Vom Recht auf Arbeit

Wir alle, Menschen mit und ohne Behinderung, haben ein Recht auf Arbeit. Das steht schon in Artikel 23 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Das Recht auf freie Berufswahl, auf gerechte Arbeitsbedingungen und einen Lohn, der für eine menschenwürdige Existenz des Arbeitenden und seine Familie ausreicht, gehören dazu.

Die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen aus dem Jahr 2008 bekräftigt diesen Anspruch: Nach Artikel 27 haben Menschen mit Behinderung ein gleichberechtigtes Recht auf Arbeit, genauer: "den Lebensunterhalt durch Arbeit zu verdienen, die in einem offenen, integrativen und für Menschen mit Behinderung zugänglichen Arbeitsmarkt und Arbeitsumfeld frei gewählt oder angenommen wird."

 

 

Arbeitslosigkeit

In der Realität allerdings bleibt vielen Menschen mit Behinderung der allgemeine Arbeitsmarkt verschlossen. Im Jahr 2014 wurde zwar eine neue Rekordbeschäftigung von 1,15 Millionen Menschen mit Schwerbehinderung in allen Betrieben gezählt, rund 259 000 arbeiten dagegen für geringe Löhne von durchschnittlich 170 Euro in Werkstätten. Oder sie sind ganz ohne Arbeit – 181 000 Menschen mit Schwerbehinderung waren es im September 2014. Das heißt: Menschen mit Behinderung sind überdurchschnittlich von Arbeitslosigkeit betroffen. Menschen mit Behinderung sind zudem länger arbeitslos und der Anteil an den Langzeitarbeitslosen besonders hoch (45,8% der schwerbehinderten Arbeitslosen sind langzeitarbeitslos, bei Arbeitslosen ohne Behinderung sind es 36,6%).

Die Bedeutung von Arbeit

Das wiederum hat weit reichende Folgen, denn: Arbeit hat für die Allermeisten eine hohe Bedeutung. Sie ermöglicht es uns nicht nur, Essen und Kleidung zu kaufen. Sie verschafft uns auch einen Platz in der Gesellschaft und bringt soziale Anerkennung. Wer seine Arbeit verliert, verliert häufig auch Struktur und Sinn im Leben, Arbeitslosigkeit kann den finanziellen und sozialen Absturz bedeuten. Menschen mit Behinderung, denen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben durch räumliche und psychologische Barrieren - wie Vorurteile oder Berührungsängste von Menschen ohne Behinderung - ohnehin erschwert wird, fehlt ohne Arbeit eine wichtige Voraussetzung zur Inklusion.

 

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