Dichterischer Austausch bei BÄÄM

Erster Poetry-Slam für hörende und gehörlose Künstler

Eine coole Disco, ein vibrierender Tanzboden und der betörende Duft des Aroma-DJs: Unter diesen Bedingungen feierten die Finalisten von „BÄÄM! Der Deaf Slam“ den gelungenen Höhepunkt des ersten Poetry-Slam-Wettbewerbs für hörende und gehörlose Menschen im Hamburger „Festplatz Nord“. Zusammen mit den zwölf Künstlern machten rund 500 Feiernde die Nacht zum Tag. Sie hatten sich zuvor die empathischen Darbietungen meist junger Akteure angesehen, die mit kreativer und ausdrucksstarker Poesie begeisterten. Bei diesem Dichterwettstreit stellten junge Poeten ihre eigenen Gedichte in Gebärden- oder gesprochener Sprache vor und wurden vom Publikum bewertet. Gewinner war der gehörlose Künstler Dawei Ni aus Hamburg-Horn, der die Zuschauer mit seinem Plädoyer für die Gebärdensprachkultur überzeugte.

Die Aktion Mensch hatte 2013 den ersten Poetry Slam in Deutschland ins Leben gerufen, der sich sowohl an hörende als auch nicht-hörende Künstler richtete. Ziel war es, Menschen zu einem dichterischen Austausch zusammenzubringen. Die Idee zu dieser noch ungewöhnlichen Kunstform basiert auf dem Film „Deaf Jam“ aus dem Filmfestival „Überall dabei“, der aus der amerikanischen Wiege des Slams von einer ungewöhnlichen Freundschaft zweier Frauen erzählt.

Gewinner war der gehörlose Künstler Dawei Ni aus Hamburg-Horn.

Die Aktion Mensch machte mit diesem Slam-Format möglich, dass Menschen mit den unterschiedlichsten Fähigkeiten zusammen künstlerische Formen entwickeln und voneinander lernen konnten. Ob Theater, Kunst oder Dichterwettstreit: in der künstlerischen Begegnung treten mögliche Beeinträchtigungen in den Hintergrund, Gemeinsamkeiten und das Interesse an der Sache sind entscheidend. So wird Kultur zu einem Motor für Inklusion.
Inklusiv waren auch die Workshops, zu denen die Aktion Mensch im Vorfeld des Finales eingeladen hatte. In Dortmund, München oder Berlin waren viele junge Menschen zusammengekommen, um unter Anleitung des in der Szene bekannten Wolf Hogekamp und erfahrener Gebärdensprachdozenten wie Andreas Costrau ihrer Poesie Ausdruck zu verleihen. Ohne gesprochene Worte, dafür mit Gesten, Mimik und ganz viel Leidenschaft. Für das hörende und nicht-hörende Publikum gab es viel zu entdecken: Wut, Liebe, Trauer, Witz, und – immer wieder – den Drang, die eigene Kultur und Sprache selbstbewusst zu präsentieren. Der Perspektivwechsel gelang. Die Hörenden tauchten in die Welt der Gehörlosen ein und lernten Gebärdensprache als eigene Kunstform kennen.

In der Poetry-Slam-Szene bekannt: Juror Wolf Hogekamp.

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