehrt, und ich musste nicht lange überlegen, sondern habe sofort zugesagt. Das ist eine wunderbare Aufgabe.

Mit welchen Erwartungen gehen Sie an die Aufgabe heran?
Ich habe eigentlich gar keine Erwartungen, sondern lasse mich überraschen. Ich springe ins kalte Wasser, ähnlich wie bei „Aktenzeichen XY…“, das war ja auch schon etwas ganz anderes als der Sportjournalismus, den ich bis dahin kannte. Jetzt Sonntag für Sonntag wirklich tolle Nachrichten – die Gewinner bei der Aktion Mensch-Lotterie – verkünden zu dürfen, ist doch einfach eine Freude.

Sie haben schon einige Projekte besucht. Wie waren Ihre Eindrücke?
Intensiv! Schon beim ersten Besuch beim ICP in München war ich sehr beeindruckt von dem Engagement, der Professionalität und der Leidenschaft, mit der Therapeuten und Betreuer arbeiten. Es war zunächst schon eine gewisse Hemmschwelle da, aber die Offenheit der Kinder hat mir sehr geholfen, und es hat viel Spaß gemacht.

Welche Ziele haben Sie sich vorgenommen?
Die Aktion Mensch soll so populär und bedeutsam bleiben, wie sie ist. Dafür will ich alles tun. Dass es Menschen mit Behinderung gibt, ist Teil der Normalität, und genau so soll das auch in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden.

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