Zahlen & Fakten

Der Arbeitsmarkt in Deutschland

Der Arbeitsmarkt in Deutschland befindet sich in einem Aufschwung: Im Oktober 2016 sank die Arbeitslosenzahl auf ein Rekordtief von 2,54 Millionen Arbeitslosen. Damit sank die Arbeitslosenquote erneut, sie liegt nun bei 5,8 Prozent.

Die Entwicklungen für Menschen mit Behinderung

Die positiven Entwicklungen gehen an Menschen mit Behinderung leider vorbei: Laut Bundesarbeitsagentur (BA) waren im Juni 2016 insgesamt 178.809 Menschen mit einer Schwerbehinderung ohne Arbeit. (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Juni  2016)
Die Arbeitslosenquote von Menschen mit Schwerbehinderung liegt mit 13,4 Prozent immer noch fast doppelt so hoch wie bei Menschen ohne Behinderung. (Stand: September 2016)
Schwerbehinderte Menschen suchen im Schnitt 101 Tage länger nach einer Beschäftigung als Menschen ohne Behinderung. Dieser Wert hat sich im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert. 2015 suchten Menschen mit Behinderung „nur“ 96 Tage länger als Menschen ohne Behinderung nach einer neuen Stelle.
Der Anteil an Langzeitarbeitslosen (Menschen die länger als ein Jahr auf Beschäftigungssuche sind) beträgt bei Menschen mit Behinderungen 45,8 Prozent (zum Vergleich: Anteil der nichtbehinderten Langzeitarbeitslosen an allen Arbeitslosen 37,2 Prozent)
Im Jahr 2013 lebten in Deutschland 3,3 Millionen Menschen mit Schwerbehinderung im erwerbsfähigen Alter.
1,042  Millionen Pflichtarbeitsplätze sind in Deutschland besetzt.
Der überwiegende Teil von Menschen mit kognitiven Behinderungen (sogenannten „geistigen Behinderungen") arbeitet auf dem 2. Arbeitsmarkt in Werkstätten für Menschen mit Behinderung (77 Prozent).
Der Anteil der Nichterwerbspersonen beträgt bei Menschen mit Behinderung 56 Prozent (1,85 Mio.). Bei allen Personen dieser Alterskohorte jedoch nur 23 Prozent.

 

Die Quote

Das Sozialgesetzbuch schreibt im Buch 9, § 71 vor, dass Private und öffentliche Arbeitgeber, die mindestens 20 Arbeitsplätze vorhalten, wenigstens 5 Prozent dieser Arbeitsplätze an schwerbehinderte Menschen vergeben müssen. Dabei sind schwerbehinderte Frauen besonders zu berücksichtigen.
Momentan erfüllen die privaten Arbeitgeber ihre Beschäftigungspflicht noch nicht vollständig, die Quote liegt bei 4,1 Prozent. Der öffentliche Dienst übererfüllt seine Quote, sie liegt derzeit bei 6,6 Prozent der Beschäftigten. Der Anteil Schwerbehinderter an den Beschäftigten liegt derzeit bei 4,69 Prozent. (Quelle: Inklusionsbarometer Arbeit 2016)
Die Rund 3,4 Millionen Arbeitgeber, die weniger als 20 Beschäftigte haben sind von der Pflichtquote befreit. Diese Arbeitgeber müssen nur alle fünf Jahre im Rahmen einer repräsentativen Teilerhebung (Stichprobenerhebung) durch die Bundesagentur Auskunft über die Anzahl schwerbehinderter Arbeitnehmer im Betrieb Auskunft geben. Im Jahr 2015 wurden die aktuellsten Zahlen erhoben, die in diesem Jahr veröffentlicht werden.

 

Aktion Mensch

Inklusionsbarometer Arbeit

An einem sicheren Arbeitsplatz den Lebensunterhalt selbst zu verdienen – mit einer Arbeit, die den eigenen Fähigkeiten und Interessen entspricht – das wünschen sich die meisten Menschen. Dabei fällt es Menschen mit Behinderung schwerer, eine ihren Fähigkeiten entsprechende Beschäftigung zu finden.
Woran liegt es, dass Arbeitgeber trotz Fachkräftemangel oft davor zurückschrecken, Menschen mit Behinderung einzustellen, selbst wenn diese hervorragend ausgebildet sind? Meist ist es eine Vielzahl von Faktoren, die die gleichberechtigte Teilhabe auf dem ersten Arbeitsmarkt verhindert. Wie steht es um die Inklusion auf dem deutschen Arbeitsmarkt? Das 2013 erstmals erschienene Inklusionsbarometer der Aktion Mensch gibt Antworten und macht Fortschritte messbar.

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