Arbeit: Zahlen & Fakten

In Deutschland finden immer mehr Menschen einen Arbeitsplatz. Im Oktober 2016 gab es 45,4 Millionen Menschen, die arbeiten konnten. Davon suchten 2,9 Millionen Menschen einen Job, das sind 5,8 Prozent. So wenige Arbeitslose gab es in Deutschland lange nicht mehr.

Die Entwicklungen für Menschen mit Schwerbehinderung

Immer mehr Menschen finden einen Arbeitsplatz. Trotzdem gibt es noch sehr viele Arbeitslose mit Behinderung. Zahlen und Fakten aus dem Inklusionsbarometer 2016:

  • 178.809 Menschen mit einer Schwerbehinderung waren ohne Arbeit, das sind 13,4 Prozent.
  • Diese Arbeitslosenquote von Menschen mit Schwerbehinderung ist mehr als doppelt so hoch, wie bei Menschen ohne Behinderung.
  • Menschen mit Schwerbehinderung suchen im Durchschnitt drei Monate länger nach einer Arbeitsstelle, als Menschen ohne Behinderung.
  • Von allen Arbeitslosen Menschen mit Behinderung suchten fast die Hälfte länger als ein Jahr nach einem Job. Damit gab es 45,8 Prozent Langzeitarbeitslose mit Behinderung.

Weitere Fakten:

  • Der größte Teil von Menschen mit Lernschwierigkeiten arbeitet auf dem 2. Arbeitsmarkt (77 Prozent). Werkstätten für Menschen mit Behinderung gehören zum Beispiel zum 2. Arbeitsmarkt.
  • Bei Menschen mit Behinderung gibt es sehr viele Nichterwerbspersonen: 56 Prozent. Nichterwerbspersonen sind Menschen, die arbeiten könnten, es aber nicht tun. Zum Beispiel Studenten oder Hausfrauen. Menschen mit Behinderung sind aber oft nicht freiwillig ohne Arbeit. Sie wollen arbeiten. Sie denken aber, dass sie keine Arbeit finden werden. Selbst dann, wenn sie viele Bewerbungen schreiben würden.
  • Zum Vergleich: Insgesamt gibt es in Deutschland 23 Prozent Nichterwerbspersonen.

Beschäftigungspflicht von Menschen mit Schwerbehinderung

Im 9. Sozialgesetzbuch Paragraf 71 steht: Alle Arbeitgeber mit mindestens 20 Mitarbeitern, müssen einen Menschen mit Schwerbehinderung einstellen. Genauer: 5 Prozent der Beschäftigten sollten Menschen mit Schwerbehinderung sein. Frauen mit Schwerbehinderung sollten bevorzugt eingestellt werden. Arbeitgeber stellen aber immer noch zu wenig Menschen mit Schwerbehinderung ein. Im Moment sind es nur 4,7 Prozent. Doch es gibt einen großen Unterschied: Arbeitgeber im Öffentlichen Dienst geben sogar mehr als 5 Prozent der Arbeitsplätze an Menschen mit Schwerbehinderung. Zum Öffentlichen Dienst gehören Arbeitgeber wie zum Beispiel die Stadt Köln oder das Ministerium für Familie. Dagegen stellen private Unternehmen zu wenig Menschen mit Schwerbehinderung ein.

Inklusionsbarometer Arbeit

Die Aktion Mensch untersucht jedes Jahr, ob Menschen mit Behinderung besser oder schlechter einen Job finden als im Jahr zuvor. Das Ergebnis fasst die Aktion Mensch in einem Text zusammen mit dem Namen „Inklusionsbarometer Arbeit“. Denn Menschen mit Behinderung finden noch immer schwerer einen Job als Menschen ohne Behinderung. Im Inklusionsbarometer kann man zum Beispiel lesen,

  • was sich im Vergleich zum vergangenen Jahr verbessert oder verschlechtert hat,
  • wie viele Arbeitgeber einen oder mehr Menschen mit Behinderung eingestellt haben,
  • wie lange Menschen mit Behinderung nach Arbeit suchen,
  • wie barrierefrei Arbeitsplätze sind,
  • wie Arbeitgeber die Leistung von Menschen mit Behinderung bewerten.

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