Selbstbestimmt und ziemlich cool

Philip R. ist Berufsmusiker – er spielt Keyboard und Schlagzeug in der Band STATION 17. Da passt es gut, dass er viel Humor hat und eine ordentliche Portion „Coolness“ mitbringt. Philip lebt bei seiner Mutter in Hamburg, denkt aber darüber nach, in eine eigene Wohnung zu ziehen. Seine Freiräume und sein Recht auf Selbstbestimmung sind ihm wichtig. Ebenso die Kreativität, Lebendigkeit und Abwechslung, die seinen Beruf ausmachen. Kein Wunder also, dass ihn sein Bandkollege Christian F. als „sehr neugierig und eine echte Rampensau auf der Bühne“ beschreibt.

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Teamarbeit und liebe zur Musik

Den Weg zur Arbeit, also zur Bandprobe, geht er alleine. Auch den Rückweg am Abend, wenn´s mal wieder spät geworden ist. In der Band ist er der Entertainer, der gerne im Mittelpunkt steht. Philip und seine Kollegen stehen jährlich bei über 80 Konzerten auf der Bühne. STATION 17 – das sind zwölf Musiker, sechs davon mit Behinderung. Ihre Songs entstehen in Teamarbeit. Und es ist genau diese Mischung aus professionellem Arbeiten, Spaß an der Musik und dem herzlichen Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung, die Philips Alltag ausmacht.

Neue Station 17-Single "Alles für Alle" auf YouTube


Interview mit Philip R. und Bandkollege Christian F.

In ihren Proberäumen im Barner 16, einem inklusiven Netzwerk zur beruflichen Integration der evangelischen Stiftung Alsterdorf sprechen Philip und sein Bandkollege Christian über sich und ihre Arbeit.

Philip, wie gefällt Dir Dein Leben als Berufsmusiker?

Philip: Musik zu machen, auch schreiben, viel proben bis zum nächsten Auftritt. Das ist meine Arbeit, das ist mein Job. Herrlich!
 

Und was ist Deine Aufgabe, Christian?

Christian: Ich bin Musiker und Produzent von Station 17. Philip und ich haben uns vor acht Jahren kennengelernt. Philip hat hier in der Barner seine Ausbildung angefangen als Musiker und Tänzer. Danach ist er übernommen und angestellt worden. Unser Job ist es, von 10 Uhr bis 16 Uhr hier Musik zu produzieren, für Auftritte zu proben. Wir machen unser Merchandising selber, machen die Videos, das Booking selber. Der Anspruch ist, professionell als Künstler zu arbeiten.

Philip, Du fährst jeden Morgen her?

Philip: Ja genau. Nach dem Frühstück. Mit der S-Bahn direkt in die Barner zur Arbeit. Montags und freitags ist immer tanzen. Dienstags, mittwochs und donnerstags Musik.
Christian: An den Musik-Tagen proben wir und produzieren unser Album.
Philip: Videos drehen wir auch.

Könnt Ihr noch ein bisschen über das neue Album erzählen?

Christian: Wir stecken gerade in der Produktion des neuen Albums, dem neunten Album der Band. Wir haben schon zwölf Lieder.
Philip: Noch viele Texte schreiben.
Christian: Und dann müssen wir die neuen Lieder auch proben für unsere Live-Auftritte.
Philipp: Im Herbst ist Tour. Die dauert bis Mitte Oktober.

Christian, Ihr seid mehr als reine Bandkollegen, oder? Wie ist Euer Verhältnis?

Christian: Vor knapp zehn Jahren habe ich hier angefangen mit einem Praktikum. Ich habe die Musik für ein Theaterstück geschrieben. Dann wurde ich als Musiker eingestellt, und ein Jahr später kam Philip in die Barner. Seitdem sind wir Arbeitskollegen.
Philip: Genau. Arbeitskollegen. Oder man kann sagen, auch gute Kumpels.
Christian: Ja. Auch manchmal Seelentröster.
Philip: Genau.

Christian, wie würdest Du Philip beschreiben? Was ist er für ein Typ?

Christian: Philip ist ein extrem cooler Typ auf der Bühne. Eine echte Rampensau. Er kann aber trotzdem auch sehr konzentriert arbeiten. Er ist wie ein Schwamm, der ganz viel aufsaugt in sich. Und er ist sehr neugierig.

Philip, kannst Du Christian ein bisschen beschreiben?

Philip: Christian macht das. Er ist der Chef. Und Boss.

Wenn Ihr Songs zusammen macht, bringt aber jeder etwas ein, oder?

Philip: Ja. Genau.
Christian: Ja, das ist ganz wichtig, davon lebt ja auch die Band. Es ist immer der Chef, der gerade irgendwie im Mittelpunkt steht und irgendwie ein Solo oder eine Melodie spielt.

Philip, wo lebst Du im Moment? Bei Deiner Mutter?

Philip: Ja. Immer noch.

Willst Du denn irgendwann ausziehen?

Philip: Ja, demnächst. Ich weiß noch nicht wann.

Was – außer Musik machen – tust Du noch gerne?

Philip: Ich mache Sport. Schwimmen, Hockey, Fußball, ein bisschen Bootfahren, Paddeln und Drachen steigen lassen.

Und was ist Deine Lieblingsmusik?

Philip: Ich liebe Musical und Techno und ein bisschen Rock und Jazz. Klassik auch. Klavierunterricht am Dienstag mit dem Jan. Ich spiele Bach gerne und Mozart.

Damit können viele von den Kumpels wahrscheinlich nicht so viel anfangen, oder?

Philip: Nee, gar nicht.

Die Arbeit ist ja sicher auch nicht immer einfach mit so vielen kreativen Persönlichkeiten.

Philip: Wir sind sehr viele unterschiedliche Leute hier. Manchmal ist es chaotisch. Aber macht immer Spaß.

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